Berliner Tierpark -Masterplan 2020

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Andrej Woiczik
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Berliner Tierpark -Masterplan 2020

Beitrag von Andrej Woiczik » Do 18. Apr 2013, 15:47

Der Tierpark soll mehr Besucher anlocken. Dazu muss er attraktiver werden. Den Weg dorthin beschreibt der „Masterplan 2020+“ – ein Papier, in dem Friedrichsfelde auch von einer Safari-Seilbahn träumt. Der überarbeitete Plan wurde am Mittwoch im Hauptausschuss des Parlaments diskutiert.

Der künftige Tierpark – eine riesige Erlebnislandschaft. So die Marschrichtung des Entwurfs von Tierpark-Finanz-Vorstand Gabriele Thöne (54).

Allein 10 Millionen Euro würde die Umgestaltung des Nordgeländes zu einer Rocky-Mountains-Szenerie mit Wasserfall und Indianerdorf kosten. Das wäre die aufregende Kulisse, vor der Besucher Hirsche, Pumas, Weißkopfseeadler, Biber und Waschbären bestaunen könnten.


Denn über diese nordamerikanische Gebirgslandschaft soll als Super-Attraktion eine Seilbahn führen. Ähnlich der im schwedischen Zoo Kolmarden (Norrköping).

Die Seilbahnstrecke wäre bis zu 2 Kilometer lang, und würde, so der Masterplan, Tierpark-Besucher mit 1,5 bis 3 Metern pro Sekunde vom heutigen Affenhaus bis zum Elch-Gehege transportieren.

Hochrechnungen, die ebenfalls im Tierpark-Papier enthalten sind, gehen davon aus, dass allein die Rocky-Mountains-Erlebnis-Elemente pro Jahr einen Besucherzuwachs von 250.000 zur Folge hätten und einen Mehrerlös von 1.193.000 Euro in die klammen Tierpark-Kassen spülen würde. Das hat die Einrichtung auch nötig, denn die Besucherzahlen liegen jährlich bei einer Million – die vom Zoo bei drei Millionen.

Weitere Planungen sehen vor, ein Südostasienhaus (9,5 Millionen) zu bauen. Dort sollen bedrohte Tierarten wie Borneo-Orangs und Malaienbären gezeigt werden.

Dazu soll ein Dorfplatz rund um das bestehende Taubenhaus entstehen. Von dort ginge es in den Streichelzoo, der von Hütten oder Häusern aus verschiedenen Kontinenten umgeben wäre.

Thomas Ziolko (40), Chef vom Förderverein der Hauptstadtzoos: „Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre das für den Tierpark der entscheidende Schritt nach vorn.“
Quelle: http://www.bz-berlin.de/bezirk/lichtenb ... 68089.html
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SpassVogel
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Re: Berliner Tierpark -Masterplan 2020

Beitrag von SpassVogel » Do 18. Apr 2013, 19:59

Den Berliner Tierpark kenne ich gar nicht. Kenne nur den Zoo. Welcher Tourist soll da auch durch blicken :D
Zwischenstand Saison 2016
Besuchte verschiede Parks: 15
Besuchte Kirmes: 9
Gefahrene neue Coaster: 44
Gefahrene Achterbahn KM: Coming Sooooon

daniel-daniel
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Re: Berliner Tierpark -Masterplan 2020

Beitrag von daniel-daniel » Do 2. Mai 2013, 11:19

Guck dir mal die Sendung "Panda, Gorilla & Co." im Fernsehen an, dann weißt du Bescheid! :-)

Der Tierpark ist halt im "Osten", der Zoo im "Westen".

Da der Tierpark so weitläufig ist, finde ich eine Transportbahn schon sehr interessant. Der Tierpark ist übrigens sehr erfolgreich in der Nachzucht von Elefanten. :-)

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Andrej Woiczik
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Re: Berliner Tierpark -Masterplan 2020

Beitrag von Andrej Woiczik » Do 2. Apr 2015, 14:21

Neues aus dem Berliner Tierleben

Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article ... rpark.html
Mit der Elektrobahn durch den Berliner Tierpark

Tierpark und Zoo gehören zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen in Berlin. 2014 besuchten 4,4 Millionen Menschen die beiden Einrichtungen. Ab Ostern kann man per Bahn durch den Tierpark fahren.

Der Tierpark soll kleiner werden – nicht wirklich, aber gefühlt. Das jedenfalls ist das Ziel von Andreas Knieriem. Der Direktor von Zoo und Tierpark möchte auch Menschen, die nicht so viel laufen können, zu einem Besuch des Tierparks animieren. Von Ostern an wird deshalb eine Elektrobahn durch den großen Park in Friedrichsfelde fahren. Der Zug hat zwei Wagen mit insgesamt 56 Sitzplätzen. Die können sogar beheizt werden.

