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2015-10-11 19:57:35 - 252 Aufrufe

Neues aus dem Berliner Spreepark

Von Andrej Woiczik

Aktuelle Perspektiven der Spreepark-Fläche

Während Christopher Flade nunmehr, neben seiner Tätigkeit beim Filmpark Babelsberg, auch wieder Rundgänge um dem Spreepark Berlin anbietet, konnten sich weiterhin der Berliner Liegenschaftsfond und der zukünftige Eigentümer des Areals an der Berliner Spree, nämlich "Grün Berlin" nicht über die Vertragsinhalte zur weiteren Nutzung des Projekt Spreepark einigen. Nach Recherchen von Freizeitpark-Welt.de soll der seit 2002 brachliegende, ehemalige Freizeitpark, nach Wünschen von Christoph Schmidt, Geschäftsführer von Grün Berlin in einen Landschaftspark in den kommenden drei Jahren umgewandelt werden.

Die Grün Berlin GmbH betreibt in Berlin sechs Parks (u.a. Britzer Garten/ehemaliges BUGA Gelände, Tempelhofer Feld/ehemaliger Flughafen Tempelhof ) mit insgesamt rund 600 Hektar Fläche. Jeder Park hat ein spezielles Profil, das ihn auszeichnet. In allen Gärten finden regelmäßige Veranstaltungen statt. Aber bei einem Gespräch zwischen Redakteur Andrej Woiczik und der Presseabteilung von Grün Berlin, bei der diesjährigen ITB in Berlin, besteht keine Absicht des neuen Betreibers Freizeitpark ähnliche Attraktionen in den Parks zukünftig zu betreiben.

Christoph Schmidt will für das Gelände des ehemaligen Freizeitparks an der Spree ein ähnliches Konzept wie für den Landschaftspark Duisburg (1 Mio. Besucher im Jahr) umsetzen. Dort können Besucher das Gelände zu Fuß durchstreifen oder mit dem Fahrrad erkunden; ein Fahrradverleih ist vorhanden. Man kann sich allein durch den Landschaftspark bewegen oder sich bei einer Führung erläutern lassen. Kinder und Jugendliche begreifen den Park als gigantischen Abenteuerspielplatz. Es gibt eine Riesenröhrenrutsche durch zwei Erzbunker, eine offene Halle für Trendsportarten wie Skaten und Mountainbiken, viele Spielpunkte und sogar einen Lehr-und Lernbauernhof. Doch die Finanzierung für die Pläne von Christoph Schmidt ist noch immer nicht geklärt.

Die Grün Berlin GmbH steht in den Startlöchern. Doch nichts passiert. Park und Eierhäuschen sind verrammelt, die Gebäude verfallen weiter. Um den einstigen Vorzeige-Vergnügungspark der DDR vor dem endgültigen Verfall zu retten, hatte das Land Berlin vor fast zwei Jahren das Erbbaurecht zurückgekauft. Zuvor hatte es aber zahlreiche Investoren wie Studio 100, Tivoli Kopenhagen oder auch Merlin Entertainment mit abstrusen und wirtschaftlich unhaltbaren Forderungen das Interesse am riesigen Areal abspenstig gemacht. Zwei Millionen Euro zahlte Berlin für den Rückkauf des Geländes an die Deutsche Bank, 60.000 Euro erhielt die Familie des früheren Spreeparkpächters Norbert Witte, im Gegenzug musste sie das 30.000 Quadratmeter große Gelände räumen. Der Großraum Berlin (Berlin und Umland) mit seinen über 6 Mio. Einwohnern wird sich auch weiterhin nicht an einem internationalen Freizeitpark erfreuen können. So müssen die dortigen Freizeitpark Fans weiterhin die nächstgelegenen Freizeitparks in Leipzig (Belantis) und Plohn mit einer Entfernung von 180 und 280 km für einen Freizeitparkbesuch aufsuchen. Im Jahr 2017 entsteht aber in 110 Kilometer Entfernung kurz hinter der deutschen Grenze, auf polnischer Seite, ein Holiday Park.

Freizeitpark-Welt.de berichtete in der Vergangenheit bereits mehrfach darüber.

Quelle: Andrej Woiczik