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2019-01-04 18:07:47 - 409 Aufrufe

Neue Bewohner der Giftschlangenhalle im Tierpark Hellabrunn

Wenn ein Tierpark-Besuch ansteht, geht es f√ľr viele Besucher zun√§chst einmal zu den gro√üen Tieren in Hellabrunn wie Elefanten, Tiger und Eisb√§ren. Doch auch ein Besuch in der Giftschlangenhalle zwischen Urwaldhaus und Aquarium lohnt sich, denn dort gibt es zum einen neue Bewohner zu bestaunen und zum anderen z√§hlt die Haltung von Giftschlangen zu einer Besonderheit in deutschen Zoos.

Der M√ľnchner Tierpark Hellabrunn beherbergt sieben verschiedene Giftschlangen-Arten und geh√∂rt somit zu den wenigen deutschen Zoos, die √ľberhaupt Giftschlangen halten. Die bereits gepflegten Giftschlangen-Arten Langnasen-Strauchnatter, Kupferkopf, Uracoan-Klapperschlange, Wei√ülippen-Kobra, sowie der wiedergezeigten Gabunviper, bekommen charismatische Gesellschaft:

Aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg ist ein P√§rchen der S√ľdafrikanischen Korallenschlange nach Hellabrunn gezogen. Diese aus der Familie der Giftnattern stammenden Exemplare werden bis zu 70 cm lang. In ihrem nat√ľrlichen Lebensraum, den Halbw√ľsten des s√ľdlichen Afrikas, verbringen die Korallenschlangen den Tag eingegraben in der Erde oder unter Steinen, um der Hitze zu entgehen. Nachts kriechen sie zum Jagen aus ihren Verstecken hervor. Auf ihrem Speiseplan stehen Eidechsen, kleine Schlangen und Nagetiere. Zum besseren Graben hat ihr kleiner Kopf ein vergr√∂√üertes Schild an der Nasenspitze. Hierdurch tr√§gt die S√ľdafrikanische Korallenschlange auch den Namen Kap-Zwergschildkobra.

Weitere Neubewohner der Hellabrunner Giftschlangenhalle sind zwei junge Taylor-Mokassinotter. Endemisch ist diese Art in Feuchtgebieten, W√§ldern sowie Graslandschaften Nordost-Mexikos. Die Tiere werden bis zu 90 cm lang und sind durch ihre W√§rmerezeptoren auch nachts extrem pr√§zise Beutej√§ger. Die Jungen dieser Vipernart entwickeln sich in Eiern, welche das Weibchen in seinem K√∂rper beh√§lt. Die Jungtiere schl√ľpfen demnach erst kurz nach oder w√§hrend der Eiablage - es wirkt wie eine Lebendgeburt. Diese Art der Brutpflege sch√ľtzt die Eier vor √§u√üeren Einfl√ľssen und Fressfeinden.

Foto: Tierpark Hellabrunn

‚ÄěWir freuen uns sehr, dass wir die Artenvielfalt und den Bestand in unserer Giftschlangenhalle weiter ausbauen und unseren Besuchern einige neue, wundersch√∂ne Bewohner in der Giftschlangenhalle pr√§sentieren k√∂nnen‚Äú f√ľhrt Frank M√ľller, zust√§ndiger Bereichsleiter und Kurator, aus. ‚ÄěDie nat√ľrliche Anpassungsf√§higkeit der Giftschlangen, ihre optische Sch√∂nheit und gleichzeitig der respekterfordernde Umgang mit diesen Tieren sind die wichtigsten Aspekte, die unsere Besucher, aber auch die Tierpfleger selbst, immer wieder faszinieren. Gerade in der kalten Jahreszeit lohnt sich ein aufw√§rmender Besuch in diesem Tierhaus, um sich von der Ruhe und Gelassenheit, die die Tiere ausstrahlen, f√ľr das gerade beginnende Jahr vereinnahmen zu lassen.‚Äú

Quelle: PM Tierpark Hellabrunn