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2024-07-02 12:34:29 - 622 Aufrufe

Aus 50m in die Tiefe sausen - Harzturm ist neues Highlight auf Torfhaus

Von Klaus Müller

Hannes Mairinger baut den höchsten Turm des Harzes und will an der Müritz ein weiteres Resort eröffnen - Einstmals Chef vom Heide Park Soltau geht der 71-jährige einen sehr erfolgreichen Weg in Deutschlands Norden.

„Geil“ hört man an diesem sonnigen Juniwochenende von vielen Menschen, die den neuen Harzturm auf dem fast 823 Meter hohen Torfhaus bestiegen haben. 307 Stufen mussten sie nach oben klettern, noch einmal 65 Meter Höhe überwältigen, um dann einen phantastischen Blick über das größte norddeutsche Mittelgebirge zu haben. Der Skywalk dort oben in luftiger Höhe ist ein weiterer ungeschlagener Höhepunkt der neuen Freizeitpark-Attraktion direkt an der Bundesstraße 4. Ein kleiner aber heftiger Ausflug auf einer riesigen Glasplatte, durch die man tief nach unten schauen kann.

„Ich habe dort auch schon gestanden und musste einmal kräftig durchpusten,“ gesteht Geschäftsführer Hannes Mairinger. Vielleicht ein ähnliches Gefühl, als Mairinger auf der größten Holzachterbahn Europas im Heide Park stand. Damals, kurz nach der Jahrhundertwende, als er Chef des Heide Park war.

Mairinger erinnert sich gern an Soltau, dort wo er auch noch seine ärztlichen Helfer findet, sagt, dass der Park ihm auf seinem Weg als erfolgreicher Freizeitpark-Erfinder gerade in Deutschland sehr viel weitergebracht hat. Dort hat er das Übernachten in Camps direkt neben dem Park erfunden, hat ein märchenhaftes Hotel gebaut. Und ist heute einer der erfolgreichen Gesellschafter eines touristischen Unternehmens, das in Hildesheim zuhause ist.

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Foto: Klaus Müller

Er hat in den letzten Jahren die kleinen Bergarbeiter-Häuser auf dem hohen Torfhaus umgemodelt, hat – versteckt hinter dem grauen Holz, ein modernes Resort entwickelt , mit etlichem Komfort und darum natürlich ein bisschen teurer. Als das Restaurant abbrannte, war der Entschluss zum neuen Hotel schnell wieder gefasst. Und seit dem letzten Jahr ist – bei einem gebürtigen Österreicher nur zu verständlich - der „Wienerwald“ mit so vielen nachhaltigen Gerichten aufgebaut worden, dass es schwerfällt, das Beste zu finden in der Speisekarte. Auf dem Gelände des Torfhauses wird ein neues Hotel entstehen, streng nach den nachhaltigen Vorschriften des Naturparks. Mairinger hält sich daran penetrant.

Fun Facts zum Harzturm

  • Höhe Harzturm gesamt: 65 m
  • Höhe gläserner Skywalk: 45 m
  • Höhe Turm über NN: 817m – 882m
  • Tiefe des Fundamentes: 6 m
  • Welches Holz ist verbaut? Lärche
  • 470 Kubikmeter Holz verbaut
  • 260 Tonnen Stahl verbaut
  • Länge der Erlebnisrutsche „Rasantia“: 110 m mit magischen Sound- und Lichteffekten
  • Geschwindigkeit auf der Rutsche: max. 25km/h


Er hat später in Schierke gegenüber dem Brocken, den man in verschiedensten Farbvariationen auch vom Torfhaus aus sehen kann ein weiteres Resort hingesetzt und plant auch, das Hotel dort in eine lauschige Landschaft am Bach zu integrieren. Und dann kam das Ding mit dem Harzturm, der heute zu einem der Wahrzeichen dieser Region geworden ist…Im Herbst werden alle Restarbeiten rund um den Turm gelaufen sein. Aber schon jetzt geht es hinauf auf den Turm und in wahnsinniger Geschwindigkeit wieder hinunter - für die 110 Meter lange Rutsche werden nur ganze 10 Sekunden gebraucht. Ein sehr fachkundiges Mitarbeiterteam überwacht und hilft beim Ablauf des ganzen Spektakels.
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Foto: Klaus Müller

Saarow an der Müritz

Mairinger denkt weiter, blickt in eine Zukunft, die für ihn nie enden möchte. „Ich muss morgens aufstehen können und wieder Ideen haben,“ sagt er, als er von dem neuen Resort-Projekt an der Müritz berichtet. Hier hat er ein altes schlossähnliches Landhaus entdeckt, und hier will er ein neues touristisches Angebot entwickeln. „Die Müritz“ ist wunderschön, sagt der ehemalige Geschäftsführer des Heide Park, der heute in Hildesheim lebt, gemeinsam mit seiner Frau. Und von hier aus mit einem neu eingestellten Geschäftsführer für beide Resort im Harz, dem 52-jährigen Roman Plate, die nächsten touristischen Schritte plant. Im Wiener Wald, bei einem „Hendl“ mit ganz besonderer Soße. Österreich ist in Deutschland angekommen.

Quelle: Klaus Müller