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2019-04-29 20:10:50 - 1596 Aufrufe

Der Highlander ist eröffnet! - Das Eröffnungsevent im Detail

Von Mathias Arp

Am 26. April 2019 war es soweit: Das neue, schon von weitem sichtbare Wahrzeichen des HANSA-PARKs (von der Autobahn A1 und den umliegenden Ortschaften), wurde eröffnet.

Das Eröffnungsevent startete schon auf dem Vorplatz, wo fĂŒr das "Einchecken" der geladenen GĂ€ste drei lila Teppiche (die Farbe zieht sich durch den gesamten Abend und spielt auch im Themenbereich eine große Rolle) ausgerollt waren, an deren Ende freundliche Mitarbeiter die Lanyards mit den Namensschildern und pro Gruppe einen Gutschein fĂŒr eine CD mit den Soundtracks des Parks (inklusive Nessie und dem Highlander) ĂŒberreichten. Man konnte damit ab 14:00 Uhr den Park kostenlos betreten und schon einmal einen ersten Blick von Außen auf den neuen Themenbereich, der weitrĂ€umig abgesperrt war, und den Highlander in der Helix der Nessie werfen.

Ab 18:00 Uhr versammelten sich die geladenen GĂ€ste, nachdem man ĂŒber einen lila Teppich den reservierten Bereich betreten und den Weg vorbei am schwarzen Oldtimer der "Nessie Tours" absolviert hatte, im Restaurant Weltenumsegler. Dort hielt Herr Leicht kurz nach 18:30 Uhr eine kleine Ansprache, in der er die GĂ€ste begrĂŒĂŸte und kurz den Ablauf des Abends erlĂ€uterte. Etwas spĂ€ter versammelten sich alle GĂ€ste inklusive der Familie Leicht vor dem Restaurant und schritten unter den KlĂ€ngen einer Dudelsack-Gruppe am Holsteinturm, dem "Buchtknoten" des "Fluch von Novgorod" und dem Kinderautoscooter vorbei in den neuen Themenbereich.

Bevor Herr Leicht mit seiner Frau das lila Band durchschnitt, welches zwischen Nessie und dem Rasenden Roland, der nach Aussage von Herrn leicht in naher Zukunft auch zum Thema "Bezauberndes Britannien" umgestaltet wird, hing, bedankte er sich in einer rund 10-minĂŒtigen und stellenweise hurmorvollen Rede noch einmal bei allen an dem Projekt "Highlander" Beteiligten fĂŒr ihren Einsatz, erlĂ€uterte die Daten des Highlanders, sprach ĂŒber die Vorbilder des Themenbereichs, z.B. das "Eilean Donan Castle", welches in Teilen als Nessie Station nachgebaut wurde, und erklĂ€rte das Motto "Hanse und Hightech", was ein Leitbild des Parks fĂŒr die Zukunft sein wird. Um den neuen Bereich "Bezauberndes Britannien" so authentisch wie möglich zu gestalten, hat der HANSA-PARK beispielsweise in Schottland einen eigenen Clan-Tartan eintragen lassen. Herr Leicht sagt, mit ihrem eigenen eingetragenen Tartan in diesem Register steht der HANSA-PARK in einer Liga mit z.B. den Clans der MacLeod oder der MacDonald. Die Stoffe werden gerade in Schottland gewebt, erste Exemplare wurden in den letzten Tagen schon in der Nessie-Station und der Schlußkurve des Tunnels aufgehĂ€ngt. Die Grundfarben sind ein dunkles violett und ein dunkler GrĂŒnton, welche im neuen Themenbereich ĂŒberall auftauchen. Beide Farben finden sich auch in den neu lackierten ZĂŒgen von Nessie wieder, deren Front jeweils mit einem Schuppenmuster (wie das Seeungeheuer Nessie) und dem neuen Nessie-Schriftzug gestaltet wurden.

