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2018-03-05 20:40:46 - 443 Aufrufe

Ein Tag im Zoo Leipzig

Von Andrej Woiczik

Der Zoo Leipzig ist ein 26 Hektar (davon 2,1 Hektar Wasserfläche) großer parkartig gestalteter Zoologischer Garten am Rosental, nordwestlich der Leipziger Innenstadt. Er zählt zu den artenreichsten Zoos in Europa. Seit 2000 wird der Zoo großflächig unter dem Projektnamen „Zoo der Zukunft“ umgebaut und erweitert.

Bis 2020 soll ein Umbau in einzelne Themenbereichen erfolgen. Laut des Sheridan-Zoo-Rankings des Briten Anthony Sheridan belegt der Zoo Leipzig bereits seit mehreren Jahren Platz zwei der besten Zoos in Europa (nach dem Tiergarten Schönbrunn) und Platz eins innerhalb Deutschlands. In diesem Jahr feiert dieser beliebte Zoo seinen 140. Geburtstag. All das waren Gründe dem Zoo Leipzig mal wieder einen Besuch abzustatten.

Als Redakteur Andrej Woiczik den Zoo Leipzig um 10.30 Uhr am ersten März-Samstag betrat, schien die Sonne in voller Pracht, aber die Temperaturen lagen noch bei minus 11 Grad. Ein eisiger, aber aufregender Besuch lag vor ihm und viele Leipziger und Freunde der Stadt nutzten die Sonnenstrahlen für einen Besuch beim Geburtstagskind.

Der Zoo Leipzig wurde 1878 gegründet und gehört mit 850 Arten und Unterarten zu den renommiertesten und modernsten Tiergärten der Welt. Zahlreiche Höhepunkte konnten wir bei unserem 5-stündigen Besuch erleben: Das Pongoland ist die weltweit größte Menschenaffenanlage mit Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans. Bei den eisigen Temperaturen draußen, konnte man hier bei warmen Temperaturen sich an den Aktivitäten der Menschenaffen begeistern und warm halten. Das Highlight im Zoo Leipzig ist aber die 2011 eröffnete Tropenerlebniswelt Gondwanaland mit Bootsfahrt auf dem Urwaldfluss Gamanil und abenteuerlichen Trips durch die Baumwipfel des Dschungels. Der Temperaturunterschied von zwischenzeitlich minus 10 Grad und über 30 Grad im Gondwanaland ist schon für den Körper grenzwertig gewesen, aber man kann hier sehr viele Tiere in der Tropenerlebniswelt beobachten und schöne Augenblicke erleben.

Foto: Björn
Die Koalas gibt es erst seit 2017 im Zoo Lepzig

Zu den jüngsten Projekten des dritten Entwicklungsabschnittes gehören die Kiwara-Kopje, eine im afrikanischen Stil gehaltene Fels- und Steppenlandschaft in der die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner sowie Geparde und Husarenaffen zu Hause sind, der Bärenburg-Spielplatz, auf dem sich große und kleine Kletterenthusiasten wohlfühlen, sowie das im vergangenen Jahr eröffnete Koala-Haus. Der australische Beutelbär Oobi-Ooobi ist der erste Vertreter seiner Art in der nunmehr 140-jährigen Geschichte des Zoo Leipzig. Eine eigens für ihn angelegte Eukalyptusplantage im Norden von Leipzig versorgt den Nahrungsspezialisten mit frischem Futter.

Auch die stark vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden haben ein neues Zuhause bekommen. In der Hochgebirgslandschaft Himalaya leben neben den Raubkatzen auch Rote Pandas und künftig zudem Gänsegeier. Außerdem laufen gegenwärtig die Vorbereitungen für die Themenwelt Südamerika. Bis zum Sommer 2018 entstehen im ersten Abschnitt Patagonien und Pantanal, anschließend folgt Feuerland.

Mit 1,65 Millionen Besuchern blieben die Gästezahlen 2017 etwas unter den Vorjahren (2016: 1,7 Millionen, 2015: 1,66 Millionen). Der Zoo Leipzig ist nur 999 Schritte vom Hauptbahnhof Leipzig entfernt, so dass er sehr gut für die Besucher erreichbar ist. Für unseren Redakteur, welcher bereits weltweit über 60 Zoos und Tierparks besucht hat, zählt der Zoo Leipzig zu den zehn besten Zoos weltweit. Er bietet ein einzigartiges Ambiente, Tieranlagen der Zukunft und vor allem kann man hier einige Tierarten sehen, welche nicht allzu oft in Zoos gehalten werden.

Foto: Björn

An dieser Stelle gebührt Frau Melanie Ginzel (Pressereferentin im Zoo Leipzig) ein Dank, welche uns den Besuch im Zoo Leipzig ermöglichte.

Quelle: Andrej Woiczik