Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

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Andrej Woiczik
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Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Andrej Woiczik » Do 16. Jul 2020, 15:20

Nun läuft seit einigen Wochen die Freizeitparksaison in der Corona Zeit.
..mich erreichten einige sehr negative "Erlebnisberichte" aus dem Hansa Park und auch vom Europa Park sieht und hört man grauenhaftes.
"Kein Abstand, keine "Masken" und überfordertes Personal" und das alles zu "normalen Preisen"

In meinen Artikeln auf der Hauptseite waren bislang im Wildpark Johannismühle, im Wildpark Lüneburger Heide (mit einer Ausnahme), im Heide Park
(schon 2 Besuche), in Karls bei Berlin, im Tierpark Cottbus, im Tierpark Senftenberg und Erlebnispark und Tierpark Thale keine negativen, persönlichen Erfahrungen zu vermerken.

....von einigen Lesern habe ich aber sehrrrr Negatives aus dem Hansa Park per Whatsapp inkl. Fotos erhalten und hatte dazu auch schon die zuständigen Stellen entsprechend kontaktiert.
...mal sehen was einige Redakteure im Europa Park zur "späten Piraten Eröffnung" erwartet?

Was habt Ihr bislang für Erfahrungen gemacht?
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Re: Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Andrej Woiczik » Do 16. Jul 2020, 15:39


Das macht übrigens Winnie the Pooh in Orlando
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Andrej Woiczik
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Re: Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Andrej Woiczik » Do 16. Jul 2020, 15:45

https://ga.de/region/koeln-und-rheinlan ... d-52225977
Brühl Besucher des Phantasialands kritisieren, dass im Park nicht dervorgeschriebenen 1,50-Meter-Sicherheitsabstand eingehalten würde. Das Phantasialand betont hingegen, die Vorschriften laufend zu kontrollieren.
Die Saison ist für das Phantasialand wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt Anfang April. Erst am 29. Mai durfte der Freizeitpark mit einem speziell erarbeiteten Hygienekonzept öffnen. In den vergangenen Tagen machte sich in den sozialen Netzwerken jedoch Unmut breit: Besucher kritisieren, dass die Abstandsregeln nicht eingehalten würden.

„Wir waren jetzt am Samstag und Sonntag dort, brechend voll (…). Ich fand es teils unverantwortlich der ganzen Covid-19-Situation gegenüber“, schrieb eine Nutzerin am Montag auf Facebook. Jemand ergänzte: „Abstand von maximal 30 Zentimetern war normal.“ Über seinen Besuch am Samstag schrieb ein Nutzer: „Also von Abstand in den Schlangen habe ich nirgendwo was gesehen. (…) Es steht zwar überall, aber dran gehalten hat sich niemand. Auch das Personal hat immer nur drauf hingewiesen, dass ein Mundschutz in den Schlangen auf sein soll.“

Andere Besucher sahen das Ganze positiver: „Fast alle halten sich an die Maskenpflicht. Wer nur den Mund, nicht aber die Nase bedeckt, wird in der Regel vom Personal angesprochen, erst freundlich, wenn nötig aber auch bestimmter. (…) Überall ist Desinfektionsmittel vorhanden. Mich hat das Hygienekonzept überzeugt“, fand ein Facebook-Nutzer. „Abstände sind überwiegend eingehalten worden“, berichtete ein Besucher, der vergangenen Freitag im Park war. „Es ist zwar nervig, bei 30 Grad im Schatten in den Warteschlangen die Maske zu tragen, aber es wird gut drauf geachtet“, twitterte jemand zu seinem Besuch vergangene Woche.



Nach eigenen Angaben öffnet der Park momentan nur für eine begrenzte Anzahl Besucher – daran zweifelten einige Gäste aber. „Man bekommt stets Tickets, es ist häufig brechend voll und auf Nachfrage beim Phantasialand, wie hoch denn die maximale Besucherzahl ist, wird nicht reagiert“, schrieb ein Besucher auf Facebook. Ein Bild auf Twitter, das dem Uploader zufolge vom Sonntag stammen soll, zeigt, wie die Besucher dicht gedrängt im Außenbereich von Chinatown stehen.

