Der verblasste Traum@Universal Studios Germany

Alle Themen rund um die deutschen Freizeitparks

Der verblasste Traum@Universal Studios Germany

Beitragvon Andrej Woiczik » Do 3. Nov 2016, 17:21

Zusätzlich zu viewtopic.php?f=27&t=4699
hier noch einige Zeilen von mir.

Viel Spaß beim Lesen

Über Euere Meinung zu diesem Themenkomplex bin ich gespannt

Die Verantwortlichen der Disney Company raufen sich immer noch die Haare, dass sie sich anstatt für einen zentralen Standort in Deutschland für die Brache 45 Kilometer außerhalb von Paris entschieden haben.
Vielleicht wäre einiges anders gelaufen, wenn das Disneyland Europe in Deutschland entstanden wäre.
Hätte, wenn und aber zählen nicht.
Kein großer international operierender Freizeitpark-Konzern (Merlin mit den kleineren zwei Parks in Deutschland zählen mit jeweils 1,5 Mio. im Jahr nicht) hat dauerhaft in Deutschland Fuß gefasst.
...im Gegensatz zum asiatischen Bereich.

Universal Studios Singapore - Zones.jpg


Auf der Insel Sentosa begeistern die Universal Studios Singapore über 3 Millionen Besucher jährlich.
IMG_8839.JPG
Foto von mir 08/2016


Warum klappte das nicht in Good Old Germany?

Bereits mit Warner Bros & der Six Flags funktionierte es in Deutschland nicht.

Der Park wurde am 30. Juni 1996 als Warner Bros. Movie World, unter dem Motto „Hollywood in Germany“, auf dem ehemaligen Gelände des Freizeitparks Bavaria Filmpark eröffnet, der von 1992 bis Saisonende 1994 bestand. Zuvor befand sich auf dem Gelände der Traumlandpark und davor der Kirchhellener Märchenwald. Zu Bavaria-Zeiten standen hier u. a. ein von der Fernsehserie Raumpatrouille inspirierter Flugsimulator namens Orion-II (heute ein Spielplatz im Kinderdorf) und diverse Originalrequisiten aus Film und Fernsehen.

Im Mai 1994 fand die Grundsteinlegung zur Warner Bros. Movie World Germany statt. Die Investitionssumme betrug 400 Millionen DM, davon wurden 62 Millionen DM von der Landesregierung beigesteuert.[5] Vorbild war der damals weitgehend identische Park gleichen Namens an der australischen Gold Coast. Ende 1999 trennte sich Warner von all seinen Freizeitparks, und Premier Parks (später Six Flags) übernahm die Warner Bros. Movie World. Der neue Besitzer war bereits auf dem amerikanischen Markt im Besitz von Warner-Bros.-Lizenzen und führte den neuen Park als Lizenznehmer unter altem Namen und mit den bekannten Figuren weiter.

Im April 2004 verkaufte Six Flags seine europäischen Parks an Palamon Capital Partners, welche die alte Gruppe unter dem neuen Namen StarParks weiterführte. Im Zuge dessen wurde der Park im Jahr 2005 in Movie Park Germany umbenannt; die alten Looney-Tunes- und DC-Comics-Lizenzen wurden zum Teil durch neue von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), 20th Century Fox und Nickelodeon ersetzt, was zur Folge hatte, dass die bekannten Charaktere nach neun Jahren im Park durch neue ersetzt wurden.


Quelle: Wikipedia

Vor mittlerweile etwas mehr als fünfzehn Jahren,sah es ganz so aus, als müssten sich die europäischen Parks , vor allem der in Deutschland beliebteste Freizeitpark namens Europa Park, nach dem Disneyland Paris und dem gescheiterten Warner Bros. Traum ,erneut einer großen Herausforderung stellen: Denn im niederrheinischen, eher strukturschwachen Krefeld, am Rande einer der bevölkerungsreichsten Regionen ganz Europas, plante Universal – der große Konkurrenz Disneys – seine Antwort auf das Disneyland. Im Gegensatz zum spanischen PortAventura, das von 1997 bis 2005 mit einem Universal im Parknamen nur umgelabelt wurde, sollte dieses Projekt, das den Namen Universal Studios Germany trug, viel mehr mit den Universal-Parks in Übersee gemein haben.

