Phantasialand: Voll, Voller Phantasialand

Berichte aus den Parks mit oder ohne Fotos. Wie voll war es? Liefen alle Attraktionen? Dies und noch viel mehr interessiert uns hier!
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Andrej Woiczik
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Phantasialand: Voll, Voller Phantasialand

Beitrag von Andrej Woiczik » Di 18. Sep 2018, 08:39

Für drei Berliner klingelte am letzten Samstag um 3.15 Uhr der Wecker.
"Aufstehen, das Phantasialand ruft"
Mit Easyjet ging es um 6.45 Uhr zum Flughafen Köln/Bonn und nach einer völlig überteuerten Taxifahrt waren wir um 8.30 Uhr bereits im wunderschönen Hotel Ling Bao.
P1080187.JPG
Bereits um 8.45 Uhr bildeten sich sehr lange Schlangen in Klugheim, am Ende lagen ganztägig die Wartezeiten bei Taron um 80 Minuten.
Um kurz vor 10.00 Uhr fand sich unsere tolle Usergruppe bei Raik für unsere erste Fahrt am heutigen Tag auf der netten Vekoma Bahn ein.
P1080195.JPG
Dann sahen wir zur Sommer-Neuheit 2019 diese Eindrücke:
P1080178.JPG
P1080184.JPG
P1080181.JPG
P1080198.JPG
Ganztägig war das Phantasialand brechend voll, die Major Rides hatten Wartezeiten zwischen 50 und 80 Minuten.
Für solch eine kleine Fläche, wie sie das Phantasialand hat, bekam ich bei solch Menschenmassen Platzangst.
Es war mir und auch den anderen Usern , dieses kleinen aber feinen Forums, einfach zu voll.
Die Klugheim ERT wurde, da der Park bis 19.30 Uhr schließlich geöffnet hatte, von 18.30 Uhr auf nach 20.00 Uhr verschoben, so dass wir es als Hotelgast , wie hunderte Andere auch, die ERT auf Taron und Raik nicht nutzen konnten, da bereits vor Tagen das leckere Büffet für 20.00 Uhr gebucht worden ist.

Hier noch einige Impressionen vom Hotel:
P1080239.JPG
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P1080230.JPG
P1080228.JPG
Danke allen Teilnehmer für die tollen, wenn gleich sehr vollen Stunden, im Phantasialand.

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Andrej Woiczik
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Re: Phantasialand: Voll, Voller Phantasialand

Beitrag von Andrej Woiczik » Di 18. Sep 2018, 09:01

Am nächsten Tag ging es dann zum Highlight der kleinen Tour:
P1080316.JPG
Uns hat der Besuch im Toverland persönlich einiges besser gefallen als im Phantasialand.
P1080257.JPG
Ein tolle Fahrt , mit ganzzzzzzzzzzzzz schlimmen Ausgang.
..wer hat solch Treppen gebaut? Unfallgefahr pur.
P1080263.JPG
Der Woiczik ruht sich kurz aus.
P1080319.JPG
Tschüß tolles Toverland.

stefanf
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Re: Phantasialand: Voll, Voller Phantasialand

Beitrag von stefanf » Di 18. Sep 2018, 19:32

Da waren wir fast gleichzeitig im Phantasialand. Ich selbst war am Sonntag da und was soll ich sagen just an diesem Tag haben die Absolventen vom ICE College Ihren Abschluß geschafft. Das war eine Party!
IMG_20180916_130702_1.jpg
Ansonsten war es toll noch mal einen Sonnentag mit Achterbahn zu erleben. Die Wartezeiten waren einen tick geringer so das man bei Taron ca. 60 Minuten hatte.

Gruß,
Stefan

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Andrej Woiczik
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Re: Phantasialand: Voll, Voller Phantasialand

Beitrag von Andrej Woiczik » Mi 19. Sep 2018, 15:43

Zum Phantasialand gibt es derzeit in der Wirtschaftswoche einen sehr interessanten Artikel, welche ich zu 80% teile.
https://www.wiwo.de/erfolg/trends/werne ... 81400.html
I
ch habe seit Jahren wieder das Phantasialand besucht und war entsetzt. Der Park schmückt sich mit dem Publikumspreis „Deutschlands bester Freizeitpark“. Doch an der Aussagekraft zweifelt selbst der Umfragen-Organisator.


Der Europapark im badischen Rust gilt in der Branche seit Jahren als „der beste Freizeitpark der Welt“. Seit fünf Jahren am Stück heimst der Park bei den Golden Ticket Awards der internationalen Fachzeitschrift „Amusement today“ den Hauptpreis ein - und schlägt selbst die weltberühmten Freizeitparks in den USA.

Aber der Europapark hatte in der Vergangenheit auch zwei Image-Rückschläge zu verkraften. Erst brennt die Indoor-Wasserbahn „Piraten in Batavia“ ab - von der ich allerdings sage: letztendlich gut, dass die weg ist. Die Art, wie die rabiaten Piratenpuppen dort körperlich mit den Frauenpuppen umgingen und wie die Frauen sich das aus Lautsprechern kichernd gefallen ließen, war alles andere als vorbildlich für unsere Kinder. Und dann fuhr im vergangenen August auch noch eine Hochbahn auf einen geparkten Zug auf. Mit zwei leicht Verletzten. Wie kann das bloß passieren?