Christina Herrmann, Kommunikationsleiterin des Phantasialands, sagt auf Anfrage, das Unternehmen äußere sich grundsätzlich nicht zu Zahlen. Maskenpflicht bestehe nicht auf dem gesamten Gelände, sondern nur an den Parkeingängen, in geschlossenen Räumen und Sanitäranlagen, in den Wartebereichen – egal ob draußen oder drinnen – sowie auf den Attraktionen. In Anstellbereichen, Restaurants und Co. würden Markierungen auf dem Boden auf den Mindestabstand hinweisen. „Alle diese Regelungen werden ständig von unseren Mitarbeitern überprüft“, versichert Hermann.




Das Hygienekonzept umfasse, Besucher beispielsweise mit einem Handbuch über die Regeln zu informieren, öfter zu reinigen und desinfizieren, Desinfektionsmitteln für die Gäste bereitzustellen, den Mund-Nase-Schutz zu kontrollieren. „Bei Verstößen scheuen wir uns auch nicht, entsprechende Konsequenzen zu ziehen – bis hin zum Parkverweis“, sagt Hermann. Wie oft das schon vorgekommen ist, kommentierte sie nicht. Insgesamt würden sich die Gäste die meiste Zeit vorbildlich an die Regeln halten.

Den negativen Berichten in den sozialen Netzwerken stellte die Kommunikationsleiterin eine Vielzahl positiver Kommentare von Besuchern gegenüber. „Wir sind uns unserer Verantwortung in dieser Hinsicht sehr bewusst“, sagt Hermann. Der Park nehme die Kritik ernst, man dürfe solche „Momentaufnahmen“ aber auch nicht überbewerten. „Wenn es beispielsweise Beschwerden über nicht eingehaltene Abstandsregeln an einer einzelnen Stelle gibt, so sollte daraus nicht der Schluss gezogen werden, dass die beschriebene Situation dort länger angedauert hat oder gar, dass sie für das gesamte Phantasialand repräsentativ ist.“ Außerdem steige mit den Gästezahlen in den Ferien auch die Zahl der Beschwerden.


Die Stadt Brühl erklärte auf Anfrage, dass der Park ein „tragfähiges Hygiene- und Infektionsschutzkonzept“ erarbeitet hatte. Dieses habe das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises genehmigt. Die Besucher müssten Mund-Nasen-Bedeckung und insbesondere in den Wartebereichen Abstandsregeln einhalten. „Die Parkmitarbeitenden wurden entsprechend geschult und sollen bei Verstößen das Hausrecht durchsetzen und gegebenenfalls Besucherinnen oder Besucher aus dem Park entfernen (lassen)“, erklärt die Stadt.

Das Konzept habe das Ordnungsamt der Stadt im Phantasialand überprüft. Dabei hätten die Mitarbeiter festgestellt, dass die Wartebereiche mit Abstandsmarkierungen versehen waren und Einbahnregelungen geschaffen wurden, um die Besucherströme zu lenken. Danach war das Ordnungsamt anscheinend nicht mehr im Park unterwegs. „Die Kontrolle der Einhaltung der Coronaregeln im Park obliegt den Mitarbeitenden vor Ort“, sagt die Stadt. Der Leiter der Ordnungsabteilung stehe „in direktem und ständigem Kontakt mit der Parkleitung. Bei dieser liegt die Verantwortung und auch das Risiko, dass dem Phantasialand bei Nichteinhaltung der Regeln eine Schließung droht.“

