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Ein Park bekommt ein Gesicht: Patrick Pott über die Zukunft des potts parks

Wie man der regionalen Presse entnehmen konnte, ist Patrick Pott seit Januar 2025 Betriebsleiter von potts park. Dieses wird seit einiger Zeit auch vom Park selbst mit viel Humor und Augenzwinkern in den sozialen Medien über Kurzvideos kommuniziert, in denen Vater und Sohn Pott mit dem Thema Generationswechsel spielen.

Der Eindruck, dass hier etwas in Bewegung ist, war der Anlass für Freizeitpark-Welt.de, um ein Interview mit Patrick Pott zu bitten, was Anfang Juli dann erfreulicherweise auch stattfand.

Patrick Pott betont, dass die Übernahme der Betriebsleitung kein harter Cut war, sondern dass jeder seinen Verantwortlichkeitsbereich hat, dass sein Vater sich weiterhin beispielsweise um Mechanik und Technik kümmere, weil man da einfach von seiner Erfahrung profitiere. Natürlich gebe es auch mal unterschiedliche Meinungen, aber grundsätzlich sei man sich einig. Diese Harmonie spiegelt sich auch im Interview wider und so wundert es einen nicht, dass die Mitarbeiter des Parks von Junior- und Seniorchef sprechen.

Auf jeden Fall fällt auf, dass der Park sich weiter entwickelt. Eine Show mit den Clowns Hops und Hopsi wurde etabliert. Zusätzlich sind die Clowns auch im Park unterwegs, um die Gäste zu animieren und so die Bindung zu stärken. Es gibt eine neue Lasershow mit modernerer Musik, eine zweite ist in Arbeit. Auch gibt es zunehmend Events wie z.B. POTZIS Piratenfestival (noch bis Sonntag, 26. Juli) und das Fahrgefuel x potts park im Juli – oder halt spontan auch mal einen Masseur, der als Mitfahrer in der „Faulen Sau“, gestresste Eltern massiert. Befragt, ob für Patrick Pott schon immer klar war, dass er einmal den Park leiten würde, erzählt er, dass er als kleiner Junge einen anderen Traumberuf hatte, nämlich Bauarbeiter. Mit neun Jahren habe er aber zum ersten Mal als Berufswunsch in ein Freundschaftsbuch geschrieben, dass er Potts Park leiten wolle. Mit dreizehn Jahren habe er begonnen, im gesetzlich zulässigen Rahmen im Park mitzuarbeiten. So richtig klar sei sein Weg aber erst während seines Studiums im Wirtschaftsingenieurwesen und während seiner Zeit als Werkstudent geworden.

Wie oben bereits angedeutet, stellt sich die Frage, wohin der Weg in potts park geht. Patrick Pott nahm auch hierzu Stellung: Die Zielgruppe wird gleich bleiben, allerdings wird der Park vor allem nach der Erweiterung des Portfolios durch die Klippenschleuder und Braus und Saus jetzt auch für Familien mit etwas größeren Kindern bis 14 Jahren empfohlen. Natürlich sei auch jeder andere willkommen, betont Patrick Pott, auch Jugendgruppen könnten durchaus ihren Spaß haben.

Auch beim Halloween-Event, das über die letzten Jahre entstanden ist, soll noch „eine Schippe draufgelegt“ werden. „Villa Grusel“ soll von Schauspielern bespielt werden – natürlich familienfreundlich. An Sondertagen wird es weitere Events und verlängerte Öffnungszeiten geben.

Befragt, ob es neben Meer & mehr und Wilde Steinzeit noch weitere Themenbereiche geben wird, gibt sich Patrick Pott geheimnisvoll. Nur so viel lässt er durchblicken, dass ein neuer Bereich in Planung ist, der sich im Zentrum des Parks im Bereich des jetzigen Wassergartens befinden wird. Grundlegende Arbeiten wie das Verlegen von Kabeln etc. seien unbemerkt von den Besuchern schon im Gange, wirklich große sichtbare Veränderungen werde es wohl erst in der Saison 2028 geben. Dann werde auch klar werden, dass das Thema des neuen Bereiches eigentlich vollkommen logisch ist. Viel Raum für Spekulationen…

Angesprochen auf die kostenlosen Spielbuden wie Pillepelle und Schubkarrenrennen erzählt Patrick Pott, dass der Park eng mit Metall-Technik Kirschner aus dem Sauerland zusammenarbeitet. Von dort stammen auch der Hobelflug und der Froschhüpfer Dieses Unternehmen passt die Gestaltung von bereits existierenden Attraktionen an die Wünsche des Parks an, so dass zum Beispiel beim Froschhüpfer jetzt so viel Platz auf den Sitzen ist, dass ein Erwachsener zusammen mit Kind dort Platz hat. Auf gemeinsame Erlebnisse legt der Park nämlich großen Wert.

Manches hat aber auch Tradition und wird gepflegt. So geht die Kleinschreibung des Namens auf den Gründer des Parks Karl Heinrich Pott zurück. Und obwohl der Name auf Straßenschildern auch schon mal groß geschrieben wird, legt man Wert auf die richtige Schreibung.

Zum Abschluss wird Patrick Pott nach seinen Visionen für den Park gefragt. Die Ausrichtung als Familienpark solle auf jeden Fall bleiben, sagt er. Ein weiterer Ausbau der Thematisierung sei geplant und auch die Möglichkeit einer Winteröffnung solle nochmal geprüft werden. Aber erstmal läge der Fokus jetzt auf dem diesjährigen Halloween.

Mein Fazit nach dem Interview: Ja, es ist etwas in Bewegung, subtiler als neue Attraktionen und Events, und das wird vor allem in den Internetauftritten deutlich. Durch die Präsenz von Patrick und teilweise auch Henrik Pott in den Kurzvideos hat der Park jetzt ein Gesicht. Und dass man jetzt weiß, wer hinter potts park steht, macht den Park noch sympathischer und stärkt die Bindung mehr als Maskottchen und Clowns es könnten.

Zuletzt aktualisiert am: 2026-07-18 11:29:49
Ein Artikel von Nicole Schneider

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