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2017-12-01 23:51:13 - 253 Aufrufe

Erlebnisreiche Zoof├╝hrung im Zoo Neuwied

Von Alexander Steller

Ein Erlebnisbericht von den Zooführungen im Zoo Neuwied, die jedes Jahr zur Adventszeit stattfinden.

Jedes Jahr zur Adventszeit öffnen die Reviere des Zoo Neuwied ihre Türen. Jeden Freitag ein anderes Thema, diesmal ging es vorrangig zu den Erdmännchen. Diese speziellen Führungen kosten 3 EUR zusätzlich zum Eintritt und dauern ca. 1 Stunde. Am heutigen 01.12.2017 hat uns pünktlich um 15 Uhr Tierpfleger Henrik Spilling am Zoo-Eingang abgeholt und mit auf die Erdmännchenanlage genommen.

Es wurde viel Interessantes erzählt, z.B. dass ein Clan aus bis zu 40 Tieren bestehen kann und diese sehr sozial miteinander umgehen, sowohl was das Großziehen der Jungtiere als auch den gemeinsamen Spieltrieb angeht. Henrik hat für die Tiere Beschäftigungsboxen gebaut, in denen Mehlwürmer versteckt wurden, denn die Tiere sind sehr neugierig und brauchen regelmäßig Beschäftigung.

Der "Späher", also das Erdmännchen, dass auf einem erhöhten Punkt Ausschau hält, kann bei dieser Tätigkeit, die von 15 Min. bis zu einem ganzen Tag dauern kann, bis zu 2% seines Körpergewichtes verlieren kann. Die Hauptnahrung sind Mäuse. Küken werden nur selten gefüttert, weil diese einen zu hohen Fettanteil haben. In freier Wildbahn nehmen es die kleinen Wildtiere auch durchaus mit einer Kobra oder einem Skorpion auf. Hier kommt ihnen die Gruppendynamik zu Gute. So wird das Beutetier abgelenkt, so dass andere Mitglieder der Familie hinterrücks zuschnappen können. In meinem Video erfahrt ihr auch noch, ob die Erdmännchen eine Toilette in ihrer Anlage haben und wir dürfen uns die Schlafboxen ansehen.

Foto: Bad_Emser

Außerdem durften wir noch bei der Stachelschwein-Fütterung zusehen. Und ich konnte endlich mal die Frage klären, ob Stachelschweine ihre Stacheln denn nun gezielt abschießen können oder nicht. Nein, das können Sie nicht. Wenn so etwas passiert, dann nur wenn zufällig ein Stachel locker sitzt. Wird man davon getroffen, kann es sehr schmerzhaft sen, denn der Stachel bringt natürlich Dreck mit in die Wunde, außerdem hat der Stachel Wiederhaken und splittern, wenn sie in die Haut eindringen. Auch ein kleiner Abstecher in den Huftierstall war noch drin.

Nach diesem informativen Rundgang haben wir kurz vor Schließung noch bei den Berberlöwen vorbeigeschaut und haben sogar noch die Tigerfütterung mitbekommen. Auch ein Blick auf die bald öffnende Prinz-Maximilian-zu-Wied-Halle war zeitlich noch drin, bevor es zu dunkel zum Filmen wurde.

Insgesamt ein rundum gelungener Besuch, bei dem wir uns jedes Jahr, wenn es zeitlich passt, ein anderes Revier anschauen.

Foto: Bad_Emser
Stachelschweine stellen bei Gefahr ihre Stacheln auf

Noch ein Tipp: an Heiligabend ist "Warten aufs Christkind" angesagt mit einer speziellen Schimpansen-Fütterung und freiem Eintritt von 12-16 Uhr!

Quelle: Alexander Steller