ANMELDUNG PFLICHT
Besucher brauchen Online-Ticket
Momentan können Gäste das Phantasialand nur mit einem
tagesdatierten Online-Ticket besuchen. Spontan am Park Karten zu kaufen, ist bis auf Weiteres nicht möglich. Ausnahmen bilden Menschen mit einem Behindertenausweis ab 50 Prozent und Geburtstagskinder. Letztere erhalten auch ohne Vorabanmeldung freien Eintritt an ihrem Geburtstag. Wer vorher Tickets für die Sommersaison gekauft hat, kann diese auf www.phantasialand.de gegen Online-Tickets umtauschen.
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Nico13
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Re: Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Nico13 » Mo 20. Jul 2020, 21:16

Da es ja hier schon erwähnt wurde, schildere ich meine Erfahrungen aus dem Hansa Park.
Tatsächlich war es kein Problem, mit der Jahreskarte von einem auf den anderen Tag noch Tickets zu bekommen. Allerdings war der Parkplatz zumindest am Sonntag auch voll. Ich weiß nicht, wie das bei normaler Kapazität ist, sehr eingeschränkt kam es mir nicht vor.
Der Park macht früher auf als um 10.00 Uhr, allerdings sind im Park dann Absperrbänder zu den verschiedenen Bereichen, vor denen sich dann bis 10 die Besucher wieder gnubbeln (ohne Mundschutz und Abstand).
Es gibt Desinfektionsmittel an fast allen Ein- und Ausgängen der Attraktionen, werden natürlich nicht von allen benutzt. Im Park weisen große Schilder auf die "Eigenverantwortung" hin, daher gibt es an den Attraktionen nur noch kleine Maskenschilder, die dann auch gerne übersehen werden. Abstand halten ist eher Glückssache, im Anstellbereich von Nessie würde ich mal sagen, man kann schon über 50 cm Abstand glücklich sein. Zumal man ja auch direkt nebeneinander in der Station steht, so dass bei aller Liebe ein Abstandhalten nicht möglich ist.
Die Markierungen auf dem Boden fehlen an sehr vielen Stellen, obwohl der Park versichert, immer wieder nachzukleben oder zu sprühen. Viele Menschen halten sich an die Regeln, viele aber auch nicht, tragen ihre Masken unter dem Kinn oder am Handgelenk durch die Warteschlage oder nehmen sie erst einmal ab, um in der Schlange zu picknicken. Und auch daddeln geht mit Maske einfach schlecht, da muss man die auch runterziehen. :evil: Spricht man sie an, erntet man größtenteils ein Schulterzucken oder eine dumme Antwort. Oder sie ziehen die Maske wieder runter, sobald man ihnen den Rücken zudreht. Ganz sporadisch erscheint mal Security in einer Warteschlange (erlebt 1x und ein zweites Mal, nachdem das durch uns veranlasst wurde). Obwohl uns Mitarbeiter sagten, dass gerade bei Störtebekers Kaperfahrt als auch bei Nessie die Situaton immer ziemlich schlimm sei.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesehen, dass irgendein Fahrgeschäft, ein Tisch oder sonstiges desinfiziert wurde. Dort, wo es einzelne Wagen oder Boote gibt, wird nur eine Familie oder Gruppe hineingesetzt, ansonsten werden Zug, Achterbahnen und Highlander voll besetzt. Trotzdem stand z.B. die Schlange beim Fluch von Novgorod bis vor das Tor auf den Weg hinaus. Nessie fuhr trotz vollgestopfter Station nur mit einem Zug.
An den kleinen Shops stehen gerne mal Schilder, dass nicht mehr als zwei Personen drin sein sollen, wenn dann aber mal 8 drin sind, interessiert das auch keinen. Und wenn man am Eingang stehen bleibt, eben weil schon zu viele Leute im Laden sind, dann rennen die nächsten noch an einem vorbei in den Laden rein.
Ich hatte mich schon am ersten Tag schriftlich an den Gästeservice gewandt. Ich bekam auch eine ausführliche, allerdings wenig hilfreiche Antwort, dass das wahrscheinlich alles nur Missverständnis seien, dass die Menschen, die keinen Abstand halten, eigentlich fast immer zu einer Familie gehören (Ich war schon verwundert, wie viele Leute dann plötzlich wohl zu meiner Familie bzw. Gruppe gehören mussten) und dass die Leute, die keinen Mundschutz tragen, per Attest davon befreit sind (weswegen sie die Teile bestimmt am Handgelenk oder unter dem Kinn trugen). Genau wie alle Mitarbeiter, die keinen Mundschutz tragen (also gut die Hälfte). Ich wurde auch darauf hingewiesen, doch immer möglichst direkt Meldung zu machen, damit man diese Missverständnisse klären könne. Nur wie soll man das, wenn man mitten in der Warteschlange steht und kein Mitarbeiter weit und breit zu sehen ist? Wenn ich erst am Einstieg bin und eine Dreiviertelstunde zwischen den Mundschutzlosen gestanden habe, ist es auch egal.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer sah ich, als am späteren Vormittag eine ganze Armada schick gekleideter junger Damen und Herren mit Sprühflasche und einem Schild mit dem Abstandssymbol in den Park hinausströmten. Sollte tatsächlich....? Nein, die gingen nur spazieren und wenn sie am Eingang einer Attraktion abgestellt wurden, winkten sie den Leuten, die ohne Mundschutz und Abstand in die Warteschlage liefen, fröhlich lächelnd zu.

