Der Tiergarten Kleve liegt sehr schön direkt neben dem „Amphitheater“, einer historischen, theaterförmigen Gartenanlage mit der Statue „Der eiserne Mann“ davor. Der kostenlose Parkplatz lädt zum Besuch von beiden ein, dem Amphitheater und dem Tiergarten.
Was zunächst einmal auffällt, sind die sehr gepflegten und ordentlichen Gehege der Tiere – an ein paar Stellen wird gebaut und gewerkelt, aber das stört nicht weiter. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Tiere sich trotz großer Gehege oft in der Nähe des Zauns aufhalten, so dass man sie gut beobachten und mit ihnen auch interagieren kann. Einer der Strauße z.B. kommt gerne an den Zaun und demonstriert, wer von beiden sich größer machen kann – er oder der Besucher. Natürlich kann man auch Futter erwerben, mit dem man verschiedene Tiere füttern kann.
Wir hatten das Glück, dass es gerade viele Jungtiere gab – kleine Ziegen, Erdmännchenbabys, einen kleinen Baumstachler, ein Kängurubaby. Desweiteren kann man z.B. Zwergotter, Strauße, Weißkopfseeadler, Schneeeulen, Wüstenbussarde, Watussirinder, Äffchen, Rentiere, Maras, Lamas, Stachelschweine, Polarfüchse und Frettchen beobachten.Täglich gibt es jeweils 3 Schaufütterungen, die je nach Wochentag bei unterschiedlichen Tieren stattfinden. Zudem kann man unterschiedliche Führungen besuchen bzw. buchen, so gibt es regelmäßig Seniorennachmittage, Winetastings und Führungen zum Thema „Homosexualität im Tierreich“. Der Tiergarten Kleve nimmt am Erhaltungszuchtprogramm teil und engagiert sich hier bei der Zucht vom Roten Panda, Zwergseidenäffchen und dem Seidenreiher sowie gefährdeten Nutztierrassen wie dem Ungarischen Zackelschaf und dem Bentheimer Landschwein.
Mit dem Masterplan 20+ hat der Tiergarten große Pläne und will den Park zukünftig in verschiedene Themenbereiche (Länder) gliedern. Anfänge davon sind schon erkennbar, so gibt es bereits eine neue Trampeltieranlage. An unserem Besuchstag wurde „Abenteuer Outback“ zum ersten Mal ganztags eröffnet. Auf einem riesigen Gelände kann man auf einem kleinen Aussichtsrundweg wandeln und die Kängurus beobachten. Zusätzlich kann man sich noch weiter über Australiens Tierwelt informieren, denn in Gebüschen lauern Aufsteller von weiteren australischen Tieren, aufklappbare Tafeln am Wegrand informieren über diese Tiere. Außerdem werden bereits an mehreren Stellen im Zoo neue Gehege für die vorhandenen Tiere gebaut.
Das gastronomische Angebot ist übersichtlich, aber in Ordnung. Gleich hinter dem Eingang gibt es einen Zoo-Imbiss mit Pommes, Chicken Nuggets, Hamburgern, Currywurst und Co sowie warmen und kalten Getränken. Snacks und Eis sowie Souvenirs erhält man an der Tiergartenkasse.
Uns hat es sehr gut gefallen und der Masterplan macht Lust darauf, den Tiergarten im Auge zu behalten und in den nächsten Jahren mal wieder zu besuchen.
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