Während der Probefahrt am Mittwoch hat sich das als äußerst angenehm erwiesen. Man sitzt warm und trocken und erfährt so einiges über die Tiere, an deren Gehegen man vorbeikommt. Lokführer Eddy Raschke arbeitet seit Jahrzehnten im Tierpark und kann viel erzählen. Er stellt die Wisente vor, die Zwergziegen und die Stachelschweine, weist auf den Spielplatz hin und auf die Weißhandgibbons. "Diese Affen singen lange und laut. Vor allem morgens, wenn noch nicht so viel los ist im Park, sind sie fast überall zu hören."

>> Kommentar: Andreas Knieriem ist auf dem richtigen Weg

Die Fahrt mit der Bahn, die der Berliner Graffitikünstler Lars Oschatz mit Dschungelmotiven besprüht hat, dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Los geht es am Bärenschaufenster, von dort an der Cafeteria vorbei bis zum Schloss und wieder zurück. Die Fahrt ist kostenlos, einschließlich der Geschichten von Lokführer Raschke. Knapp vier Kilometer lang ist die Tour. Der Zug fährt täglich zwischen 9.30 Uhr und 17 Uhr.

Tierpark und Zoo gehören zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen in Berlin und Brandenburg. 2014 besuchten 4,4 Millionen Menschen die beiden Einrichtungen. Für Direktor Andreas Knieriem, der jetzt seit einem Jahr im Amt ist, eine Erfolgsbilanz. Allein der Zoo habe im August täglich zwischen rund 16.000 Besucher gehabt. Wie kein anderer sei der Zoo für seine Artenvielfalt bekannt. "So soll es auch bleiben", sagte Knieriem.


Zahl der Tiere reduziert


Insgesamt hat sich die Anzahl der Tiere in Zoo und Tierpark im vergangenen Jahr allerdings etwas verringert. Gegenwärtig sind es 24.789, ein paar Tausend weniger als 2014. In Zoo und Aquarium leben zurzeit 17.107 Tiere beziehungsweise 1443 Arten. Im Tierpark sind es 7682 Tiere in 815 Arten. Besucher würden allerdings kaum merken, dass die Zahl der Tiere sich etwas verändert habe, sagte Knieriem. Es seien vor allem weniger Fische, Vögel und Reptilien. Zu seinem Konzept gehöre es, vor allem jene Tierarten zu halten, die vom Aussterben bedroht sind, so der Zooexperte. "Und natürlich haben wir alle Tierarten, auf deren Haltung wir besonders spezialisiert sind."

Das größte Bauprojekt im Tierpark ist die Umgestaltung des Alfred-Brehm-Raubtierhauses, die noch in diesem Jahr beginnen soll. Dafür stehen mehr als sechs Millionen Euro bereit. Die Gehege der Raubtiere sollen modernisiert und vergrößert werden.

Geplant ist außerdem, den aus Südostasien stammenden Malaienbären ein neues Zuhause zu errichten und dies in das Alfred-Brehm-Haus zu integrieren. Auch im Zoo soll das Raubtierhaus modernisiert werden. Knieriem bezeichnete es als eine große Herausforderung, zwei Raubtierhäuser gleichzeitig umzubauen. "Wir schauen uns bereits nach Partnern um, die unsere Tiere für eine gewisse Zeit aufnehmen können", sagte er. Raubtiere ließen sich schließlich nicht mal eben irgendwo unterbringen.


Die Schilder werden erneuert


Im Zoo soll außerdem das Vogelhaus umgebaut werden. Statt drei soll es darin künftig nur noch zwei Hallen geben. Auch die dunklen Zwischengänge werden umgestaltet. "Die Besucher sollen dort so viel wie möglich über die Flugtechnik der Vögel lernen können", sagte Knieriem.

Geplant ist außerdem, die Ausschilderung in Zoo und Tierpark zu erneuern. "In den nächsten Jahren werden wir alle Schilder austauschen", sagte Knieriem. Die neuen Schilder sollen mehrsprachig sein und die Herkunft und den Lebensraum der betreffenden Tiere noch anschaulicher erklären als die jetzigen. Man wolle in Zukunft besser mit den Besuchern kommunizieren und dafür sorgen, dass sie "mit positiven Gefühlen" nach Hause gehen und sich viele Dinge dadurch besser merken könnten.