Ach ja, und dann gab es da noch die groteske Situation, in der ein Ride Operator anfing, mit einem Gast zu diskutieren, der seinen Mundschutz NICHT abnehmen wollte in einer Attraktion, in der man ihn abnehmen durfte.....

Ich muss sagen, ich hatte dem Park sehr viel zugetraut und war sehr enttäuscht, vor allem auch darüber, wie mit meinem Feedback umgegangen wurde. Ich habe mich dann am Donnerstag nochmal an den Gästeservice gewandt, nachdem ich von Leuten, die ich auf die Mundschutzpflicht aufmerksam gemacht habe, auch noch blöde angepöbelt worden bin. Ein zufällig auch gerade dort anwesender Mitarbeiter konnte bezeugen, dass die Situation an dem Fahrgeschäft zu dem Zeitpunkt unmöglich war. Die Mitarbeiterin dort hat sich mehrmals entschuldigt und wollte meine Meldung an die Geschäftsleitung weitergeben, seitdem habe ich nichts mehr gehört. Schade!
Klar ist die Situation schwierig, aber andere Parks, auch der große Konkurrent Heide-Park, bekommt das wider Erwarten viel besser hin. Ich glaube nicht, dass man sich auf die Eigenverantwortung der Besucher verlassen und berufen kann. Wie hoch diese im Moment ist, zeigen ja die Corona-Partys und genügend andere Situationen, von denen man hört. Ich fand es auch sehr befremdlich, dass man mir mitteilte, viele Leute hätten schon angekündigt, dass sie nicht mehr kommen würden wegen der Mundschutzpflicht im Wartebereich. Und jetzt? Alle Maßnahmen wieder abschaffen, damit sich die Leichtsinnigen auch wieder in den Park bemühen?
Und wenn die mangelnde Eigenverantwortung auch schuld der Leute ist, warum wird nicht desinfiziert, wie an jedem anderen Ort, den man im Moment besucht? Auch in Schleswig Holstein? Und sei es nur, um ein bisschen das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

Wir haben jedenfalls dann einen bereits reservierten weiteren Besuch gecancelt und waren an dem anderen Tag nur kurz im Park und nur in den unspektakulären und wenig besuchten Attraktionen. Von einem unbeschwerten Parkbesuch konnte leider keinesfalls die Rede sein. :(

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Re: Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Andrej Woiczik » Di 21. Jul 2020, 08:17

