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2020-07-27 22:30:03 - 1668 Aufrufe

Ein Tag im Freizeitpark Plohn

Von Andrej Woiczik

Andrej Woiczik war mitten in der Ferienzeit im Freizeitpark Plohn unterwegs und hat sich die letztjährige Neuheit Dynamite sowie die Corona-Schutzmaßnahmen angesehen.

Der Freizeitpark Plohn (ehemals Märchen- und Erlebnispark Forellenhof Plohn) liegt in Sachsen in der vogtländischen Stadt Lengenfeld zwischen Reichenbach im Vogtland und Auerbach/Vogtl. Der 1996 eröffnete Freizeitpark war der erste in den neuen Bundesländern. Er zählt 350.000 zahlende Besucher im Jahr und ist mit über 80 Attraktionen ausgestattet. Im Jahr 2017 fand dort auch eines unserer letzten Fantreffen statt.

Achterbahnhighlights Dynamite und El Toro

Die Sonne und die Temperaturen meinten es gut mit uns bei unserem Besuch. Unser erstes Ziel war die Achterbahn „Dynamite“ „Dynamite“ ist die zweite Achterbahn des Typs Big Dipper Coaster der deutschen Firma Mack Rides überhaupt. Mit 100 km/h Spitzengeschwindigkeit und über 35 Meter Höhe übertrifft „Dynamite“ seine holländische Schwester dabei sogar noch. Zahlreiche Inversionen prägen den Streckenverlauf dieses besonderen Achterbahntyps und sorgen sogar für kurzzeitige Gefühle der Schwerelosigkeit. Mit über 6 Millionen Euro ist der Coaster „Dynamite“ die bislang größte Investition des Parks und läuft damit dem bisherigen Highlight, Ostdeutschlands schnellster Holzachterbahn „El Toro“, womöglich den Rang ab. Bei unseren zahlreichen Fahrten überzeugte uns die nunmehr sechste Achterbahn im Freizeitpark Plohn, wobei es leider einige nicht schöne Begleiterscheinungen dabei zu erleben gab. Mehr dazu am Ende unseres Berichts. Der sehr beliebte Coaster „El Toro“ stand als nächstes auf unserem „Programm“. Die 725 m lange Strecke erreicht eine Höhe von 28 m und besitzt einen 22 m hohen First Drop, auf dem der Zug eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 75 km/h erreicht. Das Gefühl im Zug vom Millennium Flyer mit zwölf Wagen zeigt aber eine weitaus höhere Geschwindigkeit auf. Trotz des Alters von inzwischen 11 Jahren fährt diese Holzachterbahn immer noch sehr gut und es machte wieder einmal Spaß den Ritt auf El Toro zu wagen.

Der Rapid River von ABC Rides namens „Fluch des Teutates“ war noch drehfreudiger als bei unserer letzten Fahrt im Jahr 2017. Mit einem flauen Gefühl im Magen ging es zur Entspannung zur Urzeit Floßfahrt von Mack Rides aus dem Jahr 1997. Zahlreiche neue Dinosaurier werten diese 15 Minuten andauernde Fahrt sehr auf und versprühten viel Freude bei den Besuchern.

Foto: Andrej Woiczik

Corona-Maßnahmen und ihre Umsetzung

Gegen 13.00 Uhr füllte sich dann der Freizeitpark Plohn extrem. Menschenmassen strömten in den Park und die Wartezeiten schossen bei den Major Rides bis auf 45 Minuten. Es folgte daher für uns ein entspannter Rundgang durch den 25 Hektar großen Erlebnispark. Man sah viele zufriedene Gesichter bei den zahlreichen Besuchern an diesem Tag. Die Anlagen wirkten sehr gepflegt und die Thematisierung der jeweiligen Themenbereiche ist zum Teil sehr detailverliebt.

Kommen wir nun zu etwas unerfreulichem. Im Freizeitpark Plohn wird sehr umfangreich informiert, dass jede Besuchergruppe einen Abstand von mindestens 1,5 Meter zur anderen Gästen halten muss. Sobald man sich in einem Indoor-Bereich befindet, müssen Masken aufgesetzt werden (Ausnahme: Kinder bis zum 6. Geburtstag. Neben einer Vielzahl an öffentlichen Desinfektionsmittelspendern findet man natürlich auf dem gesamten Parkgelände auch nochmals entsprechende Hinweisschilder mit Hygiene- und Abstandregelungen. Alles schön und gut, aber diese Regeln werden im Park von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft anders und eigenwillig ausgelegt. Während besonders ältere Mitarbeiter auf diese Regeln achten und im Park jede 30 Minuten Hinweise über die Lautsprecheranlage den Besuchern mitgeteilt werden, beherzigen besonders auf „El Toro“ und „Dynamite“ die Besucher die Bestimmungen nicht und verhalten sich unverantwortlich - und keinem Mitarbeiter schien es zu interessieren. Kein Abstand und vor allem keine Masken auf den beiden Achterbahnen gab es zu erleben. Auf beiden Achterbahnen machten wir insgesamt 8 Fahrten. ¾ der Achterbahnfahrenden trug da keine Maske und das Personal interessierte es leider auch nicht. Wenn man sich dann noch die Onride Fotos ansah gruselte es einen, da hier durchgängig keine Masken zu sehen waren. Hier muss unbedingt bei den Parkverantwortlichen auf die jeweiligen Mitarbeiter eingewirkt werden, dass ohne Maske kein Gast fahren darf.

Foto: Andrej Woiczik
Viele Bereiche im Freizeitpak Plohn sind äußerst detailverliebt und aufwändig gestaltet.

Trotz dieser coronabedingt sehr unschönen Erlebnisse war der Tag im Freizeitpark Plohn insgesamt sehr schön.

Quelle: Andrej Woiczik