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2020-05-09 21:13:37 - 2570 Aufrufe

Erster Tag nach langer Corona-Schließung im Serengeti-Park

Von Klaus Müller

Selbst die Tiere freuten sich auf die ersten Gäste - Hoffnungsvoller Start in Hodenhagen

Der kleine Junge aus Cloppenburg, der mit seiner Familie am Samstagmorgen nach 160 Kilometern auf dem Parkplatz vor den Toiletten im Serengeti-Park eingetroffen war, konnte es vor lauter Spannung kaum mehr aushalten. „Wir mussten unbedingt hierher,“ sagt Papa, der sich mit mitgebrachtem Essen und Trinken aus dem Auto noch einmal „frisch machte“, um dann auf die kilometerlange Tour durch den Tierpark des Freizeitgeländes zu starten. Serengeti öffnete am Wochenende erstmals in diesem Jahr, nach schlimmen Wochen, die auch dieses Unternehmen wegen Corona warten mussten, die Pforten. Und trotz deutlicher Sicherheitsvorkehrungen, die von Bund und Land den Tierparks vorgegeben sind und die der Park vorzüglich umsetzte, kamen die ersten Besucher- erst zögerlich und am Samstagnachmittag dann immer mehr, um mit ihrem PKW die spannende Safaripark-Tour zu unternehmen.

„Wir fanden vor allem die vielen kleinen Tiere auf dem Gelände, die gerade geboren sind, sehr schön,“ sagte später der Cloppenburger Familienvater, der sicher nicht das letzte Mal in diesem Jahr in Hodenhagen war. Wegen der Kinder war auch eine Familie aus Bremen- kurz über die Autobahn- gekommen. Auch hier spürbare Spannung, aber keine Nervosität wegen Corona- „Wir finden das gut, dass der Park wieder aufgemacht hat,“ sagt der Bremer Autofahrer, der Verständnis dafür zeigt, dass der andere Freizeitpark-Bereich und die Gastronomie noch geschlossen sein müssen. „Irgendwann wird das auch wieder besser.“

Spürbare Erleichterung beim Pförtner am Eingang des Parkes, wo hilfreiche Mitarbeiter die Besucher in die richtige Bahn einweisen und einige Fragen nach den Hygienevorschriften beantworten müssen. „Ja, unsere Toiletten sind geöffnet und werden ständig gereinigt,“ sagt der Mann am Tor, der sich im Freizeitparkbereich schon über viele Jahre auskennt. Und auch einen Mundschutz trägt, einen dunkelgrünen Schal, „den ich schon im Kosovo getragen habe.“ Und den er einfach überzieht, wenn es sein muss.

Foto: Klaus Müller
Für die Sicherheitsvorkehrungen, die der Park wegen der Corona-Krise vornehmen musste, hatte das Management zahlreiche Helferinnen und Helfer eingesetzt. Alles klappte gut.

ER hat ein gutes Briefing gemacht, der 50-jährige Serengeti-Park-Besitzer, mit dem ich an diesem fast schon vorsommerlichen Tag durch den Park fahre. Ein gutes Management auch schon vorher, als er wochenlang für seine bis zu 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die vielen Tiere aus aller Welt kämpfte. Vielleicht ein klein wenig enttäuscht vorm ersten Tag- „es hätten vielleicht mehr Besucher sein können bei unseren doch fast um 50 Prozent reduzierten Eintrittspreisen“, aber später legt sich dieser kleine Ärger dann auch. Der Park nimmt wieder Fahrt auf. Wenn auch nur im ersten, aber dem wichtigsten Bereich. Und konnte am Samstag viele regionale Besucherinnen und Besucher, die vornehmlich aus Norddeutschland kamen, voll zufrieden stellen. „Sie kamen am Samstag etwas später und vorsichtiger, aber so kann es weiter gehen,“ sagt Fabrizio Sepe am Abend nach einem auch für ihn aufregenden ersten Besuchertag in diesem Jahr.

Man sah viele Tiere, manche Geburt, die es gerade in diesen Wochen im Tierpark gegeben hat, hatte trotz „Fenster zu“ in allen Bereichen spannende Begegnungen mit den Löwen und Tigern, die nahe an die Fahrzeuge herankamen, mit diesem riesigen 2,9 Tonnen schweren Breitmaulnashorn, das sein Horn entgegenstreckte, mit dem putzigen Giraffen-Nachwuchs und vielen anderen mehr. Und Sepe hatte zweimal ein „Drive-In“ aufbauen lassen, wo man aus dem Auto heraus Eis kaufen konnte oder ein Getränk. Vorn waren die Toiletten geöffnet und durften jeweils mit drei Personen abwechselnd benutzt werden. Mitarbeiter in gelben Warnwesten überwachten diesen Bereich, waren aber auch im Park unterwegs. Der erste Eindruck des ersten Tages war positiv: Der Park hatte alles im Griff und Besucher, die sich an die neuen Regeln perfekt hielten.

Foto: Klaus Müller
Im Tierpark waren sogenannte "Drive-In"- Wagen aufgebaut worden, wo man aus dem Auto heraus Erfrischungen kaufen konnte

Fabrizio Sepe hofft auf die kommende Zeit, hofft auch, dass er bald seine neuesten Attraktionen eröffnen darf. „Es wird noch ein langer Weg sein,“ weiß der Parkbesitzer. „Aber wir stehen das mit unseren tollen Mitarbeitern durch.“

Quelle: Klaus Müller