Nico13 hat geschrieben:
Mo 20. Jul 2020, 21:16
Da es ja hier schon erwähnt wurde, schildere ich meine Erfahrungen aus dem Hansa Park.
Tatsächlich war es kein Problem, mit der Jahreskarte von einem auf den anderen Tag noch Tickets zu bekommen. Allerdings war der Parkplatz zumindest am Sonntag auch voll. Ich weiß nicht, wie das bei normaler Kapazität ist, sehr eingeschränkt kam es mir nicht vor.
Der Park macht früher auf als um 10.00 Uhr, allerdings sind im Park dann Absperrbänder zu den verschiedenen Bereichen, vor denen sich dann bis 10 die Besucher wieder gnubbeln (ohne Mundschutz und Abstand).
Es gibt Desinfektionsmittel an fast allen Ein- und Ausgängen der Attraktionen, werden natürlich nicht von allen benutzt. Im Park weisen große Schilder auf die "Eigenverantwortung" hin, daher gibt es an den Attraktionen nur noch kleine Maskenschilder, die dann auch gerne übersehen werden. Abstand halten ist eher Glückssache, im Anstellbereich von Nessie würde ich mal sagen, man kann schon über 50 cm Abstand glücklich sein. Zumal man ja auch direkt nebeneinander in der Station steht, so dass bei aller Liebe ein Abstandhalten nicht möglich ist.
Die Markierungen auf dem Boden fehlen an sehr vielen Stellen, obwohl der Park versichert, immer wieder nachzukleben oder zu sprühen. Viele Menschen halten sich an die Regeln, viele aber auch nicht, tragen ihre Masken unter dem Kinn oder am Handgelenk durch die Warteschlage oder nehmen sie erst einmal ab, um in der Schlange zu picknicken. Und auch daddeln geht mit Maske einfach schlecht, da muss man die auch runterziehen. :evil: Spricht man sie an, erntet man größtenteils ein Schulterzucken oder eine dumme Antwort. Oder sie ziehen die Maske wieder runter, sobald man ihnen den Rücken zudreht. Ganz sporadisch erscheint mal Security in einer Warteschlange (erlebt 1x und ein zweites Mal, nachdem das durch uns veranlasst wurde). Obwohl uns Mitarbeiter sagten, dass gerade bei Störtebekers Kaperfahrt als auch bei Nessie die Situaton immer ziemlich schlimm sei.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesehen, dass irgendein Fahrgeschäft, ein Tisch oder sonstiges desinfiziert wurde. Dort, wo es einzelne Wagen oder Boote gibt, wird nur eine Familie oder Gruppe hineingesetzt, ansonsten werden Zug, Achterbahnen und Highlander voll besetzt. Trotzdem stand z.B. die Schlange beim Fluch von Novgorod bis vor das Tor auf den Weg hinaus. Nessie fuhr trotz vollgestopfter Station nur mit einem Zug.
An den kleinen Shops stehen gerne mal Schilder, dass nicht mehr als zwei Personen drin sein sollen, wenn dann aber mal 8 drin sind, interessiert das auch keinen. Und wenn man am Eingang stehen bleibt, eben weil schon zu viele Leute im Laden sind, dann rennen die nächsten noch an einem vorbei in den Laden rein.
Ich hatte mich schon am ersten Tag schriftlich an den Gästeservice gewandt. Ich bekam auch eine ausführliche, allerdings wenig hilfreiche Antwort, dass das wahrscheinlich alles nur Missverständnis seien, dass die Menschen, die keinen Abstand halten, eigentlich fast immer zu einer Familie gehören (Ich war schon verwundert, wie viele Leute dann plötzlich wohl zu meiner Familie bzw. Gruppe gehören mussten) und dass die Leute, die keinen Mundschutz tragen, per Attest davon befreit sind (weswegen sie die Teile bestimmt am Handgelenk oder unter dem Kinn trugen). Genau wie alle Mitarbeiter, die keinen Mundschutz tragen (also gut die Hälfte). Ich wurde auch darauf hingewiesen, doch immer möglichst direkt Meldung zu machen, damit man diese Missverständnisse klären könne. Nur wie soll man das, wenn man mitten in der Warteschlange steht und kein Mitarbeiter weit und breit zu sehen ist? Wenn ich erst am Einstieg bin und eine Dreiviertelstunde zwischen den Mundschutzlosen gestanden habe, ist es auch egal.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer sah ich, als am späteren Vormittag eine ganze Armada schick gekleideter junger Damen und Herren mit Sprühflasche und einem Schild mit dem Abstandssymbol in den Park hinausströmten. Sollte tatsächlich....? Nein, die gingen nur spazieren und wenn sie am Eingang einer Attraktion abgestellt wurden, winkten sie den Leuten, die ohne Mundschutz und Abstand in die Warteschlage liefen, fröhlich lächelnd zu.

