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News Kategorie Event
2024-05-14 18:29:22 - 634 Aufrufe

Serengeti-Park feiert 50jähriges Bestehen - Bald auch im Winter geöffnet

Von Klaus Müller

709 000 Gäste kamen im letzten Jahr durch das Eingangstor und es werden immer mehr. Bald will der Serengeti-Park sogar im Winter öffnen.

Eines der größten Tierreservate Europas, der Serengeti-Park Hodenhagen, feiert Ende Mai seinen 50. Geburstag. „Wir werden mit unseren Fans aus aller Welt drei wunderbare Tage erleben,“ kündigt Dr. Fabrizio Sepe an, der den Park 2017 von Vater Paolo übernommen hat, in einer Zeit, als es in Hodenhagen nicht ganz so gut lief. Aber Sepe entwickelte das 220 Hektar große Tierareal- ganz ohne staatliche Förderung und konnte im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Schallmauer von 700.000 Gästen übertreffen. Sepe: „Für uns ein wunderbares Ergebnis, das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Darum wird vom 24. bis 26. Mai ein großes Dankeschön an alle Fans stattfinden, mit einer 25 qm großen Geburtagstorte, mit vielen Kleinkünstlern und einer gigantischen Lasershow. Aus einem ehemaligen Modderfeld mitten in der Lüneburger Heide ist eine phantastische Tierlandschaft geworden."

„Ich liebe Tiere- deshalb ich das kleine Krokodil in die Schule mitgenommen“ ..erinnert sich Sepe an eine der vielen Geschichten, die das Leben im Park 50 Jahre lang gespielt hat. 1974 sei er mit seiner gesamten Familie hierher gekommen. „Ich habe Tiere immer gemocht.“ Und weil er in der Schule ein bisschen flirten wollte, habe er sich ein kleines Krokodil-Baby in seiner Hosentasche mitgenommen und allen gezeigt. „Ich bin dann gleich einmal aus der Schule geflogen. Da war auch die Geschichte mit den Kängurus, die ganz Deutschland mitzog. Sie waren aus dem Park entwischt und sollten mit Erdnuss-Butter, die auf Baumstämme gestrichen wurde, wieder eingefangen werden. „Ganze Geschäfte waren damals schnell ohne die Butter.“ Aber irgendwie landeten die Tiere dann doch wieder an. Sepe hat von Vater Paolo viel gelernt. Er musste jeden Morgen in den Park, um in den Tierställen mit zu helfen. Und die Musik, die an den Fahrgeschäften des Freizeitareals spielte, immer wieder wechseln. „Es waren auch harte, entbehrungsvolle Tage,“ sagt er heute. Aber er habe alle Erfahrungen "aufgesogen". „Der Park, die Tiere sind mein Leben geworden. Ich habe natürlich noch Visionen, die ich umsetzen möchte. Aber mit meiner über 600-köpfigen Belegschaft habe ich schon heute viel erreicht.

Die Idee zum Serengeti-Park wurde in den USA geboren. Damals hatte Paolo Sepe ein großes Gelände gefunden, das aber wieder verloren ging. Über England kam die italienische Familie dann nach Hodenhagen, fand auf dem riesigen Gelände der Familie Hoops alle Voraussetzungen, die man sich so vorstellte. Dass dann in 2024 die riesige Flut kam, dass der Park mit Tausenden von Helferinnen und Helfern aus ganz Deutschland in einer wahren Wasserschlacht gerade noch einmal gerettet wurde, ahnte damals keiner. Auch der Orkan, der auf dem waldreichen Gelände fast 400 Bäume umstürzen ließ, gehörte zu den schlimmeren Ereignissen des Parks, der aber beide Katastrophen gut überstand.

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Foto: Klaus Müller
Inhaber Fabrizio Sepe mit dem Parkmaskottchen des Serengeti-Park

Sepes bauten immer. Im Tierpark wurden Tiersektionen eingerichtet, die Tiere sollten sich auf dem weiträumigen Gelände wohlfühlen, ohne Menschen zu gefährden. Bald zog Hodenhagen immer mehr Gäste an. Der Park erhält heute seine Tiere aus der Gefangenschaft, entwickelte Zuchtprogramme, wobei das Wieder- Auswildern von Breitmaulnashörn ein beeindruckendes Glanzstück des Serengeti-Parks geworden ist. Auch andere selten gewordene Tiere konnten in ihre Ursprungsländer zurückgeführt werden. Jedes Frühstück ist die Zeit, in der viel Nachwuchs in der guten Heide-Luft ankommt. Und es ist die schönste Zeit für die Besucher, die nicht nur mit Bussen oder PKW kilometerlang durch die Anlage fahren, sondern heute auch schon einmal auf Safari im Serengeti-Park gehen dürfen. Für 2024 plant Sepe sogar eine U-Boot-Safari zu bauen, um die Wasserwelt der vielen großen und kleinen Teiche des Geländes zu zeigen.

„Die Kinder sollen sich wohlfühlen“

Fabrizio Sepe freut sich über jede Familie, die mit ihren Kindern in den Park kommt. „Man muss nicht in die Ursprungsländer fliegen, um wilde Tiere zu erleben. Man kann sie bei uns entdecken und erleben, die wunderbaren Giraffen, die Elefanten oder auch das kleine Flußpferd, das gerade angekommen ist.“ Man habe daher auch einen zusätzlichen Freizeitpark gebaut, mit aufregenden, aber auch kinderlieben Fahrgeschäften und Spielplätzen. Und viel für Übernachtungsmöglichkeiten „mitten in der Serengeti Hodenhagens" getan.

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Foto: Klaus Müller
Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung im Jahr 1984 war der Serengeti-Park noch deutlicher kahler

In diesem Winter wird der Park zum allersten Mal komplett geöffnet sein, mit einem imposanten Lichterfeld, verspricht Fabrizio Sepe. In einem anerkannten Fachbuch plaudert er aus seinem Leben und erzählt Erstaunliches auch über die gesamte Familie. „Die Safari ist das Erlebnis meines Lebens geworden,“ sagt der 54-jährige- gemeinsam mit seiner Frau, die die Abteilung Forschung im Park leitet und mit seinen Kindern hat er in der Heide seine Heimat gefunden.

Quelle: Klaus Müller

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