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2020-06-11 22:35:45 - 6986 Aufrufe

Ein Tag im Karls Erlebnis-Dorf in Elstal bei Berlin

Von Andrej Woiczik

Andrej war zu Gast in Karls Erlebnis-Dorf in Elstal und berichtet von den Corona-Maßnahmen vor Ort.

„Disneyland wächst vor Berlin-Spandau“ formulierte es der Berliner Tagesspiel in seiner Ausgabe vom 12.11.2019. Ein wenig eigenwillig vom Redakteur der großen Berliner Tageszeitung interpretiert, aber dennoch eine große Schlagzeile. Im Jahr 2017 hatte Unternehmer Robert Dahl seine Millionen-Pläne zum 100-jährigen Bestehen der Firma im Jahr 2021 vorgestellt. Im November 2019 wurde es dann konkret – deshalb die Veröffentlichung im Amtsblatt von Berlin. Das Bauprojekt ist so gewaltig, dass auch die Berliner Behörden informiert werden müssen, was da kurz hinterm Spandauer Stadtrand abgeht. Die Rede ist von einem „raumbedeutenden Projekt von überörtlicher Bedeutung“. Ein See so groß wie der BVG-Bushof in Spandau. Hier die Ausbaupläne des Freizeitparks: Das Unternehmen will an der B5 einen „Freizeitpark inklusive Ferienresorts“ auf dem Gelände Löwen-Adler-Kaserne bauen. Errichtet werde „ein ca. 55.000 m² großes künstliches Gewässer sowie 4000 Hotelbetten“. Geplant ist „eine Kombination aus Hotels, Ferienhäusern und Erlebnisunterkünften mit einer Gesamtkapazität von 2000 Betten, optional bis zu 4000 Betten“. Zur Relation: Spandau hat bislang 3000 Hotel-Betten – im gesamten Bezirk. Neben Show, Hotels, Gastro sei in Elstal auch „eine Verkaufsflächenerweiterung um 7000 m²“ geplant. Des Weiteren sollen zahlreiche große Fahrattraktionen erbaut werden. Klingt nach Disneyland vor den Toren Spandaus, so damals der Berliner Tagesspiegel.

Im März 2020 traf dann die Corona Pandemie auch Robert Dahl und sein fast 100 jähriges Unternehmen. Kurz vor dem Ausbruch der Viruserkrankung eröffnete er noch feierlich das Erdbeerland mit den zwei neuen Fahrattraktionen „Gläser-Karussel“ und „Fliegende Kaffeetafel“. Bis Ende Mai war der Freizeitpark geschlossen. Am 05. Juni war Redakteur Andrej Woiczik vor Ort und berichtet nun von einem Tag im Karls Erlebnis-Dorf in Elstal bei Berlin.

Kurz vor 10.30 Uhr, die Parkplätze sind schon gut mit Autos aus ganz Deutschland gefüllt. Aufgrund der Nummernschilder findet man sogar heraus, dass Besucher aus Dänemark, Polen und Österreich angereist sind. Im Gegensatz zu den Verstößen gegen die Corona-Regeln im Karls Erlebnisdorf in Koserow, werden am Besuchstag die Regeln in Elstal eingehalten und die Mitarbeiter bereiten den ca. 3000 Besuchern einen schönen Tag.

Foto: Andrej Woiczik
Auch 2020 noch das Highlight: Die K2-Achterbahn in Karls Erlebnisdorf Elstal

Der einzige ostdeutsche Freizeitpark mit Besucherzahlen über der Millionenmarke kann derzeit leider, aufgrund der behördlichen Auflagen, keine Indoor-Fahrgeschäfte öffnen, aber dennoch haben die Besucher, meist Familien mit Kindern, ihren Spaß. Mit Mundschutz und dem Abstand halten klappte es am Besuchstag bei den Besuchern gut. Liebevoll wurden Erdbeeren als Abstandsflächen an den Attraktionen eingezeichnet und alle 15 Minuten wurde über die Lautsprecher gebeten sich an die „Regeln“ zu halten.

Die Achterbahn „K2“ lud zu einer tollen Fahrt ein und sorgte bei den Besuchern trotz Mundschutz für viel Spaß. Bis zu einer halben Stunde war die Wartezeit für die Nutzung dieser Fahrattraktion. Das sehr geliebte K2 Kartoffelchips-Restaurant war wie der Indoorspiele-Bereich aber geschlossen. Aus diesem Grund genossen wir im äußeren Bereich vom „Mecklen-Burger“ einen sehr leckeren Burger mit Süßkartoffel-Pommes. Die 4 Stunden bei Karls vergingen wie im Flug und dann ging es am Nachmittag über die „vollen Autobahnen“ zurück in den Berliner Süden.

Was gibt es Neues?

Das Terminal E mit einem großen Flugzeug, welches als Location für Brunch & Events dienen wird, soll am 06.11.2020 eröffnen. Der „Fliegende Regenschirm“, ein Zamperla Mega Disk’O, wird direkt neben den bereits sehr beliebten Löffel-Jets Einzug nach Elstal Ostern 2021 halten. Die Bauarbeiten am Resort stocken derzeit und ob tatsächlich der neue Resortbereich 2021 eröffnen wird, darf sehr stark bezweifelt werden. Zwar wurde ein 6 Fußballfelder große Bereich bereits Baureif gemacht, aber ansonsten sah man keine weitere Bautätigkeit.

Foto: Andrej Woiczik
Die Neuheiten im Erdbeerland stehen leider noch still.

Übrigens:
Die Karls Jahreskarten wurden für Inhaber dieser Karten aufgrund der Schließzeiten von die Karls-Erlebnisdörfern kundenfreundlich um 70 Tage automatisch verlängert.

Quelle: Andrej Woiczik