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Fischkatzen zurück im Zoo Duisburg: Neue Anlage mit Unterwassereinblicken eröffnet

Im Zoo Duisburg sind die Fischkatzen zurück. Nach umfangreichen Umbauarbeiten hat der Zoo seine deutlich vergrößerte und neugestaltete Fischkatzenanlage eröffnet. Mit Fischkatzenkater Narok ist bereits der erste Bewohner eingezogen. Besucher können die seltenen Kleinkatzen künftig aus verschiedenen Perspektiven beobachten – erstmals sogar durch eine Unterwasserscheibe beim Schwimmen und Tauchen.

Von Freizeitpark-Welt.de / PM Zoo Duisburg • 23. Oktober 2026

Die Sanierung und Erweiterung der Anlage wurde durch die finanzielle Unterstützung des Vereins der Freunde des Duisburger Tierpark e. V. ermöglicht. In den vergangenen Monaten wurden sowohl die Innen- als auch die Außenbereiche vergrößert, neu strukturiert und um zusätzliche Wasserflächen ergänzt.

Neue Fischkatzenanlage mit Teichen und Unterwasserscheibe

Bei der Neugestaltung stand eine möglichst abwechslungsreiche Umgebung für die Tiere im Mittelpunkt. Dichte Bepflanzung, Wurzeln, Kletterbäume und zahlreiche Versteckmöglichkeiten prägen die neue Anlage. Mehrere Teiche bieten den Fischkatzen zudem Gelegenheit, ihrem natürlichen Verhalten im und am Wasser nachzugehen.

Auch für Zoobesucher gibt es neue Beobachtungsmöglichkeiten. Eine Unterwasserscheibe erlaubt erstmals Einblicke in die Bewegungen der Tiere unter der Wasseroberfläche. Ergänzt wird das Angebot durch eine große Panoramascheibe im Innenbereich und weitere Sichtfenster. Interaktive Informationstafeln vermitteln Wissenswertes über die Fischkatze und ihren natürlichen Lebensraum.

Fischkatzenkater_Narok_02_Zoo Duisburg.jpg
Foto: Zoo Duisburg

„Durch die Unterwasserscheibe haben unsere Gäste nun zum ersten Mal die Möglichkeit, diese Tiere beim Baden, Schwimmen und Tauchen zu beobachten“, erklärt Kuratorin Janine Riesener.

Fischkatzenkater Narok ist aus Italien eingezogen

Der erste Bewohner der neuen Anlage ist Fischkatzenkater Narok. Das Tier wurde im August 2024 in Tschechien geboren und kam aus Italien nach Duisburg. Die Eingewöhnung erfolgte schrittweise und wurde vom Tierpflegerteam um Mike Kirschner begleitet.

Narok gilt nach Angaben seiner Pfleger als eher schüchtern und zurückhaltend. Entsprechend kann es etwas Geduld erfordern, den Kater zwischen den Pflanzen und Versteckmöglichkeiten zu entdecken.

Zoo Duisburg hofft auf Fischkatzen-Nachwuchs

Mit der erweiterten Anlage möchte der Zoo auch an frühere Zuchterfolge anknüpfen. Die Fischkatzenzucht gilt allerdings als anspruchsvoll. Deshalb wurde bei der Planung darauf geachtet, geeignete Rückzugsmöglichkeiten und Bereiche für die Aufzucht möglicher Jungtiere zu schaffen.

Die bereits vorhandene Wurfbox im hinteren Bereich des Raubtierhauses blieb erhalten und wurde an das neue Erweiterungsgelände angeschlossen. Damit verfügt die Anlage über zusätzliche Möglichkeiten, auf die Bedürfnisse der Tiere während einer möglichen Aufzucht einzugehen.

Ob und wann Narok eine Partnerin erhält, geht aus der Mitteilung des Zoos noch nicht hervor. Die Voraussetzungen für eine künftige Zucht wurden mit dem Umbau jedoch verbessert.

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Foto: Zoo Duisburg

Fischkatzen sind in ihrem natürlichen Lebensraum gefährdet

Fischkatzen gehören zu den Kleinkatzen und sind in Teilen Asiens beheimatet. Anders als viele andere Katzenarten sind sie besonders gut an das Leben am Wasser angepasst. Sie schwimmen geschickt und jagen vor allem in Uferbereichen von Flüssen und Seen. Neben Fischen stehen auch kleinere Säugetiere und Vögel auf ihrem Speiseplan.

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sind Fischkatzen zunehmend bedroht. Die Verschmutzung von Gewässern, Abholzung von Wäldern und der Bau von Straßen und Siedlungen führen dazu, dass geeignete Lebensräume verloren gehen oder voneinander getrennt werden. Dadurch wird es für die Tiere schwieriger, neue Reviere und geeignete Partner zu finden.

Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Fischkatze als gefährdet ein. Die Bestände sind rückläufig. Zoologische Einrichtungen können mit koordinierten Erhaltungszuchtprogrammen dazu beitragen, eine Reservepopulation dieser Tierart zu sichern.

Förderverein ermöglicht die Erweiterung

Finanziert wurde das Projekt mit Unterstützung des Fördervereins des Zoo Duisburg, der mehr als 9.000 Mitglieder zählt. Zoodirektorin Astrid Stewin betont, dass die neue Anlage sowohl der Tierhaltung als auch der Vermittlung von Wissen über bedrohte Arten diene.

Mit der Wiedereröffnung ist am Kaiserberg ein weiterer modernisierter Tierbereich für Besucher zugänglich. Die neue Fischkatzenanlage verbindet zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere mit verbesserten Einblicken und Informationen für die Zoogäste.

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