Costa Caribe2.jpg
Schön waren die Universal Zeiten


Verheißungsvoll heißt es im Antrag der Stadt Krefeld auf Änderung des Gebietsentwicklungsplans: „Mit dem Themenpark wird ein Park entstehen, der mit den bisherigen Freizeitparks in Deutschland und Europa (Ausnahme: Disney Paris) nicht vergleichbar ist, sondern absolut neue Maßstäbe in Design und Technologie setzt.“.
http://www.brd.nrw.de/regionalrat/sitzu ... antrag.pdf

Auszüge:
Das Nutzungskonzept
Das 88 ha große Grundstück bietet die ideale Ausgangsbasis für eine moderne
und herausragende Anlage, die auch in ökologischer Hinsicht neue Maßstäbe
setzen wird. Die einzelnen Elemente (Universal - Themenpark, Fun & Wellness/
Wasserpark, zwei Hotels mit angeschlossenem Konferenzzentrum, Entertain-
ment - Zone) sind um eine große Lagune angeordnet (s. Anlage 2: aktueller
Entwurf des Masterplans). Sowohl mit Booten über Wasser, als auch zu Fuß an
der Uferpromenade gelangt man zu allen Attraktionen. In einem spannenden
Kontrast zur idyllischen Lagune steht die moderne Architektur. Diese Atmo-
sphäre bietet Überraschungen, Entdeckungen und Spaß – ganzjährig, ganztä-
gig. Die Planungen sehen vor, daß ca. 80 % der Attraktionen Indoor - Angebote
sind, damit eine weitgehende Wetterunabhängigkeit über das gesamte Jahr ge-
geben ist.
Das Konzept läßt sich in Stichpunkten wie folgt beschreiben:

Energiegeladene Erlebniswelt

Spektakuläres Entertainment

Innovatives Angebot

Besucher aller Altersklassen / Zielgruppenübergreifend

Forcierung von Angeboten für die ganze Familie

Ganzjahres- / Ganztagsbetrieb

Wetterunabhängigkeit / Indoor-Angebote

Verlängerung der Aufenthaltsdauer von Gästen

Starke internationale Profilierung der Stadt Krefeld und der Region
Ein Einzugsgebiet von 27,4 Mio. Einwohner – innerhalb von 2 Stunden Fahrzeit
– zzgl. rund 8,4 Mio. Touristen bescheren der Stadt Krefeld einen exzellenten
Standortvorteil (zum Vergleich Paris – 17 Mio. Einwohner, London 14 Mio. Ein-
wohner im 2-Stunden-Bereich).
2.1. Themenpark „Universal Studios Germany“
Die Hauptattraktion des Projektes ist ein Universal - Themenpark, der in Anleh-
nung an das von Universal Studios in Los Angeles, Orlando und Osaka/Japan
verwirklichte Freizeitparkkonzept gebaut werden soll. Mit dem Themenpark wird
ein Park entstehen, der mit den bisherigen Freizeitparks in Deutschland und
Europa (Ausnahme: Disney Paris) nicht vergleichbar ist, sondern absolut neue
Maßstäbe in Design und Technologie setzt. Es entsteht eine attraktive Erleb-
niswelt, die ihre Gäste hinter die Kulissen in die tatsächliche Welt des Films
führt – bildlich gesprochen – die Filme „erleben“ läßt („Step into the movies“).
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Die Gäste treten ein in die Welt der Mythen, Legenden und klassischen Helden.
Das Abenteuer leben ist hier das Motto. Dazu tragen Filmhits wie Jurassic Park,
Spiderman, Herr der Ringe, Terminator und viele andere weltbekannte Produk-
tionen bei.
Es wird mit rd. 3,5 Mill. Besuchern jährlich gerechnet (Ganzjahresbetrieb). Die
Kapazitäten im Themenpark sind auf diese Anforderungen ausgelegt und kön-
nen in der Spitze rd. 25.000 Gäste pro Tag bewältigen. Der im Vergleich zu den
Parks in den USA höhere Anteil an Indoor - Attraktionen wird für erforderlich
gehalten, um den hiesigen klimatischen Bedingungen besser Rechnung tragen
zu können. Der Themenpark wird eine Größe von ca. 29,1 ha haben.
2.2. Fun & Wellness / Wasserpark
Der Fun- / Wellness - Park ist mit einer Größe von ca. 4 ha geplant. Der Park
hebt sich von den bereits bestehenden Wasserpark - Konzepten insofern ab,
als nicht das Erlebnisbad, sondern der Bereich Wellness im Vordergrund steht.
Dieser Bereich stellt gegenüber den Fun- und Entertainment - Elementen eine
Quelle der Stille und Erholung vom Alltag dar. Die beruhigende Kraft des Was-
sers soll hier auf die Besucher wirken. Ziel ist es, ein überragendes Erlebnis für
die klassischen Wellness - Kunden zu schaffen, aber gleichzeitig auch Wellness
für eine breitere Zielgruppe attraktiv zu machen.
Natürlich gibt es im Funbereich des Wasserparks alle erdenklichen Wasseratt-
raktionen, die jedem Gast einen erlebnisreichen Besuch garantieren. Die hohe
Auswahl an ergänzenden Angeboten weckt das Interesse der Besucher und
macht den Park zu etwas einzigartigem im Vergleich zu bestehenden Erlebnis-
bädern. Der Park ist aufgrund der vorherrschenden Wetterbedingungen auf ei-
nen Indoor - Betrieb ausgerichtet; vorgesehen ist ein fahrbares Dach, das sich
bei entsprechendem Wetter öffnen läßt. Man rechnet mit rd. 650.000 Besuchern
pro Jahr.
2.3. Hotels mit Konferenzzentrum
Neben einem 500 Zimmer umfassenden Vier / Fünf – Sterne - Hotel mit einem
angeschlossenen Konferenzzentrum mit einer Tagungskapazität bis zu 1.500
Plätzen ist ein thematisiertes Drei – Sterne - Hotel mit 500 Zimmern vorgese-
hen.
Das Vier / Fünf – Sterne - Hotel wird mehr die herausragende Restauration,
Wellness- und Beauty - Angebote betonen sowie Businessgäste beherbergen.
Das preiswertere Drei - Sterne - Hotel wird sich vorwiegend auf Familienbedürf-
nisse konzentrieren.
Für die Gebäudekomplexe stehen jeweils 6 ha zur Verfügung.
Die maximale Kapazität des Familienhotels beträgt 474.500 Personen pro Jahr.
Als durchschnittliche Aufenthaltsdauer werden 2 Tage angenommen. Das Fa-
milienhotel wird an den Themenpark angeschlossen sein und eine entspre-
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chende Thematisierung erhalten.
Das Vier / Fünf – Sterne - Hotel weist eine Kapazität pro Jahr von 410.625 Per-
sonen auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer wird mit 2 Tagen angesetzt.
Der angegliederte Konferenzbereich wurde mit 1.500 Plätzen entsprechend der
größten Nachfrage- und Bedarfskriterien ausgelegt.