Am Osterwochenende rechnet der Direktor von Zoo und Tierpark mit rund 25.000 Gästen. Zumindest für Sonnabend und Sonntag sind etliche Sonnenstunden vorhergesagt. Und die neue Elektrobahn fährt auch bei Wind und Wetter. Besucher sollten sie unbedingt ausprobieren und sich die wundersamen Tiere und Blüten anschauen, mit denen sie bemalt ist

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Wina
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Re: Berliner Tierpark -Masterplan 2020

Beitrag von Wina » Di 7. Jun 2016, 15:03

Wow, davon hab ich ja noch gar nichts gehört. Wir gehen jedes Jahr mindestens einmal in den Tierpark, finde das Weitläufige dort viel schöner als den engen Zoo.
Weiß ja nicht genau, ob ich so eine Erlebnislandschaft wirklich gut finden soll (an sich ist es ja schließlich ein Zoo und kein Freizeitpark), aber so eine Seilbahn macht auf jeden Fall Sinn..

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Jay23
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Re: Berliner Tierpark -Masterplan 2020

Beitrag von Jay23 » Do 21. Jul 2016, 10:26

Die Neuerungen für den Tierpark Berlin klingen gut, aber leider hört man im Augenblick nicht sehr viel darüber. Vor allem da man weiß, dass Berlin nicht so viele Gelder zur Verfügung hat, sprich wahnsinnig verschuldet ist, da frage ich mich schon, war dieser Masterplan 2020 wieder nur so eine Seifenblase mit heißer Luft?
Oder hat hier jemand genauere Infos dazu?
Das Leben ist wie eine Achterbahn!

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Re: Berliner Tierpark -Masterplan 2020

Beitrag von Andrej Woiczik » Do 21. Jul 2016, 20:53

Jay23 hat geschrieben:Die Neuerungen für den Tierpark Berlin klingen gut, aber leider hört man im Augenblick nicht sehr viel darüber. Vor allem da man weiß, dass Berlin nicht so viele Gelder zur Verfügung hat, sprich wahnsinnig verschuldet ist, da frage ich mich schon, war dieser Masterplan 2020 wieder nur so eine Seifenblase mit heißer Luft?
Oder hat hier jemand genauere Infos dazu?
Die ersten Maßnahmen finden gerade statt.
Gute Nachricht aus dem Abgeordnetenhaus: Maximal 15 Millionen Euro stellt der Berliner Senat jeweils für Zoo und Tierpark Berlin innerhalb der nächsten drei Jahre zusätzlich zur Verfügung.

Im April 2016 hatten Zoo und Tierpark jeweils einen Antrag für die Gewährung von Zuwendungen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gestellt. Diesem Antrag wurde heute laut Pressemeldung des Senats zugestimmt. Die Freude über diese positive Nachricht ist groß. „Wir freuen uns, dass wir für unsere zukünftigen Baupläne in Zoo und Tierpark Berlin nun mehr Planungssicherheit haben und danken dem Senat für seine Entscheidung. Damit sichert der Senat die Zukunft dieser hervorragenden zoologischen Einrichtungen“, begrüßt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Diese Mittel sind eine sehr gute Investition zur Stärkung Berlins als Tourismusziel.“

Folgende Projekte sollen aus den GRW-Mitteln finanziert werden: Im Tierpark soll die Anordnung der Gehege zukünftig verstärkt einer geographischen Orientierung folgen, wodurch der Erlebnisfaktor für den Besucher gesteigert wird. Auch zeitgemäße didaktische Leitideen können so besser verwirklicht werden. Eine zukunftsorientierte Tierhaltung soll den Tieren das Zusammenleben in großen Herden und Vergesellschaftungen ermöglichen. Zudem soll in Teilen daraus der Bau der Himalaya-Gebirgslandschaft finanziert werden – welcher zugleich die Entsorgung der Haufwerke löst.
Die Aufwertung des Dickhäuterhauses im Tierpark ist geplant. Das bestehende Gebäude soll im Rahmen der geplanten Umgestaltung zu einem einzigartigen und naturnah gestalteten Erlebnisbereich weiterentwickelt werden.

Außerdem werden die Mittel für die Verbesserung der Besucherinfrastruktur verwendet. Ziel ist es, umfangreiches Wissen über die einzelnen Tierarten an inländische und ausländische Besucher vermitteln zu können und somit den Tierpark als Ausflugsziel für Einheimische und Touristen attraktiver zu gestalten.

Im Zoo werden die Mittel ebenfalls in die Besucherinformation fließen. Mehrsprachige Beschilderung, der Ausbau des didaktischen Angebots, neue Bepflanzung und weitere sanitäre Anlagen sind vorgesehen, um der stetig steigenden Besucherzahl gerecht zu werden.

Leuchtturm-Projekte zur Steigerung des Besuchererlebnisses sind die neue Nashorn- und Tapiranlage und ein neues Elefantenhaus. Die Anlagen werden nicht nur vergrößert, sondern darüber hinaus artgerecht strukturiert und in Anlehnung an den natürlichen Lebensraum der Tiere gestaltet.
Quelle: Pressemitteilung vom Tierpark
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