
02. März 2026 - 53 Aufrufe
Neue Sonderausstellung im Zoo Rostock eröffnet - Die Evolution der Tiere mit PLAYMOBIL
Der Zoo Rostock hat am Sonntag im Spiegelsaal des Darwineums eine außergewöhnliche Ausstellung eröffnet. Zoodirektorin Antje Angeli und der Hamburger Diorama Artist Oliver Schaffer haben gemeinsam mit Zoobesucherinnen und Zoobesuchern den offiziellen Startschuss für „Die Evolution der Tiere mit PLAYMOBIL – Staunen, Spielen, Lernen im Zoo Rostock“ gegeben.
Mit der Ausstellung setzt der Zoo Rostock seine inhaltliche Linie fort, komplexe naturwissenschaftliche Themen anschaulich und generationenübergreifend zu vermitteln. Eingebettet in die Themenwelt des Darwineums entfaltet sich eine visuelle Erzählung, die den Bogen von den frühesten Lebensformen bis zur kulturellen Entwicklung des Menschen spannt – detailreich inszeniert mit tausenden PLAYMOBIL-Figuren und -Elementen.
„Diese Ausstellung eröffnet einen ganz neuen Blick auf die Evolution. Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer spielerischen Leichtigkeit, die berührt und neugierig macht. Auch ich habe die Entwicklung des Lebens hier noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive erlebt – überraschend, inspirierend und mit einem Staunen, das man sich unbedingt bewahren sollte“, betonte Zoodirektorin Antje Angeli zur Eröffnung.
Wissenschaft trifft Spielfreude – die Ausstellung im Überblick
Im Zentrum der Sonderausstellung stehen insgesamt zehn aufwendig gestaltete künstlerische Schaulandschaften, sogenannte Dioramen, die 4,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte in szenischen Miniaturwelten darstellen. Der Prolog im Foyer widmet sich dem Naturforscher Charles Darwin und seinen bahnbrechenden Erkenntnissen zur Evolutionstheorie. In einer atmosphärisch dichten Inszenierung begegnen Besucherinnen und Besucher Darwin in seinem Arbeitsumfeld sowie den berühmten Galápagos-Riesenschildkröten, die zum Sinnbild für Anpassung und Artenvielfalt geworden sind.
Von dort aus führt der Rundgang in das Präkambrium, in dem erste Einzeller die Ozeane bevölkern. Im Kambrium entfaltet sich der „Ozean der Wundertiere“ mit bizarren, heute ausgestorbenen Lebensformen. Detailreiche Unterwasserlandschaften mit Quallen, Krebsen und frühen Gliederfüßern lassen diese ferne Epoche lebendig werden. Im Ordovizium entstehen erste komplexe Rifflandschaften, während im Devon der entscheidende Schritt vom Wasser an Land vollzogen wird. Amphibien, Quastenflosser und frühe Pflanzen markieren diesen Wendepunkt der Evolution. Es folgen die Zeitalter der Trias und des Jura mit imposanten Dinosauriern und den ersten Säugetieren.
Die Dioramen verbinden paläontologische Erkenntnisse mit erzählerischer Dichte – urzeitliche Landschaften, Vulkane, Farnwälder und Küstenregionen bilden die Kulisse für dramatische Evolutionsschritte.
Nach dem Massenaussterben am Ende der Kreidezeit breitet sich im Tertiär eine beeindruckende Vielfalt der Säugetiere aus. Bärenfamilien, Affen, Kängurus und große Katzen zeigen beispielhaft, wie sich aus einer gemeinsamen Ausgangsart im Laufe der Zeit mehrere unterschiedlich angepasste Tierarten entwickeln, die in verschiedenen Lebensräumen leben. Weitere Stationen führen in tropische Regenwälder und schließlich in die kulturelle Evolution des Menschen in der Altsteinzeit. Hier wird deutlich, dass Evolution nicht allein biologisch zu verstehen ist, sondern auch kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen umfasst. Die Inszenierungen eröffnen unterschiedliche Betrachtungsebenen. Kinder entdecken szenische Details, während sich Erwachsene in wissenschaftlichen Zusammenhängen vertiefen können. Ein weiteres Diorama erwartet die Gäste im Polarium des Zoos, wo Eisbären Robben und Pinguine im Miniaturformat auf Forschende in der Arktis und Antarktis treffen.