Ach ja, und dann gab es da noch die groteske Situation, in der ein Ride Operator anfing, mit einem Gast zu diskutieren, der seinen Mundschutz NICHT abnehmen wollte in einer Attraktion, in der man ihn abnehmen durfte.....

Ich muss sagen, ich hatte dem Park sehr viel zugetraut und war sehr enttäuscht, vor allem auch darüber, wie mit meinem Feedback umgegangen wurde. Ich habe mich dann am Donnerstag nochmal an den Gästeservice gewandt, nachdem ich von Leuten, die ich auf die Mundschutzpflicht aufmerksam gemacht habe, auch noch blöde angepöbelt worden bin. Ein zufällig auch gerade dort anwesender Mitarbeiter konnte bezeugen, dass die Situation an dem Fahrgeschäft zu dem Zeitpunkt unmöglich war. Die Mitarbeiterin dort hat sich mehrmals entschuldigt und wollte meine Meldung an die Geschäftsleitung weitergeben, seitdem habe ich nichts mehr gehört. Schade!
Klar ist die Situation schwierig, aber andere Parks, auch der große Konkurrent Heide-Park, bekommt das wider Erwarten viel besser hin. Ich glaube nicht, dass man sich auf die Eigenverantwortung der Besucher verlassen und berufen kann. Wie hoch diese im Moment ist, zeigen ja die Corona-Partys und genügend andere Situationen, von denen man hört. Ich fand es auch sehr befremdlich, dass man mir mitteilte, viele Leute hätten schon angekündigt, dass sie nicht mehr kommen würden wegen der Mundschutzpflicht im Wartebereich. Und jetzt? Alle Maßnahmen wieder abschaffen, damit sich die Leichtsinnigen auch wieder in den Park bemühen?
Und wenn die mangelnde Eigenverantwortung auch schuld der Leute ist, warum wird nicht desinfiziert, wie an jedem anderen Ort, den man im Moment besucht? Auch in Schleswig Holstein? Und sei es nur, um ein bisschen das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

Wir haben jedenfalls dann einen bereits reservierten weiteren Besuch gecancelt und waren an dem anderen Tag nur kurz im Park und nur in den unspektakulären und wenig besuchten Attraktionen. Von einem unbeschwerten Parkbesuch konnte leider keinesfalls die Rede sein. :(
Ich bin seit Jahrzehnten ein großer Fan vom Hansa Park und wir drei Berliner haben seit 12 Jahren Saisonkarten, aber diese Missstände im Park sind mir unbegreiflich und nicht verständlich. Ja, wirtschaftlich als Familienunternehmen wie auch die Macks Arbeiten in der Coronakrise ist verständlich, aber sich wie auch im Europa Park schon geschehen, sich aus der Verantwortung zu stehlen und auf die Eigenverantwortung der Gäste zu setzen ist schon "strange". Wir sind im Mitte August vor Ort und werden berichten, ob sich nach dem tollen Einsatz von Nicole sich etwas verbessert hat?
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Re: Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Nico13 » Mi 22. Jul 2020, 22:22