Foto: Mathias Arp
GeschĂ€ftsfĂŒhrer Andreas Leicht eröffnet den 120m hohen Gyro Drop "Highlander"

Die Premierenfahrt des Highlander

Nach dem Durchschneiden des lila Bands startete fĂŒr die ausgelosten GĂ€ste (neben der Familie Leicht noch die anwesenden Komponisten von IMAscore, einigen Pressevertretern (z.B. Moderatoren von R.SH) und anderen Vertretern beteiligter Unternehmen) die Premierenfahrt unter den gespannten Blicken der restlichen GĂ€ste und Pressevertreter. FĂŒr den Highlander hat der Hersteller Funtime zwei Fahrprogramme entwickelt. Diese wurden von Herrn Leicht folgendermaßen erklĂ€rt:

Programm 1 "Tilt" – Es geht aufrecht sitzend und rotierend bis fast ganz nach oben. Dort werden die Sitze um 30 Grad nach vorne geneigt. Dann dreht man sich noch einige Runden in dieser Position wĂ€hrend man langsam die letzten Meter bis zur Spitze gezogen wird. Die Sitze werden wieder in die Senkrechte gefahren und man stĂŒrzt kurz darauf in die Tiefe.
Programm 2 "Super Tilt" – Wie Programm 1, jedoch stĂŒrzt man hier nach Erreichen der obersten Gondelposition nach vorne geneigt aus 103 Meter Höhe ab.

Die Gestaltung des Themenbereich ist wirklich klasse geworden mit den alten Mauern und der Station der Nessie Sehr stimmig. Wenn der "Rasende Roland" auch noch seine Umgestaltung hinter sich hat wird das eine sehr schicke Ecke. Der Wartebereich ist meinen BefĂŒrchtungen nach zu kurz fĂŒr den Normalbetrieb, zumindest in der ersten Zeit. Bei den 400 PremierengĂ€sten, von denen nicht alle gefahren sind, war er schon bis zum Eingang gefĂŒllt, was ca. einer Wartezeit von 30 Minuten entspricht. An vollen Tagen dĂŒrfte sich die Schlange durch den ganzen Themenbereich ziehen. Dies hat sich dann am nachfolgenden Tag schon bewahrheitet, wo die Warteschlange weit ĂŒber das "Space Race" hinaus verlief.

Nach ca. einem Drittel der offiziellen Warteschlange findet man ĂŒberdacht direkt am Bedienerhaus einen Testsitz. Die Warteschlange ist schön mit alten Mauern gestaltet, mit Blumen und RankgewĂ€chsen bepflanzt (die leider teilweise schon von den FĂŒĂŸen der Wartenden plattgetreten wurden), fĂŒhrt direkt unter den Schienen von Nessie entlang und ermöglicht, da sie hinter dem Bedienerhaus verlĂ€uft, auch tolle Einblicke auf die nah daran vorbeifĂŒhrende Strecke des "Rasenden Roland", der bei der Veranstaltung ebenfalls geöffnet war.

Nachdem die 24 Mitfahrer in den bequemen Sitzen Platz genommen haben, beginnt der Aufstieg zum Soundtrack von IMAscore. Der Standort mitten in der Helix von Nessie ist eine tolle Wahl. Von Nessie, die an diesem Abend auch im Zweizugbetrieb (keine Wartezeit mit Sitzenbleiben) geöffnet waren, hat man bei der Fahrt einen interessanten Blick auf den Turm wenn man ihn umkreist. Anderersherum trifft das auch zu, denn zum Beginn der Fahrt merkt man schnell, wie hoch der Turm ist wenn man die Nessie unter sich lĂ€ĂŸt. Es folgt ein grandioser Blick auf den Park aus der Vogelperspektive zusammen mit der Ostsee und der umliegenden Gegend. KĂ€rnan lĂ€sst man auch irgendwann unter sich (im Hinterkopf, das der Turm 80m hoch ist) und dann bleibt nur noch der Holsteinturm (Aussichtsturm) als Vergleichspunkt, dessen Fahrhöhe auch schnell erreicht ist und dann ist man auch schon auf Höhe der Fahnenmastspitze. Dabei dreht sich die Gondel die gesamte Fahrt um den Turm, so dass jeder Fahrgast in alle Himmelsrichtungen schauen kann. Plötzlich neigen sich die Sitze der rotierenden Gondel um 30 Grad nach vorne. Der Neigungswinkel ist dabei ein guter Kompromiss zwischen Thrill (die 90 Grad der Intamin-TĂŒrme sind extremer) und Familienfreundlichkeit (man kann den Kopf immer noch so ausrichten, das man nicht nach unten schauen muss), so das es gut zum Park und seinem Konzept passt. Wenn der Sitz nach vorne klappt, kann man schön den Park 103m unter sich betrachten und ist erstaunt, wie "klein" alles wirkt. Bei Dunkelheit (z.B. im Herbst zur "Zeit der Schattenwesen" oder beim "Herbstzauber") sieht das alles noch schöner aus, wie wir nach Einbruch der Dunkelheit schon mit einem kleinen Vorgeschmack erahnen konnten.

