Das riesige Zoo-Resort Pairi Daiza liegt ca. 45 km südwestlich von Brüssel und ist nach 15 km von der Autobahn E42, die viele Deutsche aus dem Westen Deutschlands in Richtung Frankreich nutzen, erreichbar. Das ist nicht der einzige Grund für einen Zwischenstopp, denn dieser Zoo ist einfach riesig. Die neun Themenwelten mit über 800 Arten und mehr als 7.500 Tieren locken jährlich über 2,5 Millionen Besucher an. Im gesamten Zoo gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, sodass man beispielsweise aus dem Bett einen Blick auf Bären, Pinguine, Walrosse oder Tiger werfen kann. In den nächsten Jahren soll der Zoo zudem um einen Wasserpark ergänzt werden. Pairi Daiza ist allerdings auch jetzt schon eine Reise wert, denn neben den Tieren bietet die ganze Anlage faszinierende Themenwelten. Gleichzeitig ist sie irgendwie auch ein botanischer Garten mit vielen Skulpturen, einer Eisenbahnrundfahrt mit echten Dampfloks und vielen weiteren Highlights.
Ein Rundgang durch Pairi Daiza
Schon der Eingang fällt mit seiner Main Street und dem Welcome Brunnen pompös aus. In der überdachten Fußgängerzone Richtung Zoo-Eingang befinden sich verschiedene Shops, die Kassen sowie die Hotel-Rezeption. Am Ende geht es dann durch das Drehkreuz und man betritt einen großen Hub, von dem es in drei der neun Themenbereiche abzweigt. Direkt geradeaus sieht man ein großes Aquarium hinter einer alten Häuserfassade in dessen Fenstern überall Displays mit synchronisiertem Fisch-Panorama sind. Ein toller Anblick, der in den Themenbereich Cambron-sur-Mer führt.
Ursprung rund um das Kloster
Noch eher wird man aber am Morgen von den vielen herumfliegenden Vögeln auf dem Hub überrascht. Viele verschiedene Vogelarten fliegen hier jeden Morgen zur Parköffnung zwischen dem Turm des alten Klosters und dem Hub umher und faszinieren allein durch ihre Nähe zu den Besuchern. Folgt man dem Ruf des Klosters gelangt man in den Bereich Cambron L'Abbaye. Schon dieser Bereich ist reich an Highlights und ist so etwas wie die Keimzelle des früher als Parc Paradisio bekannten Tierparks. Daher ist hier die Mischung an Themen auch am größten. Eine große Tropenhalle gibt es ebenso zu sehen wie eine Bauernhof-Farm mitsamt Hotelzimmern, vielen Vogelarten - und ebenfalls ein Highlight - frei fliegende Fledermäuse im Keller des Klosters. Für 6 Euro kann man mit der echten Dampflok fahren, die die Besucher einmal um den ganzen Park führt und dabei auch Bereiche der Elefanten durchquert, die zu Fuß nicht zu erreichen sind.Nordamerikanische Pflanzen und Tierwelt in "The Last Frontier"
Einer der neuesten Themenbereiche schließt sich hier gleich an. "The Last Frontier" ist als Rundweg konzipiert und führt die Besucher durch die nordamerikanische Landschaft, vorbei an Hirschen und ganz vielen unterschiedlichen Bären. Vor allem den Grizzly Bären steht hier ein recht großes Gelände zur Verfügung. Und auch hier gibt es Unterkünfte (Full Moon Lodges) aus denen man am Abend aus dem Bett die Bären beobachten kann. Optisch könnten diese mit ihren runden, am Hügel gelegenen Eingängen auch den Herr der Ringe Filmen entspringen. Weiter geht es vorbei an Robben, die man von oben und unten betrachten kann in Richtung der Paddling Bear Lodge. Dies ist auch der Umkehrpunkt, bevor es über das Native Village in Richtung des Land of the Cold geht.
Davor gibt es jedoch auch noch einen Dino Pop-Up Bereich, der mit richtig gut gemachten Dino-Animatronics aufwarten kann und für sich genommen auch schon eine Attraktion ist. Hauptattraktionen im Land of the Cold sind sibirische Tiger, Eisbären und Pinguine. Und - dreimal dürft ihr raten - auch hier gibt es an jedem der Gehege Unterkunftsmöglichkeiten mit der Möglichkeit die Tiere direkt zu beobachten. Besonders cool ist im Land of the Cold auch eine unterirdische Mine, die ein wenig an ein Museum erinnert, und sowohl Tierskelette als auch Werkzeuge und Kleidung der Eskimos ausstellt. Am Ende der Mine können von einem großen Dome aus entweder Walrosse oder eine Tür weiter Pinguine beobachtet werden. Qualitativ ist dieser Bereich wirklich hochwertig gestaltet.
Faszinierende Tempel und Tiere im Kingdom of Ganesha
Im Kingdom of Ganesha wird es exotisch. Zwischen pompösen Tempeln und verlassenen Ruinen sorgen Orang Utans, weisse Tiger und Geparden für die tierischen Highlights. Aber auch ein einfacher Spaziergang durch die detailreich gestalteten Tempel ist schon sehr spektakulär. Direkt nebenan sind es im Land of Origins Nashörner, Löwen, Elefanten und Giraffen, die hier zwar etwas weniger aufregend präsentiert werden, aber einfach zum Inventar eines guten Zoos gehören. Auch dieser Bereich ist - ebenso wie die Gehege - sehr weitläufig gestaltet und bietet viele Routen und Wege zum Erkunden.
Der letzte große Themenbereich ist dann noch das Middle Kingdom wo man Tiere aus Asien mit entsprechend chinesischen Einflüssen bewundern kann. Der berühmteste Vertreter ist definitiv der Große Panda, obwohl dieser bei unserem Besuch eher behäbig und gelangweilt daherkam. Trotzdem ist es europaweit einer der wenigen Möglichkeiten diese Tiere zu beobachten. Architektonisch sind in diesem Bereich chinesische Pagoden mit einem langen überdachten Gang (erinnert ein wenig an die chinesische Mauer) zu finden. Auch kleine Pandas, Faultiere, Kois und Kragenbären sind hier ebenfalls beheimatet.
Architektonisch machen die Themenbereiche in Pairi Daiza einiges richtig. Hier: Das Kingdom of Ganesha
Zu guter Letzt warten dann noch die Bereiche Austral Cape, Islands of the Rising Sun und der Cambron-sur-Mer auf die Besucher. In manchen Tierparks wären dies große Bereiche, aber in Pairi Daiza-Dimensionen sind sie dann doch eher klein. Zu erwähnen ist vielleicht noch, das sich im Cambron-sur-Mer ein großes Aquarium inmitten eines mittelalterlichen Schlosses befindet. Und das haben wir bei unserem Tagesbesuch bereits zeitlich nicht mehr sehen können. Insofern ist unsere Empfehlung wirklich zwei Tage wenn man den ganzen Zoo sehen will.
Zumal am 07. Februar 2026 noch die größte Tropenhalle der Welt eröffnen wird und Pairi Daiza nochmals um viele weitere Highlights erweitert. Und was man dort so alles Neues entdecken kann, klären wir dann nach einem weiteren Besuch, denn der ist fest eingeplant.
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