Ein Künstler zwischen Sammlung, Bühne und Museum
Konzipiert und realisiert wurde die Ausstellung von dem Hamburger Diorama Artist und PLAYMOBIL-Markenbotschafter Oliver Schaffer. Mit über 400.000 Figuren und rund 3 Millionen Einzelteilen besitzt er die weltweit größte PLAYMOBIL-Schausammlung. Seine künstlerischen Dioramen wurden bereits von mehr als 6,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern in renommierten Museen weltweit gesehen.
Schaffer entdeckte seine Leidenschaft für PLAYMOBIL 1981 in seiner Heimatstadt Kiel. Nach einer künstlerischen Ausbildung an der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg war er zunächst als Musicaldarsteller tätig, bevor er sich zunehmend seiner Sammler- und Ausstellungstätigkeit widmete. 2003 präsentierte er seine Sammlung erstmals öffentlich im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. 2009 war ein Teil seiner Werke im Musée des Arts décoratifs im Westflügel des Louvre in Paris zu sehen – ein Meilenstein in der musealen Anerkennung seiner Arbeit.
„Für mich ist PLAYMOBIL weit mehr als Spielzeug – es ist eine universelle Bühne für die großen Geschichten unserer Welt. Mit jeder Figur, mit jedem noch so kleinen Detail möchte ich Wissen sichtbar, Geschichte begreifbar und Staunen spürbar machen. Wenn Kinder und Erwachsene gemeinsam vor einem Diorama stehen und plötzlich verstehen, wie faszinierend 4,5 Milliarden Jahre Evolution sind, dann weiß ich: Genau dafür baue ich diese Welten“, hob Oliver Schaffer hervor.
Für den Zoo Rostock hat Schaffer eigens neue Schaulandschaften entwickelt, die in enger Abstimmung mit dem Zooteam entstanden sind. Wissenschaftliche Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und in eine visuelle Dramaturgie übersetzt, die sowohl ästhetisch überzeugt als auch didaktisch durchdacht ist. Seine Dioramen zeichnen sich durch eine hohe Detailtiefe, dramaturgische Verdichtung und eine präzise Szenografie aus. Jedes Element ist bewusst gesetzt, jede Figur Teil einer größeren Geschichte.
Staunen, Spielen, Lernen – ein generationenübergreifendes Ausstellungserlebnis
Mit der Evolution der Tiere mit PLAYMOBIL gelingt eine außergewöhnliche Verbindung von naturwissenschaftlicher Wissensvermittlung und hochwertiger spielerischer Inszenierung. Die ikonischen Figuren der deutschen Spielzeugmarke PLAYMOBIL wecken auch bei vielen Erwachsenen Erinnerungen an die eigene Kindheit, während sie für Kinder ein vertrautes Medium des Entdeckens darstellen. So entsteht ein generationenübergreifender Zugang zu einem der zentralen Themen der Biologie.
Die Ausstellung schafft bewusst Räume für eigene Entdeckungen. Besucherinnen und Besucher können verweilen, Details studieren und sich Zusammenhänge selbst erschließen. Die Miniaturbiotope laden dazu ein, Perspektiven zu wechseln und Evolution nicht nur als abstrakten Prozess, sondern als lebendige, visuell erfahrbare Geschichte zu begreifen. Ergänzt wird die Schau durch eine fotografische Perspektive des mexikanischen Künstlers Adrián Limón im Altweltaffenhaus. Seine international beachteten Tierfotografien verbinden PLAYMOBIL-Figuren mit realen Naturaufnahmen und schaffen poetische Bildräume zwischen Spiel, Kunst und Naturbeobachtung.
Organisatorische Hinweise
Die Sonderausstellung „Die Evolution der Tiere mit PLAYMOBIL – Staunen, Spielen, Lernen im Zoo Rostock“ ist vom 1. März bis zum 30. April 2026 im Spiegelsaal des Darwineums im Zoo Rostock zu sehen. Weitere Dioramen befinden sich im Polarium sowie im Eingangsbereich des Darwineums bei den Galápagos-Riesenschildkröten. Die fotografische Ergänzung von Adrián Limón wird im Altweltaffenhaus präsentiert.
Die Kassen sind im März täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet, ab April von 9 bis 17 Uhr. Die Tierhäuser schließen jeweils eine Stunde später.
Termine für Neue Sonderausstellung im Zoo Rostock eröffnet - Die Evolution der Tiere mit PLAYMOBIL
Es ist möglich, dass "Neue Sonderausstellung im Zoo Rostock eröffnet - Die Evolution der Tiere mit PLAYMOBIL" nicht an allen Tagen im genannten Zeitraum stattfindet. Hierzu bitte www.zoo-rostock.de/ checken.

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