Die Auslastung der beiden Hotels wird als sehr hoch eingestuft. Erfahrungsge-
mäß bringt die thematisierte Hotellerie, die an einen Themenpark angeschlos-
sen ist, extreme Auslastungsquoten. Auch die Lage des Businesshotels und
des Konferenzzentrums wird als sehr günstig eingeschätzt. Zum einen liegt der
Park direkt an der Autobahn, zum anderen sind die Flughäfen in der Umgebung
(Düsseldorf und Mönchengladbach) schnell zu erreichen. Die Verbindungen
nach Düsseldorf werden kontinuierlich verbessert – mit der neuen Rheinque-
rung auf Fahrzeiten von 10 – 15 Minuten reduziert. Nach dem jetzigen Pla-
nungsstand und vorliegenden Erfahrungen aus anderen Freizeitparks ist davon
auszugehen, daß die im IEC geplanten Hotelkapazitäten den entstehenden Be-
darf nicht decken können, was wiederum zwangsläufig zu einer Erhöhung der
Belegungsquoten der Hotellerie im regionalen Umfeld (ca. 30 bis 50 km) führen
wird.
2.4. Entertainment - Zone („City Walk“)
Die E - Zone ist ein großer Vergnügungskomplex mit einem unvergleichlichen
Unterhaltungsmix aus Live - Musik, Varieté, Themengastronomie, kulinarische
Angebote, Live-Shows, Motive Magic und Sport sowie Night - Entertainment.
Darüber hinaus ist ein eigenes Fernsehstudio geplant. Live - Übertragungen
von dort stattfindenden Veranstaltungen sind somit möglich. Kooperationen mit
Fernsehsendern sind geplant. Ziel ist es, ein attraktives Angebot sowohl für
Gäste aus dem Themenpark, der Hotellerie sowie dem Wasserpark als auch für
die Bewohner der Umgebung zu schaffen.
Der frei zugängliche City Walk ist in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt
.
Für
den Bereich Einzelhandel stehen gemäß Ratsbeschluß der Stadt Krefeld vom
14.03.02 eine maximale Nettoverkaufsfläche von 8.000 m² zur Verfügung. Die
Begrenzung ist durch Eintragung einer Grunddienstbarkeit und einer Baulast zu
sichern. Auf der Nettoverkaufsfläche sollen Themenpark bezogene Sortimente
angeboten werden. Auf maximal 20 % der Nettoverkaufsfläche dürfen großflä-
chig Video-, Musik- und Entertainment – Artikel angeboten werden. Auf das
BBE – Gutachten zur Zentrenverträglichkeit von Juni 2001 wird Bezug genom-
men. Die Themenrestaurants nehmen eine Fläche von 6.000 m² und die
Selbstbedienungsrestaurants eine Fläche von 2.500 m² ein. Für Disco und Live
- Entertainment stehen 12.000 m² zur Verfügung.
Analog zum Universal „City Walk“ wird das Gros der anzusiedelnden Betriebe
ein Angebot führen, welches in erster Linie auf die Besucher des Themenparks
als Zielgruppe ausgerichtet sein wird. In der Mehrzahl wird es sich um Themen-
shops mit sortimentsübergreifendem Angebot handeln, welches jedoch im Ge-
gensatz zum klassischen Einzelhandel eine ausgesprochen starke Unterhal-
tungs- und Vergnügungsorientierung aufweist. Ergänzend sind einzelne Life-
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style - bzw. Trend - Angebote ohne direkten Merchandise - Charakter ange-
dacht. Diese Angebote werden allerdings im Verhältnis zum übrigen stark en-
tertainment - orientierten Angebot allenfalls ergänzenden Charakter aufweisen
und stellen kein umfassendes Angebot dar.
Insofern heben sich die geplanten Angebote im Hinblick auf die Kaufmotivation
der Kunden deutlich von den Strukturen in der Innenstadt und den Stadtteilzent-
ren ab. Die Entertainment - Zone wird frei (ohne Eintritt) zugänglich sein.
2.5. Kinobereich und Sportzone
Für das IMAX - Kino (oder vergleichbare Kinotechnologie) sind 1.000 m² vorge-
sehen, das Multiplexkino verfügt über eine Fläche von 5.500 m². Für die Sport-
zone sind 5.000 m² eingeplant.
Um nachteilige Auswirkungen auf die Innenstadt von Krefeld zu vermeiden, ins-
besondere den Bahnhofsbereich, hat laut Ratsbeschluß vom 14.03.02 eine Ab-
stimmung zwischen Investoren / Betreibern und dem Kinobetreiber am Haupt-
bahnhof zur Sicherung des Standortes am Hauptbahnhof zu erfolgen.
Der Kinobereich ist kostenpflichtig
2.6. Nebeneinrichtungen
Die Kapazität der Parkhäuser ist auf 9.000 Stellplätze ausgelegt.
2.7. Flächenbilanz
Themenpark
29,1 ha
Fun & Wellness/Wasserpark
4,0 ha
Hotels mit Konferenzzentrum
6,0 ha
Entertainment - Zone
3,8 ha
Back of House, Nebeneinrichtungen
10,0 ha
Parken
9,6 ha
Wasserflächen (Lagune)
5,7 ha
Erschließungsflächen
19,8 ha
Gesamtfläche
88,0 ha
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3. Verkehr
Im Bereich der verkehrlichen Belange werden Aussagen getroffen zu:

Anbindung an das öffentliche Straßennetz (Individualverkehr)

ÖPNV
Gemäß Ratsbeschluß der Stadt Krefeld vom 14.03.02 ist die Erschließung vom
Investor / Betreiber auf der Grundlage des Ergebnisberichtes der Ingenieur-
gruppe IVV Aachen aus Juni 2001 sicherzustellen.
Um den Belangen des fließenden und des ruhenden Verkehrs gerecht zu wer-
den, wird der Verkehrsplanung ein maximales Besucheraufkommen von 3,5
Mio. Besuchern p. a. zugrunde gelegt. Dies entspricht einem jährlichen Ver-
kehrsaufkommen (Pkw, Anlieferung, Charterbusse) unter Berücksichtigung der
Jahres-, Wochen- und Tagesganglinien, der Besucherzahlen und Angaben zur
(Mehrfach-)Nutzung der einzelnen Teilbereiche des IEC sowie des Modal -
Splitts und des Besetzungsgrades der ÖV- und IV - Verkehrsmitteln von ca. 1,5
Mio. Pkw/a.
Hinzu kommen:
Lieferverkehre:
100 Fahrten/Woche= ca. 5.000 Fahrten/a
Charterbusse: 75 Busse/Tag
= ca. 4.000 Fahrten/a
Für die Betrachtung des jährlichen Gesamtverkehrsaufkommens spielen die
Charterbusse und die Lieferverkehre eine untergeordnete Rolle.
Wesentlich für die Überprüfung des Erschließungskonzeptes und der Leis-
tungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur ist die Betrachtung der zusätzlichen
Verkehre aus dem IEC für einen Freitagnachmittag in der Zeit zwischen 15.00
und 19.00 Uhr. Dazu muß das jährliche Gesamtverkehrsaufkommen zunächst
in tägliche Verkehre und anschließend auf die sogenannte Freitagnachmittag -
Spitzenstunde heruntergerechnet werden. Hieraus ergibt sich eine Anzahl von
7.765 Pkw/Tag.
Hinzu kommen:
Lieferverkehre:
20 Fahrten / Tag
Charterbusse: 75 Busse/Tag
Für die Betrachtung des täglichen Gesamtverkehrsaufkommens spielen die
Charterbusse und die Lieferverkehre hier ebenfalls lediglich eine untergeord-
nete Rolle. Unter Berücksichtigung der Tagesganglinien der Quell- und Zielver-
kehre der einzelnen Teilbereiche des IEC lassen sich die Quell- und Zielverkeh-
re für die Freitagnachmittag - Spitzenstunde des regionalen Netzes (15.00 –
16.00 Uhr) berechnen:
Zielverkehre: 470 Pkw/h
11
Quellverkehre:
140 Pkw/h
Hinzu kommen in der Summe ca. 10 Fahrten für Lieferverkehre und Charter-
busse. Der maximale Zufluß wird aus den Besucheranzahlen der einzelnen
Teilbereiche des IEC und der Tagesganglinien abgeleitet. Er findet zwischen
11.00 und 12.00 Uhr statt und beträgt ca. 1.500 Pkw/h. Der maximale Abfluß
wird ebenfalls aus den Besucheranzahlen der einzelnen Teilbereiche des IEC
und der Tagesganglinien abgeleitet. Er findet zwischen 20.00 und 21.00 Uhr
statt und beträgt ca. 1.500 Pkw/h.
Die Verkehrsnachfrage im ÖV liegt bei ca. 4.800 Personenfahrten/Tag. Dies
entspricht einem ÖV - Anteil von ca. 17 %. Laut Nahverkehrsplan Krefeld wird
für den Prognosehorizont 2010 von einem ÖV - Anteil von 21 % im motorisier-
ten Verkehr ausgegangen. Aufgrund des wesentlich größeren Einzugsberei-
ches mit zum Teil deutlich niedrigeren ÖV - Anteilen können die ermittelten 17%
als realistisch eingestuft werde



ThyssenKrupp gehörte das Gelände, auf dem die Universal Studios Krefeld entstehen sollten.

Universal, das damals im Besitz des französischen Medienkonzern Vivendi war, gab eine positive Rückmeldung auf die Anfrage von ThyssenKrupp und war entschlossen, die Krefelder Fläche für seinen nächsten Studio-Freizeitpark zu nutzen.
Der damalige VDFU Geschäftsführer Wolfang Bornträger war begeistert von diesen Plänen.
...und nicht nur der :lol: :mrgreen:

850 Millionen Euro betrug das Investitionsvolumen (heute betragen diese Summen für die Universal Studios Beijing 7 x soviel) und 3500 Vollzeitarbeitsplätze sowie dieselbe Anzahl indirekter Vollzeitarbeitsplätze sollten geschaffen werden – und doch wurde aus diesem für deutsche und europäische Maßstäbe gigantischen Projekt nichts.