Zeit, dem größten Konkurrenten in Deutschland eine Chance zu geben. Dem Phantasialand in Brühl bei Köln. Während der Europapark der von einer Fachjury ausgezeichnete weltbeste Freizeitpark ist, nennt sich das Phantasialand nämlich „Deutschlands bester Freizeitpark“. Dass da was nicht zusammenpasst, kann nur zwei Gründe haben:
Geschäft mit dem Nervenkitzel: Wie der Freizeitpark zum Konjunkturbarometer wird
Geschäft mit dem Nervenkitzel Wie der Freizeitpark zum Konjunkturbarometer wird
Millionen Gäste suchen in Freizeitparks das kleine Abenteuer. Einer der ältesten, der Kopenhagener Tivoli, feiert gerade 175. Geburtstag. Hier spürt man früh, ob das Geld in Europa locker sitzt oder nicht.

Entweder ist Deutschland nicht von dieser Welt. Oder die Maßstäbe der Tester sind verschieden. Dieses Auszeichnungschaos sollte mir den Spaß aber nicht verderben.
Den Spaß verdarb mit das Phantasialand ganz allein. Man soll bei Kritik ja immer erst mit dem Lob anfangen. Also: Das Wetter war gut. Das Phantasialand bietet mit der Menschenschleuder Talocan einen Thrillride, an den sich der Europapark noch nicht ran getraut hat. Und das Restaurant Mandschu in Chinatown hat eine tolle Sonnenterrasse.
Aber da geht es schon los. Chinatown. Während der Europapark in verschiedene liebevoll gestaltete europäische Länder aufgeteilt ist, ist mir das Konzept vom Phantasialand schleierhaft. Es gibt dort eine imitierte Stadt: Berlin. In diesem Themenbereich sieht alles irgendwie aus wie in einem Vorort von Hannover oder so. Dann gibt es die Länder China und Mexiko. Warum ausgerechnet diese? Und einen Kontinent pauschal: Afrika. Sie können sich denken, was sich da findet: Zebrafell-Folklore.

Und dann gibt es den Bereich Fantasy (ach, deshalb ja vielleicht Phantasialand) und, trennscharf davon nicht zu unterscheiden: Mystery. Letztendlich wirkt der Park wie: „Komm, bau es da in die Ecke, da ist noch Platz.“ Der Park ist durchzogen von steilen Treppen, Mauern, Zäunen und Netzen. Auf dem Weg zur Dunkelachterbahn läuft man zwischen Gebäuden hindurch, die einem das Gefühl geben, vom Notausgang bei Karstadt zum Parkhaus rüber zu gehen. Die Beschilderung ist eine Katastrophe. Ohne Lageplan-Broschüre (von denen an der fast komplett entleerten Ausgabestelle in Chinatown den ganzen Tag über nur noch welche auf Englisch und Holländisch herumflogen) ist eine Orientierung nicht möglich. Wer nicht aufpasst, steht plötzlich vor mit weißen Planen abgedeckten Bauzäunen.
Ein Besuch im Phantasialand

Während im Europapark die Blumen in den großen Anlagen wirken, wie einzeln glücklich gestreichelt, welken im Phantasialand die dürren Hängepflanzen in „Berlin“ vor sich hin. Wo der Europapark vor der Liebe zum Detail nur so sprüht (in einer Männertoilette dort wurde extra auf der Höhe von rund 30 Zentimetern ein kleines Urinal für Trolle installiert, an dem ein solcher sich immer plätschernd erleichtert), zeigt das Phantasialand: So genau kommt es denen nicht drauf an. Dort gehen die Gäste auf Toiletten im Stil eines Bauwagens hinter Bretterverschlägen.

Das wirklich ungute Gefühl aber vermitteln einem die Brühler aber dadurch, Verkaufsstände im Spätsommer außerhalb der Ferien offen sichtbar veröden und verrotten zu lassen. Motto: Wegen euch Nachzüglern räumen wir hier nicht extra auf.

Mitten in den Laufwegen werden Pritschen geparkt, stehen Eisbuden halb mit Folien abgedeckt, in dunklen Wartebereichen leuchten leergefegte Getränkekühlschränke. Schaukästen zur Ankündigung vom Showprogramm: leer. Personal? Lohnt sich wohl nicht. Der Park läuft jetzt im warmen Frühherbst auf Sparflamme. Dabei kostet der Eintritt den vollen Preis. Achtung: 47,50 Euro für Erwachsene. Der viel, viel größere Europapark verlangt 49,50 Euro. Dass sich das Phantasialand auch noch damit brüstet, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu haben, grenzt an unverschämten Übermut. Aber das hat dem Park eben ein anderer Plakettenvergeber zertifiziert: Focus Money. Wie testen die nur?

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