Vor 8 Jahren
Freizeitpark-Welt.de

Berliner Spreepark- eine "Neverending-Story"

Ger?chte um eine Nutzung im Halloween Monat Oktober

Im April 2010 veröffentliche Freizeitpark-Welt.de bereits einen Bericht über den seit Ende 2001 brachliegenden Berliner Spreepark samt Exklusivinterviews mit Norbert Witte & Christopher Flade.

Im Oktober 1969 wurde der Kulturpark in der DDR eröffnet. Nach der Wende übernahm Schausteller Norbert Witte das Gelände, nannte es ab 1992 Spreepark und lockte Mitte der 90ziger Jahre sogar über 1,7 Millionen Besucher in den Spreepark. Doch seit 4. November 2001 liegt das 30 Hektar große Areal im Landschaftsschutzgebiet brach. Seit dieser Zeit wurden zahlreiche Kinofilme, sogar Hollywood-Produktionen, im Spreepark gedreht, Lesungen und Musikkonzerte fanden auf dem brachliegenden Gelände statt und im Sommer 2011 lockten einige von Pia Witte aufgestellte Kirmesattraktionen innerhalb von 14 Tagen über 20.000 Besucher nach Berlin-Treptow- Köpenick.

Mit einer Investorengruppe und deren Zugpferd Marc Terenzi, Sänger und ehemals mit Sarah Connor liiert, will man offenbar seine "Horror Nights" im Spreepark zukünftig ab 2012 aufführen. "Die Show wird auf Europa-Tour gehen, und Berlin soll eine Station werden", bestätigt Terenzis Assistentin Denise Höfer. "Der Plänterwald wäre eine tolle Location." Terenzi soll vor einem halben Jahr in eine Wohnung im Sony Center gezogen sein. Auch Gerd Emge ist zuversichtlich. Seine Firma bewacht das 30 Hektar große Gelände und ist auch für Veranstaltungen zuständig. "Die Chancen sind sehr, sehr groß, dass die Verhandlungen zum Abschluss kommen", sagt Emge. Bereits im September 2012 könnte die Show Premiere feiern. Geplant sei ein Format wie im "Europa Park" . Das Riesenrad und die fahrenden Kaffeetassen funktionieren noch, sagen Pia Witte und Gerd Emge. Die ehemalige Betreiberin und der Sicherheitsmann sind von der Zukunft des Spreeparks weiterhin überzeugt und hoffen, dass demnächst die "Horror Nights" im Spreepark Berlin Einzug halten

Ob aber jemals wieder die eine der damaligen besten Wildwasserbahnen der Welt"Grand Canyon" vom Hersteller MACK und der "Spreeblitz" wieder in Betrieb gehen werden , dass ist derzeit aber unklarer den je, da die Investoren um Marc Terenzi bislang kein Interesse an einer Inbetriebnahme der noch vorhandenen Fahrattraktionen haben. Die Investitionssumme für eine Wiederinbetriebnahme der noch wenigen im Park befindlichen Fahrattraktionen und des Riesenrads liegt bei schätzungsweise 200.000 Euro, dazu müssten des Weiteren eine Entsorgung der Altlasten veranlasst und ein Parkhaus für 1000 Stellplätze erbaut werden. Alleine diese Kosten in Millionenhöhe dürften die potenziellen Investoren, wie bereits in den Vorjahren zahlreiche Investoren, abschrecken.

Im Oktober 2011 äußerte sich jedoch der Baustadtrat von Treptow- Köpenick Rainer Hölmer in einem RBB-Interview wie folgt: "Rechtlich spricht nichts gegen einen neuen, dauerhaften Vergnügungspark im Plänterwald. "Wir unterstützen das, ich finde es wirklich gut, dass sich endlich wieder was tut. Wir werden für Investoren ein offenes Ohr haben"

Nach derzeitigem Stand wird es auf unabsehbare Zeit weiterhin keine Inbetriebnahme einer saisonalen Nutzung vom Spreepark Berlin geben. Der Spreepark wird sporadisch als Spielstätte von Konzerten und den "Horror Nights" genutzt, aber wilde Achterbahnfahrten und nasse Wildwasserbahnfahrten wird es vorerst wohl leider nicht geben. Daran ändern auch die bundesweit bekannten Spreepark-Führungen von Christopher Flade, das in Betrieb befindliche Cafe Mythos und die Runden drehende Parkeisenbahn nichts.

Zuletzt aktualisiert am: 2015-09-01 08:50:13
Ein Artikel von Andrej Woiczik

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