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2021-07-17 17:54:12 - 738 Aufrufe

Serengeti-Park: Ein Stück Afrika in der Lüneburger Heide

Von Andrej Woiczik

Im Herzen Niedersachsens, am Rande der Lüneburger Heide, liegt Europas größter und einzigartiger Safaripark. Der als Zoologischer Garten anerkannte Park bietet über 1500 freilaufenden Wildtieren ein naturnahes Zuhause. Redakteur Andrej besuchte auf seiner kleinen „Norddeutschland-Tour“ auch den Serengeti-Park an einem sehr sonnigen Samstag im Juli und kann nachfolgendes berichten.

Die Sonne schien bereits um 9.15 Uhr als wir das Areal vom Serengeti-Park erreichten. Leider erst um 10.25 Uhr konnten wir die Kassen des Parks passieren und waren erst um 10.30 Uhr auf einem der vielen Parkplätze vom Serengeti-Park.

Als erstes Highlight des Tages wartete auf uns, nach fast 40 Minuten Wartezeit, die Serengeti-Safari. In der Serengeti-Safari, dem Tierpark, geht man mit dem privaten Auto oder im Serengeti-Fahrzeug, mit einem meist sehr guten Safari Guide, auf eine 10 Kilometer lange Reise durch verschiedene Landschaftsareale. Hier kann man Löwen, Tiger, Nashörner, Giraffen, Zebras, Geparden, Elefanten und viele mehr in einer naturnahen Umgebung beobachten – fast wie in freier Wildbahn. Ein einzigartiges, tolles Erlebnis in Deutschland. Die riesige Autokolonne schlang sich durch das „Reich der Tiere“, leider mit dem unliebsamen Nebeneffekt, dass viele Autofahrer mit ihren Mitfahrern, trotz Verbot, die vielen Tiere fütterten und es ihnen auch in den meisten Fällen egal war, ob sie die Busse damit an der Weiterfahrt hinderten.

Anschließend wollte Andrej eigentlich eine der vielen VIP-Touren buchen, leider waren diese bereits um 11.00 Uhr ausgebucht, so der freundliche Mitarbeiter „am Counter“. Zu Fuß erkundete wir dafür dann die 15 Hektar große Dschungel-Safari, in der rund 200 Affen aus 20 Arten leben. Nur durch einen Wassergraben getrennt, kann man hier das muntere Treiben der Tiere ganz ohne Zäune beobachten. Danach besuchte wir den Elefantenbereich, bevor es zur Abenteuer-Safari, dem weitläufigen Freizeitbereich des Parks ging.

Foto: Andrej Woiczik
Haupterlebnis bei einem Besuch im Serengeti-Park ist die lange Safari-Tour, die sich entweder mit dem eigenen PKW oder dem Safari-Bus bewundern lässt.

Ob in rasanten Booten, der weltgrößten mobilen Indoor-Achterbahn oder auf der Big-Foot-Safari mit Monstertrucks erlebt man Adrenalin pur. Die Jurassic-Safari, Eiszeit-Safari und die Ausstellung zu den Tieren der Zukunft laden zum Staunen ein. Ansonsten sind die meisten der anderen Fahrattraktionen „Kirmes-Attraktionen“ für jedes Alter. Um 14.00 Uhr war dieser Bereich so voll, dass wir uns eine Erholungspause gönnten und das hektische Treiben von einer Parkbank ansahen. Der seit dem 11. Mai geöffnete Serengeti Park geriet an diesem Tag an vielen Stellen an seine „gefühlte“ Kapazitätsgrenze in der Pandemie-Zeit. Besonders die Bereiche um die Wildwasserbahn und um die Kirmes-Attraktionen wie Breakdance & Co. waren so gut gefüllt, dass es hier sehr schwierig war die Abstände korrekt einzuhalten, trotz gut ausgestattetem Wegesystem. Aus diesem Grund besuchten wir lieber wieder bis zum Besuchsende die zahlreichen Tierbereiche.

An dieser Stelle gibt es noch eine Neuheit des Parks zu präsentieren: Doppeldecker-Lodges - Das Übernachtungserlebnis für große Familien! Das Abenteuer im Serengeti-Park endet bekanntlich nicht mit dem Sonnenuntergang. Seit knapp vierzehn Jahren gibt es bereits Möglichkeiten im Park zu übernachten. Im Laufe der Jahre wurde das bei Gästen sehr beliebte Lodge-Angebot stetig und abwechslungsreich erweitert. Von familienfreundlichen Safari-Lodges, über afrikanische Lehmhäuser, komfortabel eingerichtete Zelte bis zum absoluten Outdoorfeeling im Pick-Up-Truck mit Campingkabine - in den inzwischen über 900 Betten findet garantiert jeder Abenteurer den passenden Schlafplatz. Zur Saison 2021 können Gäste jetzt auch im vollausgestatteten Doppeldecker in Afrika übernachten - und das gleich um die Ecke im Norden von Deutschland!

„Aufgrund der aktuellen Lage wird sich das Reiseverhalten vieler Familien sicherlich verändern. Wir sind positiv gestimmt und sehen darin für den Inlandstourismus und gerade auch unsere Region große Chancen. Mit den neuen Lodges bieten wir eine weitere einmalige Übernachtungsmöglichkeit. Einem erlebnisreichen und vor allem sicheren Urlaub für die ganze Familie steht bei uns nichts im Wege!“, so Dr. Sepe in einer Pressemitteilung des Parks. Für die neuen Lodges wurden einige der inzwischen schon fast zum Markenzeichen des Parks gewordenen Doppeldecker-Busse zu mobilen Camping-Fahrzeugen umgebaut. Sie bieten acht komfortable Schlafplätze in vier Räumen. Große Familien oder Gruppen können im Doppeldecker die Nacht im Wild-Areal Südliches Afrika umgeben von Zebras, Watussis, Straußen und Antilopen verbringen und den Sonnenaufgang mitten in der Wildnis erleben.

Foto: Andrej Woiczik
Teilweise kommt man den Tieren sehr nah.

Fazit des Tages

Der Besuch im Serengeti-Park war in jeglicher Beziehung ein Erlebnis, in positiver und negativer Sicht. Die unzufriedenstellende Situation im Eingangsbereich mit den langen Wartezeiten und die Enge in einigen Bereichen der Abenteuer-Safari, dementgegen steht ein unglaubliches Tiererlebnis auf der Serengeti- Safari und in den anderen Tierbereichen. Trotz den geschilderten Kritikpunkten hat unserem Redakteur der Besuch im Serengeti-Park gut gefallen. Insgesamt lässt sich schreiben, dass alle vier besuchten Freizeitsparks inkl. Serengeti-Park, kurz vor Beginn der Sommerferien in Niedersachsen, sehr gut besucht gewesen sind und dieses tut den jeweiligen Parks in dieser schwierigen Zeit sehr gut.

Quelle: Andrej Woiczik