Hamburg Dungeon
Schaurige Zeitreise im Hamburg Dungeon
Über Jahrzehnte schützten die Hamburger Wallanlagen im 17. Jahrhundert die Hansestadt vor fremder Invasion und trugen so zu Wohlstand und wirtschaftlicher Entwicklung bei. Doch um welchen Preis? Der Bau der aufwendigen Festungsanlage forderte enorme finanzielle Mittel und harte Arbeit der Bürger – und vielleicht auch mehr … In der neuen Sondershow „Der geopferte Spatenknecht“ macht das Hamburg Dungeon vom 2. März bis 3. Mai 2026 die Anstrengungen, Ängste und Mythen rund um den Bau der Hamburger Wallanlagen beklemmend erlebbar.
Es ist das Jahr 1623. Ein dunkler Tunnel unter der Erde, knarzende Balken, rieselnde Erde – und seltsame Geräusche. In dieser Szenerie finden sich Gäste des Hamburg Dungeon in der neuen historischen Show „Der geopferte Spatenknecht“ wieder. Sie sollen für den Bau der Hamburger Wallanlagen rekrutiert werden – der modernsten Festungsanlage ihrer Zeit.
Doch das Großprojekt fordert seinen Tribut: Geld und Schweiß der Bürger, Rückschläge durch einstürzende Tunnel, und Bauarbeiter, die auf rätselhafte Weise verschwinden. So auch der Junge Joris, ein einfacher Spatenknecht. Die anderen Arbeiter glauben: Er wurde geopfert. Denn der Volksglaube sagt: „Der Bau hält nur, wenn ein Leben darin ist.“ Können die neuen Rekruten entkommen, bevor es zu spät ist? Mehrere Spezial-Effekte, gezielte Schreckmomente und natürlich die professionellen Schauspielenden sorgen in der Frühjahrsshow des Hamburg Dungeon für düstere Stimmung und eine Extraportion Gänsehaut.
„Die Hamburger Wallanlagen prägen bis heute unsere Stadt und sind in vielen Vierteln noch immer sichtbar. Bei unseren Recherchen zur Geschichte des Baus sind wir auf zahlreiche Mythen und Formen von Aberglauben gestoßen. Viele Arbeiter glaubten an das sogenannte Bauopfer, das für große Bauwerke notwendig sei – perfekter, düsterer Stoff für das Hamburg Dungeon“, erklärt Daniel Zschoke, neuer General Manager des Hamburg Dungeon, zur Sondershow im Frühling. Er übernahm im Februar die Position von Miriam Wolframm, die fortan ausschließlich das LEGO Discovery Centre Hamburg führt.
Historischer Hintergrund: Die Hamburger Wallanlagen und der Mythos vom Bauopfer Ab 1616 ließ Hamburg seine Freiheit mit Erde, Schweiß und Angst befestigen: Während der Dreißigjährige Krieg Europa verwüstete, entstand unter Leitung des niederländischen Festungsbaumeisters Johan van Valckenburgh ein gewaltiger Ring aus Bastionen, Gräben und Wällen. Die Anlage galt als hochmodern und machte Hamburg für Jahrzehnte faktisch uneinnehmbar. Der Bau jedoch war ein Kraftakt für die Stadt: Tausende Arbeitskräfte wurden benötigt, viele Hamburger Bürger im Rahmen ihrer städtischen Pflichten zu schweren Arbeitsdiensten herangezogen oder mit Sonderabgaben belastet.
Mehr als ein Viertel der städtischen Einnahmen verschlang der monumentale Bau. Mit dem wachsenden Wall wuchs auch der Aberglaube. Schon früh kursierten düstere Gerüchte, die Mauern verlangten mehr als Arbeit: Menschliche oder tierische Opfer, eingemauert, um den Bau zu sichern. Belege dafür gibt es nicht – doch solche Bauopfer-Legenden waren zu dieser Zeit in Europa weit verbreitet und fanden auch in Hamburg ihren Platz. Nach dem Abriss im 19. Jahrhundert verschwanden die Mauern, doch ihr Verlauf prägt die Stadt bis heute: Planten un Blomen, der Alte Botanische Garten und die Glacischaussee liegen dort, wo einst Hamburgs Schutzwall stand. Straßennamen wie Neuer Wall, Glockengießerwall oder Holstenwall erinnern noch heute an die ehemalige Festung. Die Steine sind weg – die Geschichten geblieben. Das Hamburg Dungeon erzählt im Frühjahr 2026 von den Mythen und Anstrengungen rund um den legendären Bau.
„Der geopferte Spatenknecht“ – die neue Show im Hamburg Dungeon, erlebbar vom 2.3. bis 3.5.2026