
02. Januar 2026 - 57 Aufrufe
Besuch bei den kleinen Tigerbabys im Serengeti-Park
Maggie hat drei neue Lieblinge in ihr Herz geschlossen. Seit Mitte Dezember leben drei niedliche Tigerbabys im Serengeti-Park, sind dort auch geboren und erleben die ersten Stunden und Tage im neuen Leben. Noch etwas verspielt sind sie, aber schon kräftig gewachsen. Trinken nicht nur die Milch der Mutter, sondern fressen auch schon einmal ein Stückchen Fleisch, erzählt die junge Tierpflegerin, die vor zwei Jahren aus Halle kam und das sehr kompetent wirkende Tierpfleger-Team verstärkt. Für uns hat sie sich einige Minuten freigenommen und zeigt uns jetzt die kleinen Tigerchen, scharf beobachtet aus dem Nachbarstall von Mutter, die acht Jahre alte Anastasia.
„Nur manchmal ist sie noch viel mehr aufgeregt,“ erzählt Maggie. Besonders eine der beiden Katzen ist zutraulich, kommt auf uns zu und möchte einfach immer wieder spielen, auch wenn ihre kleinen Tatzen schon sehr scharf sind. Die beiden anderen halten sich noch etwas zurück, sind aber dann auch für ein Gruppenfoto zu haben. Es ist eine herrliche Stimmung im Stall, mitten im eiskalten Winter. Noch werden die kleinen Tiger im Gebäude bleiben, vielleicht bis März, wenn der große Schnee nicht doch noch kommt. Aber im Frühling werden sie dann sicherlich nach draußen dürfen.
Ingo Schmidinger ist in diesen Tagen für die Tierwelt im Serengeti-Park zuständig. Ein angenehmer Gesprächspartner mit viel Empathie. Er ist aus dem Schwabenland nach Hodenhagen gekommen, hat den Umgang mit wilden Tieren über Jahre geübt und gelernt. Immer wieder ist er auf Kontrollfahrten im Tierland des Parks unterwegs - denn erstmals hat die Serengeti in der Heide auch im Winter geöffnet. An diesem Dienstag sind es erstaunlich viele Gäste, die bei strahlendem Sonnenschein gekommen sind. Im Tierland begegnen sie zahlreichen Tieren, freuen sich an Zebras und Büffel oder auch an den Elefanten, die kräftig „arbeiten“ in ihrem Gehege, als sie Baumäste auseinander nehmen… Immer wieder werden die Tiere in den Unterkünften versorgt und die Ställe ständig gesäubert. Hochzeit auch im Winter im Serengeti-Park. Wo abends die Tore im Freizeitgelände länger offen bleiben, weil der Park diese wunderschöne Lichterwelt anbietet.
Zurück zum kleinen Nachwuchs im Park, der sorgsam gepflegt wird. Man hat hier ein Händchen für Tiere vor allem für die, die weltweit stark gefährdet sind. Inzwischen sind die Neuankömmlinge untersucht: Es handelt sich um einen Kater und zwei Katzen, die sich allesamt pudelwohl fühlen. Bei den Eltern handelt es sich um die acht Jahre alte Tigerdame Anastasia und den sechs Jahre alten Kater Nanu.
Der Park hat zum Schutz der Tiere besondere Schutzmaßnahmen vorgesehen. Nur wenige dürfen die Jungtiere in Augenschein nehmen. „Wir möchten sie erst einmal in Ruhe lassen,“ sagt Maggie. Das Leben wird noch hart genug. Und „die Mutter soll sich möglichst ungestört um ihre Kinder kümmern können.“ Darum sind auch wir nur wenige Minuten dabei.
Der Sibirische Tiger steht als "stark gefährdet" auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Er soll die größte lebende Katze der Welt sein. In den 1940er Jahren fiel die Wildpopulation durch Jagd und Lebensraumzerstörung auf wenige Dutzend Tiere. Durch intensive Schutzmaßnahmen konnte sich die Population wieder auf rund 500 erhöhen. Zuchtmaßnahmen haben in den letzten Jahren im Serengeti-Park bereits des Öfteren zu Erfolgen geführt, beispielsweise bei den Breitmaulnashörnern, die sich nach wie vor in Hodenhagen gut entwickeln. Der Park mit seinem Geschäftsführer Dr. Fabrizio Sepe hat sich für all das einen weltweiten Namen gemacht.

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