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Troy

Holzachterbahn von Great Coasters International
Höhe: 35 m | Länge: 1040 m | Geschwindigkeit: 90 km/h | Mindestgröße: 120 cm
Seit Ende Juni 2007 gibt es ein neues Highlight in Europa. Und das obwohl man der Holzachterbahn Troy keinen einzigen (echten) Rekord zugute halten kann. Troy ist nicht die Höchste ihrer Art. Die Streckenlänge mit etwas mehr als 1000m zwar sehr beachtlich aber auch kein Alleinstellungsmerkmal, 90 km/h Spitzengeschwindigkeit klingen gut, aber werden auch vom Koloss aus der Lüneburger Heide getoppt. Was bietet Troy also? Die Antwort ist so einfach wie simpel. Spaß vom Anfang bis zum Ende! Kaum eine Holzachterbahn bietet derart viele Überraschungen, eine durchgehend hohe Geschwindigkeit, viele Richtungswechsel und noch mehr Power!

Rasende Entwicklung

Ebenso überraschend ist es, dass der niederländische Freizeitpark Toverland, bis dato eher für Kinder bis 12 Jahren interessant, ein so ambitioniertes Achterbahnprojekt auf die Beine stellt. Nach der zweiten Ausbaustufe des Parks, dem Magic Forest mit einer weiteren großen Halle und dem Motorbike Coaster Booster Bike, folgt nur drei Jahre später der nächste Schritt zu einem vollwertigen Freizeitpark. Für den Bau der Holzachterbahn wurden die Holzachterbahn-Spezialisten von Great Coaster International, Inc. aus Amerika beauftragt. Auf einem zwei Hektar großen Gelände am westlichen Rand des Freizeitparks wurde Troy in einen komplett neuen Themenbereich zwischen Hochseilgarten und Booster Bike angesiedelt. Das berühmte trojanische Pferd thront hier im Eingangsbereich und fehlt ebensowenig wie eine schön gestaltete Kulisse mit Pinien, Palisaden und kleinen Bachläufen, die den Wartebereich zur Achterbahn verschönern.

Dieser ist bis zum schön gestalteten Bahnhofsgebäude recht weitläufig, ab hier wird die Queue jedoch merklich enger und man gelangt in den Innenbereich von Troy, wo man schonmal die abfahrenden Züge beobachten kann, bevor es endlich losgeht. Hier befindet man sich sozusagen genau in einem Dreieck zwischen Stationsgebäude, Lifteinfahrt und Abschlussbremse, mitten im Geschehen also, was die Vorfreude sicher schnell steigen lässt. In der Station angekommen kann man sich einerseits für die hintere Reihe entscheiden, die nochmals extra einen kleinen Wartebereich bildet, oder aber einen der elf Zustiege für die davor liegenden Reihen nutzen. Egal wo man sich einreiht, knapp alle 2 Minuten fegt nur knapp über den Köpfen der wartenden Gäste ein Wagenverbund durch die Station. Ein Element, das bisher sehr selten genutzt wurde und sowohl die Fahrt als auch die Wartezeit interessanter gestaltet. Daumen hoch also auch für den Station-Fly Through.

Speed bis zum Ende!

Dann gibt es kein zurück mehr. Man steigt in die bequemen Ledersitze, die zu allen Seiten gepolstert sind und schließt den Bügel. Darunter gibt es übrigens auch noch eine Gurtsicherung, die jedoch komplett beide Fahrgäste sichert. Aus der Station fährt man eine leichte S-Kurve in Richtung Lift und erklimmt die 35m Höhe des Aufzugs. Bevor man sich der grandiosen Aussicht bewusst wird, geht es dann auch schon wieder bergab. Doch wohin wird man sich im ersten Moment fragen, denn der First Drop beschreibt eine steil nach links geneigte Abfahrt, die wiederum in einer grandiosen Steilkurve endet. Ein kurzer Headchopper-Effekt und schon geht es wieder einen Hügel hinauf, Zeit zum durchatmen und tief Luft holen, denn erst jetzt legt Troy so richtig los. Der Zug rast die Kehrtwende hinunter wo direkt ein kleiner Airtime-Hügel wartet, durchbricht die Liftachse und fährt auf der anderen Seite auf eine Abwärtshelix. Es folgt ein großer Airtime-Hügel und schließlich fährt der Zug durch das Stationsgebäude.