Heute waren wir nochmal im Vogelpark Walsrode. Obwohl es recht voll war, war es total entspannt.
Aufgrund der Sommerferien musste der Park wieder etwas zurückrudern und Shows und öffentliche Fütterungen wieder streichen, dafür finden aber immer wieder Flugtrainings und Fütterungen über den Tag verteilt ohne Vorankündigung statt. Auch Fotos mit verschiedenen Vögeln sind möglich.
Im Restaurant verläuft es weiterhin vorbildlich, was Desinfektion und Registrierung betrifft.
Wiederum Daumen hoch für den Vogelpark.

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Re: Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Andrej Woiczik » Di 28. Jul 2020, 11:24

Hier die Erfahrungen aus Plohn:
https://www.freizeitpark-welt.de/freize ... 2&nid=4121
Corona-Maßnahmen und ihre Umsetzung
Gegen 13.00 Uhr füllte sich dann der Freizeitpark Plohn extrem. Menschenmassen strömten in den Park und die Wartezeiten schossen bei den Major Rides bis auf 45 Minuten. Es folgte daher für uns ein entspannter Rundgang durch den 25 Hektar großen Erlebnispark. Man sah viele zufriedene Gesichter bei den zahlreichen Besuchern an diesem Tag. Die Anlagen wirkten sehr gepflegt und die Thematisierung der jeweiligen Themenbereiche ist zum Teil sehr detailverliebt.

Kommen wir nun zu etwas unerfreulichem. Im Freizeitpark Plohn wird sehr umfangreich informiert, dass jede Besuchergruppe einen Abstand von mindestens 1,5 Meter zur anderen Gästen halten muss. Sobald man sich in einem Indoor-Bereich befindet, müssen Masken aufgesetzt werden (Ausnahme: Kinder bis zum 6. Geburtstag. Neben einer Vielzahl an öffentlichen Desinfektionsmittelspendern findet man natürlich auf dem gesamten Parkgelände auch nochmals entsprechende Hinweisschilder mit Hygiene- und Abstandregelungen. Alles schön und gut, aber diese Regeln werden im Park von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft anders und eigenwillig ausgelegt. Während besonders ältere Mitarbeiter auf diese Regeln achten und im Park jede 30 Minuten Hinweise über die Lautsprecheranlage den Besuchern mitgeteilt werden, beherzigen besonders auf „El Toro“ und „Dynamite“ die Besucher die Bestimmungen nicht und verhalten sich unverantwortlich - und keinem Mitarbeiter schien es zu interessieren. Kein Abstand und vor allem keine Masken auf den beiden Achterbahnen gab es zu erleben. Auf beiden Achterbahnen machten wir insgesamt 8 Fahrten. ¾ der Achterbahnfahrenden trug da keine Maske und das Personal interessierte es leider auch nicht. Wenn man sich dann noch die Onride Fotos ansah gruselte es einen, da hier durchgängig keine Masken zu sehen waren. Hier muss unbedingt bei den Parkverantwortlichen auf die jeweiligen Mitarbeiter eingewirkt werden, dass ohne Maske kein Gast fahren darf.
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Re: Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Nico13 » Di 28. Jul 2020, 20:57

Man versteht es nicht, dass manche Parks zittern, dass sie wieder schließen müssen und alles tun, um die Regeln umzusetzen, und dass es anderen Parks völlig egal zu sein scheint. Oder gibt es da keine Kontrollen?

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Re: Corona-Zeit: Was macht Ihr für Erfahrungen in den Parks?

Beitrag von Andrej Woiczik » So 2. Aug 2020, 17:14


Es eröffnen in den VAE nunmehr auch die ersten Freizeitparks mit größeren Sicherheitskonzept als in Deutschland.
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