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Anubis: The Ride

Launched Coaster von Gerstlauer
Höhe: 34 m | Länge: 600 m | Geschwindigkeit: 90 km/h | 3 Inversionen

Ob De Draak, Dongo's Race oder Rollerskater, allen Achterbahnen im Plopsaland gemein, war bisher die Ausrichtung an eher junge Zielgruppen. Kinder mit Familien fanden hier den optimalen Fahrspaß, moderate Geschwindigkeiten und Standard-Layouts prägten das Achterbahnsortiment. Damit ist seit 2009 Schluss!

Anubis: The Ride nennt sich das Stahlungetüm, das für den Freizeitpark Plopsaland an der belgischen Nordseeküste neue Besuchergruppen erschließen soll und ungewohnte Action in den Park bringt. Dabei wählte der Betreiber, die TV Gruppe Studio 100 ein naheliegendes Thema, nämlich eine Kinderserie mit dem Namen "Het Huis Anubis". In der Serie wird die Geschichte von acht Jugendlichen erzählt, die gemeinsam im Internat "Anubis" leben. Rund um dieses Haus ranken sich mysteriöse Vorkommnisse und auch die Gemäuer selbst geben vierlerlei Anlass für die Nachwuchs-Kriminalisten, einmal genauer nachzusehen. Die Serie wird auf dem Kindersender "Nick" am 29. September 2009 übrigens ihre Deutschlandpremiere feiern, dann unter dem Namen "Das Haus Anubis".

Das verwunschene Haus

Im Plopsaland präsentiert sich das magische Haus originalgetreu und äußerst detailreich. Ein großer Vorplatz gibt Familien die Möglichkeit, an Ort und Stelle zu Warten, während der andere Teil der Familie das Haus erkundet und Anubis fährt. Hier geht es zunächst im Erdgeschoss durch den Wohnbereich des Internats, bevor es dunkler wird und man schließlich in der Bücherei des mysteriösen Gebäudes landet. Verstaubte Bücher und leere Regale, flackerndes Licht und zahlreiche Jagdtrophäen zaubern eine unheimliche Stimmung bei der Begehung des Hauses. Schließlich landet man an einem Aufgang, der direkt in die Station der Achterbahn mündet. Die Räume und Gänge sind größtenteils sehr klein, was sich auch in der Station nicht ändert. Ein Manko, da auch die Ein- und Ausstiegsplattform sehr beengt ist und teilweise eine Verzögerung bei der Abfertigung der Achterbahn-Chaisen zur Folge hat.

Kurz vor dem Einstieg reiht man sich in eine der drei Zustiegsplattformen ein, ein Achterbahnzug fährt in den Einstiegsbereich ein und man begibt sich ins Abenteuer. Dabei fällt zunächst die offene und freie Sitzposition auf. Die Sitzplätze sind nach hinten erhöht und ragen auch zur Seite V-förmig heraus um allen Fahrgästen eine gute Sicht nach vorn zu bieten. Auch bei der Gestaltung der Chaisen hat man sich alle Mühe gegeben: Anubis trägt die Sitze auf dem Achterbahnzug, der mit Hieroglyphen und dem wachenden Auge auf der Front durchgängig schön verziert wurde.

Die Fahrt beginnt!

Nach dem Schließen der Schulterbügel geht es dann los. Die Sicht nach vorn wird durch die "durchbrochene" Wand des Haus Anubis geprägt und gibt nichts von der bevorstehenden Action-Orgie preis. Aus der Station folgt sofort eine 180°-Rechtskurve, die die Chaise einige Meter nach unten führt und mit einigem Speed biegt man auf die lange Gerade ein, die Linearstrommotoren packen abrupt zu und man wird in rasanten 2 Sekunden auf 90km/h beschleunigt. Hier durchfährt man auch das Tor von Anubis, welches die Fahrgäste in eine andere Welt führt. "Andere Welt" heißt in diesem Fall erstmal 34m senkrecht in die Höhe, wo man auf dem Top Hat einiges an Airtime genießen kann. Das ganze ist genauso schnell vorbei wie es gekommen ist. Schlagartig geht es wieder abwärts, wobei sich die Schiene um 90° nach rechts verdreht und man wieder bis auf Bodenniveau beschleunigt. Ohne Pause geht es in die Immelmann-Fahrfigur, wo wiederum die Fahrrichtung gewechselt wird.

Ein weiterer Hügel ohne Airtime folgt und abermals wird die Fahrrichtung um 180° gedreht. Schlag auf Schlag geht es in diesem ersten Abschnitt zu. Es folgt der Dive Loop, den man von unten anfährt, bevor man nach rechts wegdreht und nach einer langgezogenen Aufwärtskurve in die Blockbremse einfährt. Durchatmen für alle Mitfahrer, denn der erste Part von Anubis ist richtig rasant, mit vielen Richtungswechseln. Hier kann man schnell die Orientierung verlieren. Aus der Blockbremse geht es in eine Linkskurve an deren Ende sich ein sanfter Hügel anschließt. Eine finale Kehrtwende und langgezogene Rechtskurve mit tollem Banking überführt in einen ungewöhnlichen Heartline Spin, der gleichzeitig den Schlusspunkt dieser Fahrt setzt, bevor es durch eine weitere durchbrochene Wand zurück in die Station geht.

Optisch macht Anubis im Plopsaland einiges her. Die türkis-blaue Dreigurt-Schiene verleiht der Achterbahn, deren Top Hat aus fast allen Bereichen des Parks zu sehen ist, eine edle Optik. Das Layout ist bei der Erstfahrt sehr überraschend und kann auch nach mehreren Fahrten für Verwirrung sorgen, zumal Anubis nie komplett einsehbar ist. Mal sieht man den Top Hat, mal den Dive Loop oder die langgezogene letzte Kurve, aber nie wird das komplette Layout sichtbar, was der dichten Vegetation in diesem Bereich geschuldet ist. Toll, so muss das sein! Nicht so toll ist momentan die Auffahrt in den Top Hat. An der untersten Stelle wartet der einzige echte Ruckler des Schienenparcours, der das Sitzfleisch gehörig durchschüttelt. Der Rest der Fahrt ist hingegen sehr rasant, aber trotzdem sauber zu fahren. Wünschenswert wären vielleicht noch einige Meter mehr gewesen, aber auch so kann Anubis überzeugen. Somit hat das Plopsaland einen würdigen Eyecatcher, der die Skyline des Parks um eine weitere tolle Attraktion bereichert.

Bewerte "Anubis: The Ride"!

Bisherige Bewertungen: 18
Aktuelle Bewertung: 4,4/5

Sicherheits-Beschränkungen

Für Anubis: The Ride liegen uns aktuell keine Beschränkungen vor.

Technische Daten "Anubis: The Ride"

HerstellerGerstlauer
TypLaunched Coaster
Baujahr2009 (9 Jahre)
Fahrhöhe34 m
Geschwindigkeit (max.)90 km/h
Beschleunigung
(0-90 km/h)
2.0 Sekunden
Länge600 m
Inversionen3
Kapazität700 P/h
Anzahl der Züge4
Personen pro Zug6
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