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Mammut

Holzachterbahn von Holzbau Cordes / Gerstlauer
Höhe: 30 m | Länge: 860 m | Geschwindigkeit: 85 km/h | Mindestgröße: 120 cm

Lange von Fans herbeigesehnt, wurde nach achtmonatiger Bauzeit die neue Holzachterbahn Mammut am 28. April 2008 eröffnet. Für den Erlebnispark Tripsdrill ist es die insgesamt dritte Achterbahn im Portfolio des Parks und auch deutschlandweit stellt der Bau einer Holzachterbahn noch immer eine Besonderheit dar. Immerhin ist Mammut erst die dritte Installation eines solchen Achterbahntyps. Grund gegen den Bau einer Holzachterbahn ist die oftmals intensivere und kostspieligere Wartung im Vergleich mit einer herkömmlichen Stahlachterbahn. Die vielen Holzbestandteile müssen schließlich ständig gepflegt und bei Bedarf ausgebessert werden. Umso erfreulicher, dass der Erlebnispark Tripsdrill diesen Schritt gewagt hat und den Besuchern in der Saison 2008 einen echten Mammut präsentiert. Doch woher kommt überhaupt der Name "Mammut"?

Perfekte Symbiose mit der Umgebung

Die geschaftsführende Familie Fischer hat sich für das Thema Mammut aufgrund der starken Naturnähe des Parks entschieden. Alle Attraktionen werden stets in die Landschaft eingebunden und vermitteln eine perfekte Symbiose mit der Umgebung. Hier sind es keine Stahlberge, die in den Himmel ragen, sondern harmonierende Attraktionen, die, so könnte man meinen, schon immer an Ort und Stelle standen. Daher steht der Mammutbaum Pate für die neue Attraktion am Fuße des Michaelisbergs.

Die Thematik der Achterbahn soll übrigens auch in den ganzen Themenbereich einfließen, der bis 2010 rund um die Holzachterbahn entsteht und das Thema "Sägewerk" trägt. Ein Umstand dem bereits jetzt in der Station von Mammut Rechnung getragen wird, wo man neben riesigen Kreissägen, vieeel Holz und noch mehr Arbeitswerkzeug auch die gewaltige Architektur einer Sägemühle vorfindet. Bald wird man hier auch an einer echten, antiken Sägemühle aus dem Nachbarort Bönnigheim vorbeifahren, bevor man in den Lift einfährt. Doch dies ist nur eine der Erweiterungen, die hier noch geschehen werden, denn auch der Wartebereich ist noch nicht komplett fertiggestellt und wird später mal unter der gesamten Holzstruktur führen. Wie bei der Burg "Rauhe Klinge" mit den Attraktionen G'sengte Sau und der Badewannen-Fahrt zum Jungbrunnen zeichnet sich für die gesamte Gestaltung des Bereichs der Themenparkplaner Emmanuel Mongon (Imaginvest, Paris) verantwortlich.

Konkret geplant wurde Mammut seit April 2007, die Planungen für den neuen Themenbereich, der zwischen Waschzuber-Rafting und der G'sengten Sau entsteht, gehen indes zurück auf das Jahr 2002. Seitdem sind viele Entwürfe und Skizzen entstanden, wovon sich Mammut letztlich als die beste Alternative herausgestellt hat. Das Ergebnis ist weithin sichtbar: Mit einer Höhe von 30m ist der Holzberg schon von weitem und insbesondere aus dem ganzen Park sichtbar. Knapp 6 Millionen Euro wurden für die Holzachterbahn und den Themenbereich investiert, was eine der größten Investitionen in Tripsdrill darstellt.

Rasante Fahrt!

Auch das Layout der 860m langen Achterbahnfahrt hebt sich sehr, von vielen anderen Kreationen ab und wurde vom Ingenierbüro Stengel komplett neu für den Erlebnispark Tripsdrill berechnet. Die gesamte Holzkonstruktion mit etwa 70.000 Einzelteilen fertigte die Holzbau Cordes GmbH, die sich 2001 schon beim Bau von Colossos einen Namen gemacht haben und bei Mammut erstmals als Generalunternehmer in Erscheinung getreten sind. Bei Colossos noch in Kooperation mit Intamin Transportation, wurde in Tripsdrill Gerstlauer Amusement Rides als Partner für die Technik gewählt, womit zum ersten Mal eine Achterbahn aus komplett deutscher Hand gefertigt wurde. Auch das Kiefernholz stammt aus Deutschland bzw. Hessen wo knapp 4.000-6.000 Bäume gefällt wurden.

Doch zurück zur Holzachterbahn. Die Fahrt startet natürlich im Sägewerk, wo man in einer der beiden Züge steigt. Beide haben eine Kapazität von 24 Personen und sind als große Säge gestaltet, die durch die Holzberge rast. Aus der Station geht es in eine ebene 90°-Linkskurve, bevor ein kleiner Drop in den 30m hohen Lift führt. Beim Einhaken der Transportkette in den Zug gibt es momentan noch einen kleinen Ruck. Dies soll laut Parkleitung aber noch verbessert werden. Oben angekommen, bleibt auch kaum eine Sekunde um die schöne Aussicht zu genießen, denn der Zug nimmt gleich Kurs auf den nach links abfallenden First Drop. In der Senke erreicht der Zug 85km/h und rast direkt auf die erste große Kehrwende zu. Es folgt ein kleiner Airtime-Hügel, bevor man hinter der riesigen Liftstruktur nach links in eine weitere 270° Kurve rast, die den Zug wieder in Besuchernähe vor den Lift führt. Der nächste Airtime Hügel und eine weitere Steilkurve leiten das Finale von Mammut ein. Man durchbricht wieder die Holzstruktur des Lifts und nimmt von der abgewandten Parkseite Kurs auf die parallel zum Lift führende Front, ein kleiner Airtime-Buckel und der Zug rast in den Nebeltunnel, wo man noch einmal eine schnell Links-Rechts-Kombination vollführt und schließlich vor den Augen der wartenden Gäste in die magnetische Induktionsbremse eintaucht. Fertig!

Spaß für die ganze Familie!

Mammut ist eine Holzachterbahn, die wie gemacht scheint für Tripsdrill. Sehr schnell, mit relativ wenig Airtime-Momente (die es ja auch schon nebenan bei der G'sengten Sau gibt), überraschende Kurven und ein tolles Finale. Schon jetzt ist Mammut das Highlight in Tripsdrill, wenn ab dem nächsten Jahr die vollständige Thematisierung hinzukommt, wird das Gesamtpaket sicher für viel Freude bei den Besuchern sorgen.

Bewerte "Mammut"!

Bisherige Bewertungen: 37
Aktuelle Bewertung: 4,3/5

Sicherheits-Beschränkungen

über 120cm
Mindestalter: 6 Jahre
unter 120cm

Technische Daten "Mammut"

HerstellerHolzbau Cordes / Gerstlauer
TypHolzachterbahn
Baujahr2008 (10 Jahre)
Fahrhöhe30 m
Höhendifferenz (Drop)29.5 m
Maximale Neigung53°
Maximale Querneigung80°
Geschwindigkeit (max.)85 km/h
Länge860 m
Kapazität900 P/h
Anzahl der Züge2
Personen pro Zug24
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