Dann folgte die Anspannung, ob man sich wieder aufrichtet oder gekippt fĂ€llt, denn Funtime hatte den Turm am Premierenabend so eingestellt, das dies per Zufall funktioniert (wird im Normalbetrieb nicht so sein, da werden feste Zeiten, die am Eingang per Monitor einsehbar sind, fĂŒr die Programme vorgegeben. Man wird bis ca. Mitte Juni durch Variation den Bedarf ermitteln, und so die Zeiten anpassen, das ein Optimum gefunden wird fĂŒr den Wunsch der Besucher). Die Gondel klingt dann sanft aus und man beschleunigt auf 120km/h. Ich hatte bei meinen drei Fahrten gestern das GlĂŒck zweimal gekippt zu fallen. Mir gefĂ€llt das Programm 2 besser, da es noch ein stĂŒck adrenalinhaltiger ist.

Foto: Mathias Arp

Langer Fall und sanfte Ankunft

Was soll man sagen: Ein wirklich langer Fall (zwischen 55 und 60 Meter), der sanft durch die Magnetbremsen auf Schrittgeschwindigkeit reduziert wird mit der man in die Station zurĂŒckgleitet. Die IntamintĂŒrme bremsen im VerhĂ€ltnis etwas spĂ€ter und dadurch auch hĂ€rter. Ist Geschmackssache, was einem besser gefĂ€llt. Der IMAscore-Soundtrack ist wĂ€hrend der Fahrt gut zu hören, auch bei Wind, und untermalt die Fahrt mit epischen KlĂ€ngen, die sich der Spitze nĂ€hernd eine immer bedrohlichere Stimmung erzeugen. Es gibt drei AblagefĂ€cher in der Station rund um den Turm. Abends ist die Gondel unter den Sitzen bunt beleuchtet und die als Burgturm thematisierte Spitze des Highlander wird einfarbig angestrahlt.

Auf der Terrasse vor dem "Rasenden Roland" spielte eine schottische Band fĂŒr die Unterhaltung der Besucher und es waren Stehtische aufgebaut, an dem man bei "Fish and Chips" und GetrĂ€nken aus dem Kiosk "Filling Station" fachsimpeln und sich ĂŒber die erlebten Highlander-Fahrten austauschen konnte. Die Besucher, die genug Fahrten absolviert hatten oder sich einfach mal zwischenzeitlich aufwĂ€rmen und stĂ€rken wollten, konnten dies ab ca. 20:00 Uhr bei einem leckeren schottischen Buffet im Restaurant "Weltenumsegler" machen. Dort gab es diverse schottisch angehauchte Gerichte von deftig bis sĂŒĂŸ, die alle in irgendeiner Form die Farben lila und grĂŒn wieder aufgegriffen haben. Der Highlander fuhr noch bis nach 21:30 Uhr, als wir den Park glĂŒcklich ĂŒber das Erlebte verlassen haben.

Wir bedanken uns fĂŒr die Einladung beim HANSA-PARK! Man kann dem HANSA-PARK nur zu dieser Attraktion gratulieren, die das Angebot sinnvoll ergĂ€nzt. Ich hoffe der HANSA-PARK und deren Verantwortliche werden daran lange wartungsarm und unfallfrei Freude haben und viele neue begeisterte Besucher begrĂŒĂŸen dĂŒrfen.

Quelle: Mathias Arp

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