Dort wo normalerweise die Fahrt schon zu Ende sein könnte, wird dem Fahrgast nur ein wenig Pause gegönnt, denn gleich nachdem Station-Fly-Through geht es direkt weiter. In den folgenden Abschnitten rast der Zug nur so über die Strecke, unzählige Richtungswechsel mit kleinen Jumps und am Ende eine Abwärtshelix, die es in sich hat. Dann raubt die magnetische Induktionsbremse jedoch die Geschwindigkeit und der Zug hält in der Abschlussbremse an. Zeit zum Aufatmen, bevor man nach einer weiteren Kurve in die Station einfährt und aussteigt. Wie bei mittlerweile fast jeder größeren Achterbahn kann man auch hier Onride-Fotos der Fahrt kaufen und einige Troy-Acessoires im Souvenir-Shop kaufen. Geblitzt wird man während der Fahrt in der letzten rasanten Helix bevor man in die Bremsen einfährt.

Fazit: Super!

Troy ist eine Holzachterbahn wie sie wohl besser kaum sein könnte. Die Fahrt ist angenehm ruhig, obwohl man natürlich das typische leichte shaken einer Holzachterbahn merkt. Dies wird aber durch die komfortablen Sitze aufgefangen, so dass man die Fahrt vom Anfang bis zum Ende genießen kann. Während der erste Teil der Strecke sehr vorhersehbar ist, da man diesen Teil aus dem Wartebereich einsehen kann, bekommt man beim zweiten Teil richtiges Out-of-Control-Feeling. Trotzdem gibt es immer wieder Airtime, besonders im vorderen Bereich des Achterbahnzugs. Hinten dominiert eindeutig das Geschwindigkeitsgefühl.

Für das Toverland ist Troy ein Riesenschritt nach vorne und dürfte die Zielgruppe des Parks nach oben erweitern. Dabei bleibt die Fahrt mit Troy trotz der Rasanz und der Geschwindigkeit immer noch familienfreundlich, maximal werden 2.4 G erreicht. Bleibt zu hoffen, dass sich die 6,50 Millionen Euro teure Investition für den Park lohnt und sich auch in den Besucherzahlen wiederspiegelt. Schließlich ist die nächste Erweiterung ganz in der Nähe der Holzachterbahn bereits für 2008 angekündigt worden.

Entstehung

Troy wurde auf einer 2 Hektar großen Betonplatte am Rande des Familienparks Toverland gebaut. Die Bauzeit für die Holzkonstruktion betrug nur knapp 6 Monate. Während der Bauzeit gab es auch einen kleinen Zwischenfall als am 05. März 2007 durch starke Winde der Lift zum Einsturz gebracht wurde. Glücklicherweise wurde hierbei niemand verletzt, da sich die ca. 60 Bauarbeiter gerade beim Mittagessen befanden. Besucher von Troy müssen sich übrigens keine Sorgen machen. Der Lift ist damals nur deshalb teilweise eingestürzt, weil die Konstruktion noch nicht den nötigen Zusammenhalt hatte und sozusagen komplett frei dem Wind ausgesetzt war.

Bewerte "Troy"!

Bisherige Bewertungen: 67
Aktuelle Bewertung: 4,8/5

Sicherheits-Beschränkungen

über 120cm
unter 120cm

Technische Daten "Troy"

HerstellerGreat Coasters International
TypHolzachterbahn
Baujahr2007 (10 Jahre)
Fahrhöhe35 m
Geschwindigkeit (max.)90 km/h
Länge1040 m
Kapazität850 P/h
Fahrzeit00:01:50 min
Anzahl der Züge2
Personen pro Zug24
Besonderheiten, Historie und mehr »

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Guest
2015-11-07 16:13:51

Beste Holzachterbahn, die ich je gefahren bin!

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