Wie später bei weiteren Freizeitparkprojekten in Deutschland (wie z.B. im brandenburgischen Oranienburg oder beim Berliner Spreepark) gab es auch hier erheblichen Widerstand durch die lokale Bevölkerung und die Politik und es gab aber beim Universal-Traum noch einen weiteren Grund.

IMG_0008_NEW.jpg
Der Spreepark noch in Betrieb (damals war es)


Doch der eigentliche Grund lag bei Universal selbst: Der Konzern war just in der Phase, in der es um die Umsetzung der Pläne ging, in enormen Umstrukturierungen verwickelt: Das Engagement des französischen Vivendi-Konzerns stand vor dem Ende, an seine Stelle sollte der amerikanische TV-Sender NBC treten. In dieser ungewissen Zeit war Universal nicht dazu in der Lage, entsprechende Verträge zu unterzeichnen. Im Jahr 2003 wartete die Stadt Krefeld lange auf eine Bestätigung von Universal, doch die blieb aus. Das bedeutete das Ende der Planungen, denn ohne Universal waren auch die restlichen Bestandteile des Centers kaum überlebensfähig. Universal hat seit dieser Zeit keinen neuen Anlauf für einen Freizeitpark in Europa genommen - auch der geplante Universal Studios Park in Moskau wurden auf Grund der politischen Lage auf Eis gelegt. Auch in Dubai wurde vor wenigen Tagen endgültig Abstand von den Universal Studios Dubailand genommen.

P1040375.JPG


Universal & Six Flags investieren nunmehr verstärkt in Asien (siehe auch http://www.freizeitpark-welt.de/index_n ... 2&nid=2696)

Schade, dass es in Deutschland kein US-oder asiatischer Freizeitpark-Konzern gewagt hat, mit dem Europa Park in Konkurrenz zu treten.
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Re: Der verblasste Traum@Universal Studios Germany

Beitragvon Fuzzy » Do 3. Nov 2016, 20:02

Andrej Woiczik hat geschrieben:Schade, dass es in Deutschland kein US-oder asiatischer Freizeitpark-Konzern gewagt hat, mit dem Europa Park in Konkurrenz zu treten.


Das kann ich so eigentlich nur unterschreiben. Schade, dass so toll klingende Pläne aufgrund diverseer Gründe bisher nie verwirklicht wurden.
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Re: Der verblasste Traum@Universal Studios Germany

Beitragvon Eulalia2002 » Fr 4. Nov 2016, 16:34

Wenn ich das hier lese, und es wahr geworden wäre - oh Mann! Ich wohne 12 (!) Kilometer von Krefeld weg, und ich habe von diesem Projekt damals nur ganz am Rande was gehört, damals hab ich mich aber auch nicht für Parks interessiert und habe es vergessen. ("Da war doch mal was?") Wenn das also wahr geworden wäre, dann hätte die Stadt Krefeld einen enormen Aufschwung erfahren, da bin ich mir sicher. Und wenn es wahr geworden wäre, müsste ich nicht Monat für Monat 300€ von meiner Rente abzwacken für eine Reise nach Orlando, dann hätte ich alles vor der Haustür, und das Disneyland auch keine 10 Flugstunden entfernt. Aber es hat eben nicht sollen sein. Ich trauere dem Projekt auch nicht wirklich hinterher, denn Phantasialand, Efteling und Europapark genügen mir vollauf, und die Reise nach Orlando 2018 soll die Krönung meiner Freizeitparkzeit werden, denn ein zweites Mal kann ich mir das sicherlich nicht mehr leisten, auch mal in Hinblick auf Alter und Gesundheit. Dennoch wäre es für Krefeld und Umgebung schön gewesen, einen großen Freizeitpark zu haben. Ich bin aber auch sicher, dass die Meisten diese Meinung nicht teilen. Freizeitparks kann man immer noch nicht essen, trinken oder sich anziehen und sind daher in der Schublade "Überflüssig" am Besten aufgehoben nach Meinung vieler Nicht - Fans.
Ich kann mir auch vorstellen, dass die Nicht - Fans, die immerhin den größten Teil aller Parkbesucher stellen,noch nicht bereit wären für Sixflags und Co.
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