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Dubailand – eine unendliche Geschichte

Freizeitpark-Welt.de vor Ort in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Ein Bericht von Andrej Woiczik

Wenn irgendwann einmal Dubailand, an der Straße zwischen Dubai und Abu Dhabi gelegen, fertig gestellt ist, wird es zweimal so groß wie Disney World in Florida sein. Und wer schon einmal in Orlando war, weiß wie riesig dieser weltweit bisher einmalige Freizeitparkkomplex ist. Doch Dubailand sollte bei der Planung im Jahr 2003 Disney World in allen Bereichen in den Schatten stellen: Unvorstellbare 140 Quadratkilometer groß sollte das gesamte Gelände umfassen, mit gleich mehreren Freizeitparks, Sportarenen, Einkaufszentren und Hotels der Superlative. Mit unendlichem Ehrgeiz wurde dieses Mammutprojekt in Angriff genommen, doch schon in der Planungsphase wurden Pläne wieder verworfen oder geändert, und einige Vorhaben ganz gestrichen. Architekten ,Bauherren und auch die Behörden waren sich in vielen Belangen völlig uneinig, so dass bereits vor der weltweiten Finanzkrise einige angekündigte Projekte zum Scheitern verurteilt worden waren. Die Finanzkrise verschärfte die bereits angespannte Situation für dieses Mammutprojekt erheblich.

Die Vision des Herrschers

Dubailand war eine Vision des Herrschers über das Emirat, Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, als das Öl Dubai zu unvorstellbarem Reichtum verhalf. Aus unterschiedlichen Gründen ist Dubailand ist bis heute noch in weiten Teilen eine Vision, allerdings soll das Mega-Projekt mit einem neuen Zeitplan weiter vorangetrieben werden. Man einigte sich auf vier Ausbaustufen, von denen die erste im Jahre 2010 fertig sein und jährlich 15 Millionen Besucher nach Dubai locken sollte.

Wir wurden exklusiv bei der Besichtigung von Dubailand informiert, dass durch die weltweite Finanzkrise die Pläne neu überarbeitet werden mussten und nunmehr sollen bis 2022 einige Bauprojekte auch in die Tat umgesetzt werden.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Absicht erklärt in diesem Jahr Ausrichter der olympischen Sommerspiele zu werden. Ob die VAE einschließlich Dubai tatsächlich den Zuschlag vom IOC für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele erhalten, entscheidet sich im Jahr 2015. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen auch einige Großprojekte im ehemaligen Wüstensand erstrahlen. Von den ursprünglich 200.000 Besuchern pro Tag im Dubailand haben die Entwickler auch in der Zwischenzeit Abstand genommen. Derzeit kalkuliert man mit 40.000 Besuchern pro Tag.

Welche Planungen wurden bislang in de Realität im Dubailand umgesetzt?

„Dubailand Motor City“ - die Formel 1 im Auge

Huracan
Für Motor City konzipiert, jetzt in BELANTIS: Huracan
Auf einer Fläche von 20 Hektar entstand eine der modernsten Formel-1-Rennstrecken der Welt. 350 Millionen Euro mussten investiert werden, um von Bernie Eccelstone die so heiß begehrte Formel-1-Lizenz zu bekommen. Ob aber jemals ein Formel 1-Rennen in Dubai stattfinden wird, darf bezweifelt werden, da die Hauptstadt der VAE Abu Dhabi bereits seit zwei Jahren ein Formel 1-Rennen austrägt und Dubai nur für zukünftige Rennen auf der Warteliste verzeichnet ist. Zur Zeit werden zahlungskräftigen Besuchern für umgerechnet ab 150 Euro pro ¼ Stunde Fahrten als Beifahrer in einem Formel 1-Boliden (aus Abu Dhabi) angeboten. Des Weiteren wird die 80.000 Zuschauer fassende Arena für zwei große Triathlonveranstaltungen mit zahlreichen Weltklasseathleten und 15 Autorennen unterschiedlicher Veranstalter in den Wintermonaten genutzt. Überreste eines geplanten Formel-1 Eins Vergnügensparks findet man im Areal der vorhandenen Rennstrecke.

Es sollten folgende Highlights die Besucher beglücken (Auszüge aus einem Werbeprospekt vom Dubailand):

  • Oldtimer Coaster: Auf einer Gesamtlänge von 600 Metern rasen die Besucher in nachgebauten Oldtimern durch ein völlig verwinkeltes Layout und sollen gar in den Kurven ausbrechen.
  • Tower Launch Coaster: Gleich am Eingang wird die spektakulärste Achterbahn zu finden sein. Sie ist grandiose 80 Meter hoch und die Wagen vermitteln den Besuchern absolutes Formel-1-Feeling mit einer sekundenschnellen Beschleunigung auf über 125 Stundenkilometer. An ihrem Ende werden die Besucher auf einen 80 Meter hohen Turm befördert, machen eine scharfe 180-Grad- Drehung, um in einem bisher noch nie dagewesenen direktem Sturzflug in die Tiefe zu stürzen.
  • Eurofighter: 500 Meter lang und 30 Meter hoch und ebenfalls nur etwas für starke Nerven. Auf einer 97-Grad-Bahn werden die Mutigen nicht nur in die Tiefe rauschen, sondern sich gleichzeitig überschlagen und wie an einem Korkenzieher entlang nach unten befördert.
Dieser Euro-Fighter wird seit einigen Monaten unter dem Namen „HURACAN“ den Besuchern des Belantis Vergnüngsparks in Leipzig präsentiert. Der gesamte Komplex sollte als Fomel-1-Themenpark vermarktet werden, deren Lizenzinhaber Ecclestone selbst war und der dieses Konzept, Rennstrecke und Vergnügungspark, gerne weltweit vermarkten wollte. Seine Vermarktungsidee scheiterte aber auf Grund der Finanzkrise.

Kampf der Giganten: Dubai vs. Abu Dhabi

Als sich abzeichnete, dass Abu Dhabi auf deren 25-Quadratkilometer-Insel Yas Island mit deren 5,5-Kilometer-Formel-1-Rennstrecke und einem mondänen Yachthafen, der an Monaco erinnern soll, die Nase vor Dubai voraus hatte, wurden die Pläne für den FX1 Freizeitpark in Dubai auf Eis gelegt.