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News Kategorie Sonstiges
19. Februar 2026 - 76 Aufrufe

Ausbruch der Geflügelpest im Weltvogelpark Walsrode

Von Klaus Müller

Am Dienstag wurden im Weltvogelpark Walsrode fünf verendete Enten und Gänse entdeckt. Eine Untersuchung hat den Ausbruch der Geflügelpest bestätigt, doch es gibt Hoffnung für den beliebten Vogelpark in Niedersachsen.

„Am Dienstag wurde in einer Voliere im Weltvogelpark Walsrode bei fünf plötzlich verendeten Enten und Gänsen in einer separaten Meeresvögel-Voliere das Virus der Geflügelpest (hochpathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N1) durch das Veterinäruntersuchungsinstitut Oldenburg (LAVES) nachgewiesen. Der Befund wurde am Mittwoch vom Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigt. Ein Eintrag durch die Wildvogelpopulation ist nach jetzigem Ermittlungsstand wahrscheinlich. Der Tierbestand der betreffenden Voliere wird eingeschläfert, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen werden eingeleitet.

Auf Grundlage umfangreicher Hygienemaßnahmen und vorbehaltlich weiterer Beprobungen der gehaltenen Vögel kann von einer Tötung des artenschutzrechtlich wertvollen Gesamtbestands zunächst abgesehen werden. Bei Ausbrüchen in zoologischen Gärten kann von der Einrichtung einer Restriktionszone (früher Sperr- oder Beobachtungsgebiet) abgesehen werden. Von dieser Ausnahme wurde im aktuellen Ausbruchsfall nach amtlicher Risikobewertung Gebrauch gemacht. Somit entstehen für Geflügelhalter im näheren Umkreis keine einschränkenden Maßnahmen. Im Landkreis Heidekreis ist dies der erste Ausbruch der Geflügelpest im Jahr 2026, nachdem im Oktober 2025 bereits ein Kleinstbestand betroffen war.“

Dr. Thomas, Kreisveterinär beim Landkreis Heidekreis, informierte am Donnerstag in einem Pressegesoräch über diesen schweren, aber nicht vermeidbaren Vorfall im Vogelpark. In diesem Zusammenhang lobte er die Mitarbeit eines sehr guten Teams des Parks bei den Reinigungsarbeiten in der rund 200 qm großen Voliere, wo die Tiere aufgefunden wurden. Unter anderem würde es sich um einen Baßtölpel, seltene Enten und Gänse handeln. „Wir haben auch eine Möve gefunden, die ständig im Kreis lief und entsprechende Symtome aufwies.“

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Foto: Klaus Müller
Die Brücke zum Weltvogelpark, der im März in seine nächste Saison gehen will. Dann hofft man, das Thema Geflügelpest, das zum ersten Mal im Park aufgetreten ist, erledigt zu haben.

Krull schätzt, dass rund 80 Vogel in der mit einem dichten Netz überspannten Voliere getötet werden müssen, um das Virus wirkungsvoll zu bekämpfen. Es findet sich im Rachenraum der Tiere oder auch im Kot und ist für die Vögel sehr aggressiv. Darum sind alle Reinigungsmaßnahmen eingeleitet worden, die Mitarbeiter des Parks entsprechend gekleidet und der Bereich abgesperrt. Sowie ist die weltgrößte Anlage mit über 3000 Vögeln zur Zeit im Winterschlaf. Im März soll der Park wieder geöffnet werden. Dr. Krull, dass er im Augenblick davon ausgeht, dass das möglich ist. Laut Pressesprecherin Janina Erhardt hat der Park ganz schnell reagiert, als Symptome bei den Vögeln festgestellt wurden. Auch das Veterinäramt war sofort zur Stelle. Proben von erkrankten und toten Tieren konnten noch am gleichen Tag in das zuständige Institut nach Oldenburg gebracht werden. „Wenn alles positiv läuft, könnte die betroffene Voliere in rund 21 Tagen wieder bestückt werden,“ sagt der Doktor. Es würden aber noch jede Menge Proben auch aus den Nachbar-Volieren und aus der Umgebung des Parkes entnommen.

Die Tierhalter in der nahen Region sind zunächst nicht betroffen, beispielsweise durch eine erneute Aufstallungspflicht. Das Fallingbosteler Amt habe sich im ersten Schritt für diese Maßnahme entschieden.

Dr. Krull berichtete, dass weitere tote Vögel dem Veterinäramt aus dem Raum Marklendorf gemeldet wurden. Kormorane, die auf dem Rückflug gewesen sind, hat man dort gefunden. Im Weltvogelpark ist diese Geflügelpest zum ersten Mal aufgetaucht. „Ganz vermeiden werden wir das auch in ausgezeichnet geführten Zoos nicht.“